Gesundheitsdaten besser nutzbar machen

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Im Kabinett beschlossen Gesundheitsdaten besser nutzbar machen

Gesundheitsdaten können Leben retten – wenn man sie richtig nutzt. Hierzu hat das Kabinett nun das Medizinregistergesetz beschlossen: Es soll erstmals klare und einheitliche Regeln für medizinische Register schaffen und so Forschung erleichtern sowie Therapien verbessern.

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Wissenschaftler mit Molekülmodell am Computer.

Gesundheitsdaten sind für die Forschung sehr wichtig. Deshalb sollen sie künftig besser genutzt werden können.

Foto: mauritius images

Mehr als 400 Medizinregister gibt es in Deutschland – also Sammlungen von Daten zu Krankheiten und Behandlungen. Ein Beispiel sind die Diabetesregister. Sie liefern hochwertige Daten, die für die Forschung, die Bekämpfung von Krankheiten und eine bessere medizinische Versorgung von großem Nutzen sind.

Erstmals sollen nun einheitliche Regeln für medizinische Register in Deutschland geschaffen werden. Dazu hat das Bundeskabinett das Medizinregistergesetz beschlossen.

Datenschutz klar geregelt

Ziel ist es, Gesundheitsdaten besser für Forschung und medizinische Versorgung nutzbar zu machen. Dafür sollen Qualitätsstandards festgelegt und ein zentrales Registerverzeichnis aufgebaut werden. Gleichzeitig sollen Datenschutz, Datensicherheit und die Rechte der Patientinnen und Patienten klar geregelt sein.

Beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte soll ein Zentrum für Medizinregister eingerichtet werden. Es soll ein Verzeichnis für Medizinregister führen und ein Qualifizierungsverfahren für diese Register anbieten. Auf dieser Grundlage können Register künftig miteinander verknüpft und die Daten anonymisiert oder pseudonymisiert Forschenden zur Verfügung gestellt werden.