Nachhaltigkeitspolitik der Bundesländer
Den Ländern kommt bei der Umsetzung der deutschen Nachhaltigkeitsziele und der Agenda 2030 eine entscheidende Rolle zu. Denn ihnen kommen in wichtigen Bereichen nachhaltiger Entwicklung die Rechtsetzungs- und Verwaltungskompetenzen zu. Hier finden Sie die Nachhaltigkeitsprofile der einzelnen Bundesländer.
Baden-Württemberg
| Nachhaltigkeitsstrategie | Die Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg startete 2007 und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Die Nachhaltigkeitsstrategie wird als Querschnittsaufgabe mit klaren und nachprüfbaren Zielen verstanden. Nachhaltigkeit soll zum zentralen Entscheidungskriterium des Regierungs- und Verwaltungshandelns werden. |
|---|---|
| Leitbild / Schwerpunkte | „Nachhaltig handeln“ wird immer mehr zum Markenzeichen Baden-Württembergs. Die baden-württembergische Nachhaltigkeitsstrategie konzentriert sich auf fünf zentrale Schwerpunktthemen:
Die Umsetzung erfolgt in Aktionsprogrammen. |
| Federführendes Ressort | Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, Volker Wehle, Tel.: 0049-(0)711-126-2662, volker.wehle@um.bwl.de |
| Institutionelle Verankerung | Beirat der Landesregierung für nachhaltige Entwicklung |
| Vertikale Integration | Einbeziehung wichtiger Zielgruppen durch Zielgruppeninitiativen:
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| Indikatoren / Ziele | Zur Erfassung des Status quo der nachhaltigen Entwicklung im Land wurden Indikatoren entwickelt. Dabei wurde auch die Vergleichbarkeit mit Indikatoren anderer Bundesländer sowie der Bundesebene berücksichtigt. Die Sustainable Development Goals (SDGs) werden in die Nachhaltigkeitsziele integriert. In einigen Punkten geht das baden-württembergische Zielesystem in über die SDGs hinaus. Diese höheren Anforderungen werden beibehalten. Der erste Indikatorenbericht der Landesregierung wurde im Oktober 2014 veröffentlicht. Darüber hinaus wurden Herausforderungen, Leitsätze und Ziele einer nachhaltigen Entwicklung definiert. Die Ziele werden mit messbaren Kennzahlen unterlegt, sodass Aussagen über Veränderungen möglich werden. Die Ressorts legen in Nachhaltigkeitsberichten regelmäßig dar, welche Maßnahmen zur Erreichung der Ziele nachhaltiger Entwicklung durchgeführt wurden. |
| Sonstige Anmerkungen / Aktivitäten |
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| Weitere Informationen | Nachhaltig handeln - Baden-Württemberg Aktionsprogramme Beirat der Landesregierung für nachhaltige Entwicklung Kommunale Initiative – Nachhaltigkeit konkret Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit Jugendinitiative - mitreden, mitgestalten Bildung für nachhaltige Entwicklung Indikatoren – Das Nachhaltigkeitsmessinstrument Nachhaltigkeitsberichte Nachhaltige Beschaffung Nachhaltigkeitsprüfung in Baden-Württemberg Nachhaltigkeitstage Baden-Württemberg Nachhaltigkeits-Netzwerk |
Stand: 06. September 2016
Bayern
| Nachhaltigkeitsstrategie | Für ein nachhaltiges Bayern – Bayerische Nachhaltigkeitsstrategie Stand 2022. Die Strategie verankert und dokumentiert das Nachhaltigkeitsprinzip als Leitbild und Grundlage des politischen Handelns der Staatsregierung und soll kontinuierlich weiterentwickelt werden, mindestens 1x pro Legislaturperiode. |
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| Leitbild / Schwerpunkte | Die Strategie konkretisiert landesspezifische Herausforderungen und Beiträge der Staatsregierung zur Umsetzung der UN-Agenda 2030. Sie benennt und verdeutlicht ressort- und themenübergreifend Handlungsschwerpunkte der bayerischen Nachhaltigkeitspolitik. Ziele und Maßnahmen sind nunmehr 1:1 an den SDGs ausgerichtet. |
