Strafferes Klagerecht für Umweltverbände

  • Bundesregierung | Startseite
  • Bundeskanzler

  • Schwerpunkte 

  • Bundesregierung

  • Aktuelles

  • Mediathek 

  • Service   

Im Kabinett beschlossen Strafferes Klagerecht für Umweltverbände

Für Infrastrukturvorhaben sind schnelle Planungen und Bauverfahren wichtig. Das Kabinett hat daher beschlossen, das Klagerecht für Umweltverbände zu straffen. Zugleich wird damit ein effektiver Rechtsschutz in Umweltfragen geschaffen.

1 Min. Lesedauer

Richterhammer in der Hand eines Richters.

Infrastrukturprojekte sollen in Zukunft schneller umgesetzt werden können.

Foto: Getty Images/Chris Ryan

Die Bundesregierung will Infrastrukturvorhaben künftig schneller realisieren und zugleich einen wirksamen Umweltschutz sicherstellen. Ein zentraler Hebel dafür ist die Weiterentwicklung des Umweltverbandsklagerechts. Ziel ist es, gerichtliche Verfahren in Umweltangelegenheiten zu beschleunigen. Vorhaben, die für eine funktionierende Infrastruktur dringlich sind, sollen in gebotener Zeit umgesetzt werden.

Klagerecht konkretisieren, Transparenz schaffen

Um langwierige Verfahren zu vermeiden, sollen Klagen von Umweltverbänden gegen Infrastrukturprojekte künftig auf konkrete Klägerargumente beschränkt werden. Zudem ist explizit vorgesehen, dass Klagen nicht mehr aufschiebend wirken können.

Der Entwurf sieht fest definierte Kriterien für die Anerkennung von Umweltvereinigungen vor. Die Anerkennung selbst wird zeitlich befristet. Auch Stiftungen sollen ein Klagerecht erhalten. Die Anerkennungsbescheide sollen im Internet veröffentlicht werden. Das schafft Transparenz.

Zudem wird das europaweit vereinbarte Informations-, Beteiligungs- und Klagerecht von Umweltorganisationen in die Novelle aufgenommen. Damit wird ein Beschluss der Vertragsstaaten der Aarhus-Konferenz umgesetzt.  

Effektiver Umweltschutz und starker Industriestandort

Die Bundesregierung ist überzeugt: Ein ausgewogener Ausgleich zwischen effektivem Rechtsschutz in Umweltfragen und einem zügigen Umsetzen von Infrastrukturvorhaben ermöglicht wirksamen Umweltschutz. Das stärkt den Industrie- und Wirtschaftsstandort Deutschland.

Dabei bekennt sich die Bundesregierung klar zu ihren Klimazielen. Umweltschutz soll schneller, unkomplizierter und zugleich demokratischer ausgestaltet werden. Mit den schnelleren Genehmigungsverfahren werden starke Industriestandorte geschaffen. So strebt die Bundesregierung außerdem an, das Umweltverbandsklagerecht und das Verfahrensrecht auch auf europäischer Ebene zu vereinfachen.