Kanzler Merz beim Tag der offenen Tür
Deutschlands Rolle in Europa und der Welt, eine gut aufgestellte Bundeswehr, ein starkes Sozialsicherungssystem und die Rohrpost im Kanzleramt – um Themen wie diese drehte sich das Gespräch mit Bundeskanzler Merz beim Tag der offenen Tür im Bundeskanzleramt.
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Auf der Bühne im Kanzleramt: Bundeskanzler Merz beantwortete beim Tag der offenen Tür fast eine Stunde lang Fragen von Bürgerinnen und Bürgern.
Foto: Bundesregierung/Ronny Hartmann
Sonntagnachmittag, der Ehrenhof im Kanzleramt war gut gefüllt, als Bundeskanzler Friedrich Merz zum Bühnengespräch kam. Hier beantwortete er im Rahmen des Tages der offenen Tür der Bundesregierung Fragen von Bürgerinnen und Bürgern. Zuvor habe er seinen zweieinhalbwöchigen Urlaub dreimal unterbrochen, sagte er auf der Bühne im Kanzleramt.
Zweimal sei es nach Berlin, einmal nach Washington, D.C. gegangen – daneben habe es viele Telefonate und Videokonferenzen gegeben. Dennoch habe er in den Bergen oder beim Radfahren abschalten können. „Man trägt für ein ganzes Land, für eine Regierung Verantwortung”, erklärte der Kanzler.
Auf Deutschland mit Bewunderung schauen
Kanzler Merz sei wichtig, die Bundesregierung nach außen gut zu vertreten – und dass man auf Deutschland mit Bewunderung, statt mit Verwunderung schaue. Deutschland müsse zudem eine aktive Rolle in Europa spielen und seinen Beitrag angesichts aktueller Herausforderungen für ein starkes Europa leisten.
Mit Blick auf die Innenpolitik gelte es darüber hinaus, das soziale Sicherungssystem zukunftsfähig zu machen. „Diese Generation kann nicht für die Fehler bezahlen, die meine Generation gemacht hat”, sagte der Bundeskanzler mit Blick auf die jüngeren Gäste im Publikum. Augenzwinkernd nach der Rohrpost im Kanzleramt gefragt, erklärte der Kanzler, dass sein Vorzimmer das System zwar nutze, er hingegen auf E-Mails setze.
Sehen Sie hier das Bühnengespräch im Video:
Video
Und das sagte der Kanzler …
… zum Thema Sicherheit
Deutschland habe es mit einer nicht unerheblichen Bedrohung zu tun – innen- wie außenpolitisch. Aber man sei darauf vorbereitet, so der Kanzler. „Wir haben in unserem Land wirklich sehr, sehr gute Sicherheit.“ Die Bundesregierung tue alles, um die größtmögliche Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten: etwa mit guten Nachrichtendiensten und einem hervorragenden Bundeskriminalamt. Ein Anliegen des Kanzlers: Die Bundeswehr müsse größer und besser werden.
… zu einer möglichen Bundespräsidentin
Der Bundeskanzler sprach sich dafür aus, dass 2027 eine Frau Bundespräsidentin werden könne. „Ich kann mir das sehr gut vorstellen, dass wir 2027 eine Frau zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zur Bundespräsidentin wählen“, sagte Kanzler Merz. Er selbst tue alles dafür, „damit die Repräsentanz von Frauen auch in den Spitzenämtern unseres Landes verbessert wird.“
… zur Stimmung im Land
Für viele Deutsche sei das Glas halbleer, für ihn halbvoll, betonte der Bundeskanzler im Gespräch. Denn: „Wenn wir genau hinschauen, leben wir in einem der besten Länder der Welt.” Seit Jahrzehnten in Frieden, Freiheit, Wohlstand – in einem Land, dem es gut gehe. Und darum gehe es auch dieser Bundesregierung: Mit Zuversicht gemeinsam daran zu arbeiten, dass Deutschland ein lebenswertes, liebenswertes Land bleibe.