| Federführendes Ressort | Die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie liegt in der Verantwortung der jeweils fachlich betroffenen Ressorts (Querschnittsaufgabe). Die Federführung bei der Erarbeitung und Koordinierung der Strategie liegt beim Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz. |
| Institutionelle Verankerung | Interministerielle Arbeitsgruppe |
| Vertikale Integration | Dialog und Unterstützung kommunaler Akteure über das Zentrum für Nachhaltige Kommunalentwicklung |
| Indikatoren / Ziele | Ziele und Indikatoren für den überwiegenden Teil der SDGs. Indikatorenbericht des Landesamts für Statistik zur Nachhaltigen Entwicklung in Bayern. |
| Sonstige Anmerkungen / Aktivitäten | In die Fortschreibung der Bayerischen Nachhaltigkeitsstrategie 2022 sind u.a. die Ergebnisse des Bürgergutachtens „2030.Bayern. Deine Zukunft“ mit eingeflossen. |
| Weitere Informationen | Bayerische Nachhaltigkeitsstrategie |
Stand: 03. Mai 2022
Brandenburg
| Nachhaltigkeitsstrategie | Die erste Landesnachhaltigkeitsstrategie (LNHS) wurde im April 2014 von der Landesregierung beschlossen. Im Mai 2019 wurde die LNHS fortgeschrieben. Die Fortschreibung aktualisiert und untersetzt die Strategie aus dem Jahr 2014 unter Ausrichtung an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDGs). Die LNHS soll in der 7. Legislaturperiode unter Federführung der Staatskanzlei weiterentwickelt werden. In dem Zusammenhang soll die Ausrichtung an den 17 globalen SDGs fortgesetzt und intensiviert werden. Zur Beschreibung der methodischen Vorgehensweise bei der Weiterentwicklung hat das Kabinett am 24. Mai 2022 ein entsprechendes Eckpunktepapier beschlossen. |
|---|---|
| Leitbild / Schwerpunkte | Ziel der LNHS 2014 und ihrer Fortschreibung 2019 ist, in Orientierung am Prinzip der Nachhaltigkeit unter den spezifischen Bedingungen Brandenburgs und unter Berücksichtigung globaler Trends die Entwicklungspotenziale des Landes zu sichern und den Nachhaltigkeitsgedanken noch stärker in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu verankern. Die breite Beteiligung der relevanten Akteure und gesellschaftlichen Gruppen an der Aufstellung, Umsetzung und Fortschreibung der Strategie ist zentrales Prinzip. Fünf Handlungsfelder bilden die Schwerpunkte:
Mit der anstehenden Weiterentwicklung der LNHS wird an der oben genannten Zielstellung grundsätzlich festgehalten. Welche (ggf. ab-weichenden oder ergänzenden) Schwerpunkte ihr zugrunde gelegt werden, wird im weiteren Arbeitsprozess ermittelt. |
| Federführendes Ressort | Für Nachhaltigkeitsstrategie und Nachhaltigkeitsbeirat: Staatskanzlei des Landes Brandenburg Referat 41 Regierungsplanung, Koordinierung Hauptstadtregion und Regionalentwicklung Frau Leonie Eilers, Tel.: 0049 (0)331 866 1295 Leonie.Eilers[at]stk.brandenburg.de Frau Dagmar Kurras, Tel.: 0049 (0)331 866 1032 Dagmar.Kurras[at]stk.brandenburg.de Für Nachhaltige Entwicklung allgemein: Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz, Abteilung Umwelt, Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Referat Klimapolitik, Nachhaltigkeit, Biomasse Dr. Martin Pohlmann, Tel.: 0049 (0)331 866 7923 Martin.pohlmann[at]mluk.brandenburg.de Franziska Linz, Tel.: 0049 (0)331 866 7355 Franziska.linz[at]mluk.brandenburg.de Johannes Lobinger, Tel.: 0049 (0)331 866 7924 Johannes.lobinger[at]mluk.brandenburg.de NachhaltigeEntwicklung[at]MLUK.Brandenburg.de Für Bildung für Nachhaltige Entwicklung: Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz, Abteilung Naturschutz Godehard Vagedes, Tel.: 0049 (0)331 866 7533 Godehard.vagedes[at]mluk.brandenburg.de Kerstin Trick, Tel.: 0049 (0)331 866 7531 Kerstin.trick[at]mluk.brandenburg.de |
