Rauhe will Spitzensport und Ehrenamt stärken

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Pressestatement des Kanzlers zur Vorstellung des neuen Staatsministers für Sport und Ehrenamt
Rauhe will Spitzensport und Ehrenamt stärken

Bundeskanzler Merz hat den zweifachen Kanu-Olympiasieger Ronald Rauhe als neuen Staatsminister für Sport und Ehrenamt vorgestellt. Die wichtigsten Aufgaben sind die anstehende deutsche Olympiabewerbung, die Spitzensportreform und die Stärkung des Ehrenamts.

  • Mitschrift Pressekonferenz
  • Donnerstag, 3. September 2026
Bundeskanzler Friedrich Merz steht neben Ronald Rauhe.

Bundeskanzler Friedrich Merz stellte den ehemaligen Kanuten und zweifachen Olympiasieger Ronald Rauhe als neuen Staatsminister für Sport und Ehrenamt vor.

Foto: Bundesregierung/Jesco Denzel

Bundeskanzler Friedrich Merz hat Ronald Rauhe als neuen Staatminister für Sport und Ehrenamt ins Amt eingeführt. Der zweifache Kanu-Olympiasieger Ronald Rauhe ist ab sofort für die Sport- und Ehrenamtspolitik der Bundesregierung zuständig. Als langjähriger Spitzensportler bringt er umfangreiche persönliche Erfahrungen aus dem nationalen und internationalen Leistungssport in sein neues Amt ein.

„Wir wollen damit auch ein Zeichen setzen, dass wir den deutschen Sport als ein wichtiges Aufgabengebiet sehen“, hob der Bundeskanzler hervor. Zugleich übernimmt der Staatsminister „auch die Aufgabe, das Ehrenamt in Deutschland zu stärken“, so Merz weiter. Staatsminister Rauhe bedankte sich beim Kanzler für das Vertrauen und betonte: „Sport und Ehrenamt können unser Land stärker machen, und genau dafür möchte ich arbeiten – für den Sport, für das Ehrenamt, für unser Land.“

Das Wichtigste in Kürze:

  • Olympiabewerbung: In Kürze steht die Entscheidung darüber an, mit welcher Region Deutschland sich um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele bewerben wird. Anschließend werde man sich „mit ganzer Kraft für diese Olympischen Spiele bewerben“, so Bundeskanzler Merz. Er erhoffe sich hier „tatkräftige Unterstützung“ durch Ronald Rauhe. Aber auch die ganze Bundesregierung werde hinter der Entscheidung stehen.
  • Spitzensport: Die eingeleitete Spitzensportreform wolle man „konsequent weiter vorantreiben“, kündigte Staatsminister Rauhe an. Denn die Athletinnen und Athleten bräuchten „Rahmenbedingungen, in denen Hochleistung auch entstehen kann“.
  • Ehrenamt: Eine weitere Aufgabe Rauhes ist die Stärkung des Ehrenamts. Unter anderem mit dem Zukunftspakt Ehrenamt habe man die Bedingungen für die ehrenamtliche Tätigkeit bereits deutlich verbessert, betonte der Kanzler. Merz und Rauhe erinnerten an die Millionen Menschen, die in Deutschland täglich ehrenamtliche Verantwortung übernehmen würden. Diese würden „weniger Hürden, mehr Unterstützung und vor allem unsere volle Wertschätzung“ verdienen, so der neue Staatsminister.

Sehen Sie hier die Statements im Video:

06:20

Video Pressestatement des Bundeskanzlers zur Vorstellung des neuen Staatsministers für Sport und Ehrenamt

Lesen Sie hier die Mitschrift der Pressestatements:

Bundeskanzler Friedrich Merz:

Meine Damen und Herren, herzlich willkommen im Bundeskanzleramt! Ein ebenso herzliches Willkommen dem von mir gerade ernannten und vereidigten neuen Staatsminister für Sport und Ehrenamt beim Bundeskanzler, Ronald Rauhe! Ich freue mich sehr, dass ich Sie dafür gewinnen konnte, diese Aufgabe zu übernehmen.

Diejenigen, die im Sport ein bisschen zu Hause sind, wissen mit dem Namen etwas anzufangen. Ronald Rauhe ist mehrfacher Olympiasieger. Er hat insgesamt fünf olympische Medaillen gewonnen, 16 Weltmeisterschaften und insgesamt 31 Medaillen bei Weltmeisterschaften, Olympischen Spielen und Europameisterschaften im Kanu. Ich freue mich sehr, dass ich ihn gewinnen konnte. Denn er ist auch nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Sport aktiv im Sport geblieben. Zum Schluss war er der Träger der Deutschlandfahne bei den Abschlussfeiern der Olympischen Spiele in Tokio 2021. Das war sozusagen das Ende der sportlichen Karriere. Er ist aber dem Deutschen Olympischen Sportbund und dem Europäischen Olympischen Komitee verbunden geblieben. Er ist der Sprecher der Aktiven dort. Bis heute ist er Soldat gewesen und ist jetzt hier im Haus.

