Zwei Millionen Euro für unabhängige Verlage – Bewerbungsstart für den Deutschen Verlagspreis 2026 

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Die Bewerbungsphase für den Deutschen Verlagspreis 2026 hat begonnen. Ab sofort können sich unabhängige Verlage wieder für die Auszeichnung bewerben. Mit dem Preis würdigt die Bundesregierung bereits zum achten Mal Verlage, die sich durch außergewöhnliche Programme, ein spezielles kulturelles Engagement sowie innovative Projekte oder die besondere Qualität ihrer verlegerischen Arbeit auszeichnen. Dafür stellt der Bund insgesamt zwei Millionen Euro zur Verfügung. Die Preisverleihung wird am 9. Oktober 2026 im Rahmen der Frankfurter Buchmesse stattfinden.

Staatsminister für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, sagte zum Start der Bewerbungsphase: „Unabhängige Verlage spüren mit Mut, viel Herzblut und Ausdauer literarische Entdeckungen abseits des Mainstreams auf. Sie eröffnen Einblicke in andere Perspektiven und Lebensentwürfe. Diese wertvolle verlegerische Vielstimmigkeit in unserem Land bewahrt unsere Demokratie vor Einfalt, vor einer Monopolisierung der Meinungen – darum wollen wir sie mit dem Deutschen Verlagspreis unterstützen.“

Neuer Innovationspreis für zukunftsweisende Projekte
Wie in den vergangenen Jahren werden bis zu drei Verlage mit einem Spitzenpreis und einer Prämie von 50.000 Euro geehrt. Weitere bis zu 79 Verlage können in diesem Jahr Preise in Höhe von jeweils 18.000 Euro erhalten. Darüber hinaus können bis zu drei Verlage mit einem Jahresumsatz von mehr als drei Millionen Euro ein undotiertes Gütesiegel erhalten.

Erstmals in diesem Jahr kann neben dem Nachhaltigkeitspreis ein Innovationspreis vergeben werden. In dieser Kategorie kann ein Verlag für kreative, zukunftsorientierte Maßnahmen, Projekte oder digitale Formate ausgezeichnet werden, die Impulse in die Verlagsbranche geben können. Sowohl der Nachhaltigkeitspreis als auch der Innovationspreis sind mit jeweils 24.000 Euro dotiert.

Staatsminister Weimer erklärte dazu: „Wir wollen neue Impulse in der Branche würdigen und haben deshalb mit dem Innovationspreis einen weiteren Sonderpreis eingeführt. In diesem Jahr zeichnen wir zum ersten Mal Verlage aus, die kreative digitale Wege gehen oder zukunftsweisende Modelle im Verlagswesen gestalten.“

Jörg Thadeusz übernimmt Juryvorsitz
Die Jury für den Deutschen Verlagspreis 2026 wird nach dem turnusmäßigen Ausscheiden bisheriger Jurymitglieder teilweise neu besetzt. In diesem Jahr gehören Alexander Cammann, Isabel Fargo Cole, Ines Dettmann, Katharina Holzmann, Prof. Dr. Friedhelm Marx und Deniz Utlu dem Fachgremium an. Den Vorsitz der Jury übernimmt der Journalist, Moderator und Autor Jörg Thadeusz.

Weiterentwickeltes Verfahren zur Preisträgerfindung
Die Auswahl der auszuzeichnenden Verlage trifft der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) auf Grundlage der Empfehlungen der Jury. Sie bewertet und gewichtet die eingereichten Bewerbungen in einer Gesamtschau. 

Zur fachlichen Beratung können sowohl die Jury als auch BKM während des Auswahlprozesses bei Bedarf ein Gremium hinzuziehen, das mit den Partnern des Preises, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Kurt-Wolff-Stiftung, besetzt ist. Das weiterentwickelte Verfahren dient einer transparenten und sorgfältigen Bewertung etwaiger Fragestellungen im Auswahlprozess und stärkt den verantwortungsvollen Austausch der beteiligten Partner.

Bewerbungen für den Deutschen Verlagspreis 2026 sind bis zum 
24. Juli 2026 unter www.deutscher-verlagspreis.de/ einzureichen. Die Teilnahmebedingungen sind abrufbar unter www.deutscher-verlagspreis.de/teilnahme