| Institutionelle Verankerung |
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| Vertikale Integration | Der Städte- und Gemeindebund beteiligte sich am Dialogverfahren zur LNHS 2014. In dem Projekt „Global nachhaltige Kommune Brandenburg“ (umgesetzt von der SKEW) werden einzelne Städte, Gemeinden und Landkreise bei der strategischen Verankerung ihrer globalen Nachhaltigkeitsziele hin zu kommunalen Nachhaltigkeitskonzepten unterstützt. Die Landesregierung steht über den Stakeholder/-innenbeirat dem Prozess beratend zur Seite. |
| Indikatoren / Ziele | Zur Umsetzung der SDGs definiert die LNHS-Fortschreibung 33 Landesziele, die den Erfordernissen der Fachpolitiken und den Erwartungen der Zivilgesellschaft entsprechen. Den Zielen ist ein Set von 38 Indikatoren zugeordnet. |
| Sonstige Anmerkungen / Aktivitäten | Als Beitrag zu der globalen und entwicklungspolitischen Dimension von Nachhaltigkeit werden weitere Aktivitäten in Verantwortung der zuständigen Ressorts der Landesregierung durchgeführt. Handlungsgrundlage sind hierbei die „Entwicklungspolitischen Leitlinien der Landesregierung“ als Fachstrategie unter dem Dach der Nachhaltigkeitsstrategie. Die Landesregierung hat Wettbewerbe für Nachhaltigkeitsprojekte unter dem Motto „Natürlich. Nachhaltig. Wir in Brandenburg“ ausgelobt. Zuletzt wurde der Nachhaltigkeitspreis 2019 im Rahmen des Wettbewerbs Baukultur gemeinsam vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz sowie vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung vergeben und honoriert besonders gut gelungene Beispiele in allen drei brandenburgischen UNESCO-Biosphärenreservaten. Seit 2019 existiert die vom Land finanzierte Servicestelle BNE, die die BNE-Aktiven weiterbildet, vernetzt und seit 2020 kostenlos zertifiziert. Eine unabhängige Zertifizierungskommission wurde einberufen, die über die Vergabe der Zertifikate entscheidet. Sie besteht aus Vertreterinnen und Vertretern aller für Brandenburg wichtigen BNE-Expertinnen und –Experten. Der jährliche Runde Tisch BNE widmete sich 2021 dem Thema Kommunen, in 2022 wird er sich mit BNE in Unternehmen beschäftigen. Derzeit wird die neue EU-Förderperiode vorbereitet. Umweltbewusstseinsbildung soll wieder Bestandteil der Förderung werden. Im Rahmen der ELER-Förderung konnten in der laufenden Förderperiode ca. 9 Mio. Euro an Vorhaben der Umweltbewusstseinsbildung ausgereicht werden. |
| Weitere Informationen | Nachhaltigkeit im Land Brandenburg Plattform für Nachhaltigkeitsinitiativen in Brandenburg Ziele und Indikatoren der Nachhaltigen Entwicklung Brandenburgs Qualifizierung in der Bildung für nachhaltige Entwicklung Brandenburg macht BNE – gemeinsam Bildung besser machen |
Stand: 14. Juli 2022
Bremen
| Nachhaltigkeitsstrategie | Bremen erstellt seit 2021 alle zwei Jahre einen Bericht über den Stand der Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs). Dieser Bericht, sowie die künftig daraus abgeleiteten Ziele, ersetzen die Nachhaltigkeitsstrategie. Die Koordinierung obliegt der Senatskanzlei. Die Ziele der Agenda 2030 und die 17 SDGs werden dezentral in den einzelnen Senatsressorts verfolgt. |