Wir wollen damit auch ein Zeichen setzen, dass wir den deutschen Sport als ein wichtiges Aufgabengebiet sehen. Wir haben in wenigen Tagen die Entscheidung darüber, welcher Ort in Deutschland sich um die übernächsten Olympischen und Paralympischen Spiele bewirbt. Wir wollen uns dann, wenn die Entscheidung feststeht, wo sie stattfinden sollen, mit ganzer Kraft für diese Olympischen Spiele bewerben. 2036, 2040, 2044, diese Jahre stehen im Raum. Ich erhoffe mir dabei eine tatkräftige Unterstützung durch Ronald Rauhe. Aber auch die ganze Bundesregierung wird hinter dieser Entscheidung stehen.

Gleichzeitig übernimmt Ronald Rauhe auch die Aufgabe, das Ehrenamt in Deutschland zu stärken. Wir haben bereits einen Pakt für das Ehrenamt geschlossen. Wir haben die Bedingungen für die ehrenamtliche Tätigkeit deutlich verbessert. Sport und Ehrenamt überschneiden sich in vielfältiger Hinsicht. Sehr viele ehrenamtlich Tätige sind im Sport unterwegs. Aber es gibt darüber hinaus viele Organisationen. Ich nenne nur aus sehr konkretem Anlass des Sommers 2026 die ehrenamtlich tätigen Feuerwehrmänner und ‑frauen. Ich nenne diejenigen, die beim Deutschen Roten Kreuz und in anderen Hilfsorganisationen unterwegs sind. Auch sie sollen einen Ansprechpartner im Bundeskanzleramt haben.

Insofern bin ich mir sehr sicher, dass Ronald Rauhe der richtige Mann sein wird, um auch hier im Bundeskanzleramt den großen Bereich des Sports und des Ehrenamts in unserer Republik zu stärken, zu unterstützen und auch jederzeit den Zugang zum Bundeskanzler zu haben. Deswegen war ja mein Wunsch, dass ich diese Aufgabe in das Bundeskanzleramt übernehme.

Insofern sage ich noch einmal ein sehr herzliches Willkommen, auf gute Zusammenarbeit! Ich freue mich sehr und danke noch einmal für die Bereitschaft, hier im Haus diese Aufgabe zu übernehmen.

Staatsminister Ronald Rauhe:

Vielen Dank! Ich freue mich auch sehr, sehr geehrter Herr Bundeskanzler, sehr geehrte Damen und Herren!

Ich kann mich noch sehr genau an den Moment erinnern, als ich meine erste olympische Medaille in den Händen hielt. Es war ein besonderer Moment. Ich war 18 Jahre alt. Ich war stolz, ich war glücklich, natürlich auch ein bisschen überwältigt. Aber eines wusste ich schon damals sehr genau: Diese Medaille gehört mir nicht alleine. Dahinter standen Trainerinnen und Trainer, meine Familie, Ehrenämter und ein Land, das mir die Möglichkeit gegeben hat, diesen Traum zu leben. Heute erlebe ich wieder einen Moment, der mich sehr berührt – nicht als Athlet, sondern ab heute als Staatsminister für Sport und Ehrenamt. Herr Bundeskanzler, vielen Dank für dieses Vertrauen!

Der Sport hat mir in meinem Leben unheimlich viel gegeben. Jetzt möchte ich etwas zurückgeben, und dabei liegen mir drei Dinge ganz besonders am Herzen. Wir wollen Olympische und Paralympische Spiele wieder nach Deutschland holen, und diese Bewerbung, das kann ich Ihnen versprechen, werde ich mit voller Kraft vorantreiben. Sie ist unser Zugpferd für eine Generation Olympia, mit Kindern, die wieder Vorbilder haben, die sich wieder etwas zutrauen und sich vor allen Dingen eines erlauben dürfen, nämlich wieder groß zu träumen. Deutschland soll wieder zu den erfolgreichsten Sportnationen der Welt gehören. Damit aus Talent auch wieder Gold wird, werden wir die Spitzensportreform konsequent weiter vorantreiben. Denn unsere Athletinnen und Athleten brauchen Rahmenbedingungen, in denen Hochleistung auch entstehen kann, sicher und mit starken Trainerinnen und Trainern an ihrer Seite und vor allen Dingen mit Stolz, mit Stolz, unser Land zu vertreten und die deutsche Fahne zu tragen, für ein Land, in dem täglich Millionen Menschen Verantwortung in einem Ehrenamt übernehmen, in Sportvereinen, bei der Feuerwehr oder in der Nachbarschaft, meistens ohne eine große Bühne und ohne Applaus. Genau diese Menschen halten unser Land zusammen. Sie verdienen weniger Hürden, mehr Unterstützung und vor allem unsere volle Wertschätzung.

Ich weiß, es liegen große Aufgaben vor uns. Aber wenn ich eines im Sport gelernt habe, ist es, dass man große Ziele niemals alleine erreicht. Man erreicht sie gemeinsam. Sport und Ehrenamt können unser Land stärker machen, und genau dafür möchte ich arbeiten – für den Sport, für das Ehrenamt, für unser Land.

Vielen Dank.