Steigende Bedrohung durch Extremismus

  • Bundesregierung | Startseite
  • Bundeskanzler

  • Schwerpunkte 

  • Bundesregierung

  • Aktuelles

  • Mediathek 

  • Service   

Verfassungsschutzbericht 2025  Steigende Bedrohung durch Extremismus

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat den Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2025 vorgestellt. Der Bericht weist fast 60.000 Straftaten mit extremistischem Hintergrund aus. Die Zahl der darin enthaltenen Gewalttaten stieg gegenüber 2024 mit rund 10 Prozent deutlich. 

1 Min. Lesedauer

Bundesinnenminister Dobrindt mit einem großem Blatt in der Hand. Darauf zu sehen eine Grafik.

In allen Bereichen der verfassungsfeindlichen Bestrebungen wurde ein Anstieg der Bedrohungen festgestellt.

Foto: picture alliance/dts-Agentur/dts Nachrichtenagentur GmbH

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat gemeinsam mit dem Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Sinan Selen, den Bundesverfassungsschutzbericht für das Jahr 2025 vorgestellt. Der Bericht zeigt einen deutlichen Anstieg der Bedrohungen in allen Phänomenbereichen.

Rechtsextremisten weiterhin die größte Bedrohung

Dass die linksextremistische Gewalt zunehme, sei ein „ernstes Warnsignal für unseren Rechtsstaat“,  betonte Innenminister Dobrindt und verwies dabei unter anderem auf die Brandanschläge auf die Berliner Stromversorgung im Januar. Dennoch, hob Dobrindt hervor, komme die größte Bedrohung für die Demokratie weiterhin von Rechtsextremisten. 

Das Ziel sei, jede Form des Extremismus konsequent zu bekämpfen. Für ein wirksames Vorgehen gegen Extremisten sollten die Sicherheitsbehörden mit weitergehenden Befugnissen ausgestattet werden, so der Innenminister. Insgesamt wurden für das Jahr 2025 58.851 Straftaten mit extremistischem Hintergrund verzeichnet (2024: 57.701). Die Zahl der darin enthaltenen Gewalttaten stieg um rund 10 Prozent deutlich auf 3.294 (2024: 2.976).

Der jährliche Verfassungsschutzbericht des Bundes dient der Unterrichtung und Aufklärung über verfassungsfeindliche Bestrebungen in Deutschland. Er beruht auf den Erkenntnissen, die das BfV in seinem gesetzlichen Auftrag zusammen mit den Landesbehörden für Verfassungsschutz gewonnen hat. Der Bericht benennt detailliert Gefahren und unterrichtet über wesentliche Erkenntnisse.

Wesentliche Ergebnisse des Verfassungsschutzberichts 2025

  • Die Bedrohung durch Spionage, Sabotage, Transnationale Repression und Cyberangriffe bleibt in Deutschland weiterhin hoch. Die meisten nachrichtendienstlichen Aktivitäten gingen von Russland, China und Iran aus.
  • Das Personenpotenzial ist in allen Bereichen – im Rechtsextremismus, im Linksextremismus, im Bereich des Islamismus sowie islamistischen Terrorismus und im auslandsbezogenen Extremismus – angestiegen.
  • Extremistische Akteure nutzen insbesondere soziale Medien wie Instagram und TikTok, um für Veranstaltungen zu werben und Propagandainhalte zu verbreiten. Dadurch entstehen gemeinsame Netzwerke, die die Radikalisierung – insbesondere junger Menschen – beschleunigen. Auch Gaming-Plattformen wie Roblox werden gezielt eingesetzt, um Kinder und Jugendliche anzusprechen und mit extremistischen Inhalten in Kontakt zu bringen.