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| Leitbild / Schwerpunkte | Fachstrategien und -programme orientieren sich an den SDGs, so beispielsweise die Entwicklungspolitischen Leitlinien Bremens. Ein Schwerpunkt liegt im Bereich Klimaschutz und -anpassung. Der Abschlussbericht der Klimaschutz-Enquête-Kommission formuliert für das Land Bremen das Ziel, bis 2038 Klimaneutralität zu erreichen. |
| Federführendes Ressort | Senatskanzlei Bremen Referat 32, Frau Stephanie Klotz, Tel: 0049(0)421 361 10135 stephanie.klotz[at]sk.bremen.de Referat 25, Herr Thomas Kristen, Tel: 0049(0)421 361 6370 thomas.kristen[at]sk.bremen.de |
| Institutionelle Verankerung | Senatskanzlei Bremen |
| Vertikale Integration | entfällt, Bremen ist auch Kommune |
| Indikatoren / Ziele | Im Bremer SDG-Bericht werden Indikatoren zu allen 17 UN-Nachhaltigkeitszielen und den zugehörigen Unterzielen erhoben. |
| Sonstige Anmerkungen / Aktivitäten | Der Bremer Senat hat im Jahr 2022 die „Klimaschutzstrategie 2038“ für das Land beschlossen. Das Ziel ist die Erreichung von Netto-Null-CO2-Emissionen durch eine umfassende Dekarbonisierung der Wärmeversorgung, Mobilität und Wirtschaft. |
| Weitere Informationen | Die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und Nachhaltiges Handeln in Bremen |
Stand: 24. Juli 2024
Hamburg
| Nachhaltigkeitsstrategie | Hamburg befindet sich aktuell im Entwicklungsprozess einer gesamtstädtischen Nachhaltigkeitsstrategie. Der erste Schritt ist eine von künstlicher Intelligenz gestützte Sachstandsanalyse auf Basis des Hamburger Transparenzportals. Die stadtweite Nachhaltigkeitsstrategie soll als Dachstrategie bereits beschlossene Hamburger Ziele mit Bezug zu den Sustainable Development Goals (SDG) der Vereinten Nationen zum Ausgangspunkt und zur Weiterentwicklung nehmen. Der erste Nachhaltigkeitsbericht von Hamburg informiert in Form eines Voluntary Local Reviews (freiwillige Berichterstattung zum lokalen Umsetzungsstand) bereits über Hamburger Ansätze zu jedem SDG und enthält 107 Indikatoren. Die stadtweite Nachhaltigkeitsstrategie soll ebenfalls genutzt werden, um die wirkungsorientierte Haushaltssteuerung im Bereich Nachhaltigkeit weiterzuentwickeln. |
|---|---|
| Leitbild / Schwerpunkte | Hamburg orientiert sich bei der Nachhaltigkeitsstrategie an den 17 Globalen Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals). Die natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft zu erhalten und allen Menschen ein Leben in Würde zu ermöglichen, ist maßgebendes Ziel für den Senat. Die Stadt Hamburg hat sich bereits 2017 zur Umsetzung der SDGs verpflichtet (Drs. 21/9700) und hat 2019 in einer Erklärung von Bund und Ländern bekräftigt, „Nachhaltige Entwicklung als Leitprinzip konsequent in allen Bereichen und Entscheidungen an(zu)wenden“. Im Koalitionsvertrag 2020 ist dieses Ziel und die Fortsetzung des behördenübergreifenden SDG-Arbeitskreises als Koordinationsgremium unter Federführung der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) verankert. Im Jahr 2024 haben die Regierungsfraktion einen Antrag beschlossen und den Senat beauftragt, eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie für die Stadt zu entwickeln. Hamburg wird für alle 17 Sustainable Development Goals eigene Schwerpunkte, Ziele und passende Indikatorensets erarbeiten. |
| Federführendes Ressort | Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft Stabsstelle Nachhaltigkeit Kerstin Bockhorn: kerstin.bockhorn[at]bukea.hamburg.de Priscilla Owosekun-Wilms: priscilla.owosekunwilms[at]bukea.hamburg.de Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft - hamburg.de |
| Institutionelle Verankerung | Behördenübergreifende Arbeitsgruppe SDG Die nachhaltige Entwicklung Hamburgs voranzubringen, ist eine ressortübergreifende Aufgabe. Hierbei soll Nachhaltigkeit in der ganzen Breite der SDGs integrativ in der Facharbeit der Ressorts verankert und angestrebt werden. Ein behördenübergreifender Arbeitskreis SDG fungiert hierbei als Koordinationsgremium, in dem alle Fachbehörden vertreten sind. Die Stabsstelle Nachhaltigkeit der BUKEA koordiniert diesen Prozess. Nachhaltigkeitsforum Hamburg (NFH) Das Nachhaltigkeitsforum Hamburg (NFH) wurde 2018 als zivilgesellschaftliches Gremium einberufen, um in Zusammenarbeit mit der BUKEA den SDG-Implementierungsprozess in Hamburg kritisch-konstruktiv zu begleiten. Das Nachhaltigkeitsforum ist ein Netzwerk aus 34 Mitgliedsorganisationen mit Vertreter*innen aus Umwelt- und Sozialverbänden, Wirtschaft, Kultur und Bildung. Das Forum arbeitet zu den drei thematischen Schwerpunkten der drei Säulen der Nachhaltigkeit (Soziales, Umwelt, Wirtschaft) sowie zu Querschnittsthemen wie Hamburgs globale Verantwortung, Gleichstellung, Korruptionsbekämpfung und Digitalisierung. |
| Vertikale Integration | entfällt, Hamburg ist zugleich Kommune |
| Indikatoren / Ziele | Im Juni 2023 hat Hamburg seinen ersten Nachhaltigkeitsbericht in Form eines Voluntary Local Reviews (VLR) veröffentlicht. Der Bericht zeigt anhand eines Sets von 107 Indikatoren und zahlreichen Praxisbeispielen die Fortschritte bei der Erreichung der 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Vereinten Nationen. Zukünftig soll der Bericht alle zwei Jahre aktualisiert werden, wobei die Indikatoren entsprechend der zu entwickelnden Nachhaltigkeitsstrategie und der Datenlage angepasst werden. Des Weiteren wurde zum klassischen Nachhaltigkeitsbericht das digitale SDG-Dashboard veröffentlicht. Das Dashboard ist in deutscher sowie englischer Version online verfügbar. Es visualisiert die Ziele und Indikatoren übersichtlich und ermöglicht der Öffentlichkeit einen schnellen und flexiblen Zugriff auf die Daten. Neben den klassischen Formaten wie PDF-Dateien und gedruckten Exemplaren, soll das Dashboard durch den direkten Anschluss an Datenquellen die Aktualität der Informationen sicherstellen und gleichzeitig das städtische Nachhaltigkeitsmonitoring den Mitarbeitenden als auch Bürger:innen zugänglich machen. |
| Sonstige Anmerkungen / Aktivitäten | keine |
| Weitere Informationen | Koordinierungsstelle Hamburger Masterplan BNE 2030 |
Stand: 22. Oktober 2023
Hessen
| Nachhaltigkeitsstrategie | "Lernen und Handeln für unsere Zukunft" Start: April 2008; Kabinettsbeschlüsse zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie. 2018 wurde das Thema Nachhaltigkeit auf Basis eines Volksentscheids in der Hessischen Verfassung (Artikel 26c) verankert. www.hessen-nachhaltig.de |
|---|---|
| Leitbild / Schwerpunkte | Die strategische und inhaltliche Ausgestaltung der Nachhaltigkeitsstrategie sowie die Erarbeitung der Schwerpunktthemen erfolgte von Anfang an in einem intensiven Dialog unter breiter Einbindung gesellschaftlicher Akteure. Initiale Phase: Die Themen der europäischen Nachhaltigkeitsstrategie bildeten 2008 die Grundlage für den Beginn eines breiten gesellschaftlichen Dialogs zur Festlegung inhaltlicher Schwerpunkte (Klimawandel und zukunftsfähige Energie, Erhaltung und Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen, Nachhaltige Mobilität, Bildung, Soziale Eingliederung, Demographie und Migration, Arbeit und Beschäftigung, Globale Herausforderungen, Nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion, Gesundheit und Ernährung, Staat und Verwaltung). Neuausrichtung der Strategie 2014: seither Bearbeitung von Schwerpunktthemen in Steuerungskreisen. 2014: "Nachhaltiger Konsum", "Biologische Vielfalt" und "Bildung für nachhaltige Entwicklung"; 2015 "Klimaschutz und Klimawandelanpassung"; 2016: Überarbeitung des Ziele- und Indikatoren-Sets in Anlehnung an die 17 Sustainable Development Goals (SDGs). 2018 wurde anlässlich des 10-jährigen Jubiläums eine „peer review“ der NHS durch ein externes Expertengremium durchgeführt. 2019 Gründung der „Initiative nachhaltiges Wirtschaften“ (WIN); Schwerpunkt „Klimakommunen“; 2019 Schwerpunkt „Leitbild“; 2020: Schwerpunkt „Nachhaltige Ernährung“ (bis 2023). 2024 Schwerpunkt „Jugend und Sport“. 2020: das Leitbild NHS mit 22 Leitsätzen wird veröffentlicht; 2022 inhaltliche Verschränkung mit der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (DNS) und den SDGs (Fortschrittsbericht 2022; Ergänzungsausgabe 2023 zum Fortschrittsbericht 2022) |
| Federführendes Ressort | Nachhaltige Entwicklung ist eine ressortübergreifende Querschnittsaufgabe unter Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten. Umsetzung in Einbindung aller Fachressorts. Hessische Staatskanzlei Wiesbaden Corinna Kohl, Tel.: 0049-(0)611/32113838, corinna.kohl@Stk.hessen.de Geschäftsstelle im Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat (Koordination) Monika Berger, Tel.: 0049-(0)611 815-1523, monika.berger@umwelt.hessen.de |
| Institutionelle Verankerung | Das „Hessische Bündnis für Nachhaltigkeit“ (HBN; bis 2019: Nachhaltigkeitskonferenz) unter Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten ist oberstes Entscheidungsgremium der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen. Führende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft diskutieren und entscheiden über Schwerpunkte und Ausrichtung der Nachhaltigkeitsstrategie sowie über Ziele und Projekte. Es tagt in der Regel einmal im Jahr. Mitglieder des Bündnisses für Nachhaltigkeit und weitere Akteure arbeiten in Steuerungskreisen zu den Schwerpunktthemen aktiv mit, bringen ihr Wissen und ihre Erfahrungen ein und begleiten die inhaltliche Ausgestaltung der Strategie. |
| Vertikale Integration | Runder Tisch "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE), Schwerpunkt Kommunen mit Bürgermeisterdialog, Einbindung in die „Klimakommunen“, Umsetzung eines Projekts im Rahmen des „Klimaplans“, Initiative für verantwortungsvolles nachhaltiges Wirtschaften (INW), Mitarbeit im Projekt CO2-neutralen Landesverwaltung, Klimakommunen, enge Zusammenarbeit mit Servicestelle Wirtschaftswandel im Hessischen Wirtschaftsministerium. |
| Indikatoren / Ziele | Der Status quo zu den Indikatoren (Zielerreichung) wird in einem „Fortschrittsbericht“ dokumentiert, der seit 2010 im zweijährigen Turnus erscheint (zuletzt: 2022). Seine Struktur orientiert sich an den 17 SDGs. In einem partizipativen Prozess erfolgte seit 2016 die Überarbeitung der Indikatoren und Ziele, um diese mit der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie und den SDGs zu synchronisieren. Ein Steuerungskreis "Ziele und Indikatoren" erarbeitete seit 2019 auf Grundlage der SDGs ein Leitbild mit 22 Leitsätzen zur NHS, das 2020 eingeführt wurde. Inhaltlich betreut den Fortschrittsbericht das Hessische Statistische Landesamt. In der aktuellen Ausgabe 2022 wurde das hessische Leitbild mit den SDGs synchronisiert, und die definierten hessischen Zielindikatoren (13) und Indikatoren (42) zugeordnet. Ende 2023 erschien eine Ergänzungsausgabe zum Fortschrittsbericht 2022, in dem 17 neue Indikatoren aufgeführt sind. Die nächste turnusmäßige Ausgabe – der Fortschrittsbericht 2024 – wird online veröffentlicht (Erscheinungstermin: Frühjahr 2025), um Ziele und Indikatoren einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. |
| Sonstige Anmerkungen / Aktivitäten | Intensive Einbindung der Öffentlichkeit durch ein breites Informations- und Aktionsangebot:
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| Weitere Informationen | Nachhaltigkeitsstrategie Hessen Unsere Schwerpunkte Nachhaltigkeitsgremien Ziele und Indikatoren der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen Hessischer „Tag der Nachhaltigkeit“ |
Stand: 24. Juli 2024
Niedersachsen
| Nachhaltigkeitsstrategie | Im Juni 2017 hat die Niedersächsische Landesregierung ihre „Nachhaltigkeitsstrategie für Niedersachsen“ beschlossen und veröffentlicht. Es war nach 2008 („Umweltgerechter Wohlstand für Generationen“) das zweite Strategiedokument dieser Art auf Landesebene. Die Nachhaltigkeitsstrategie soll dazu beitragen, das Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung durch Maßnahmenbeschreibungen und Zielformulierungen in konkretes, langfristiges und transparentes politisches Handeln zu übersetzen, um so schrittweise Diskrepanzen zwischen Leitbild und tatsächlicher Entwicklung zu schließen. Im September 2020 hat die Landesregierung den ersten Fortschrittsbericht zur Nachhaltigkeitsstrategie vorgelegt. Dieser konzentriert sich auf die Fortschreibung und Aktualisierung der Nachhaltigkeitsindikatoren und eine noch stärkere und systematischere Integration der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) in das Indikatorenset des Landes. Der Fortschrittsbericht folgt im Aufbau der Nachhaltigkeitsstrategie und in der Auswahl der Indikatoren inhaltlich der Agenda 2030 und den zugehörigen Nachhaltigkeitszielen. |
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| Leitbild / Schwerpunkte | 26 Handlungsfelder aus den Bereichen: wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, gesellschaftlicher Zusammenhalt und Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen. |
| Federführendes Ressort | Die Ministerien entwickeln die für eine nachhaltige Politik in ihren Geschäftsbereichen maßgeblichen Ziele, Indikatoren und zu behandelnden Schwerpunkte in Eigenverantwortung. Das Niedersächsische Umweltministerium koordiniert den Prozess und hat die von den Ressorts in ihren Politikfeldern entwickelten Ziele, Maßnahmen und Indikatoren zu der Nachhaltigkeitsstrategie für Niedersachsen zusammengeführt und setzt die Fortschreibung um. Federführung: Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz Herr Daniel Farnung Tel.: 0049 (0)511-120-3437 daniel.farnung[at]mu.niedersachsen.de |
| Institutionelle Verankerung | Die Fortschreibung und Aktualisierung der Nachhaltigkeitsindikatoren erfolgte in enger Abstimmung mit dem Niedersächsischen Rat für Nachhaltigkeit. Der Mitglieder des Rats, bestehend aus Repräsentantinnen und Repräsentanten von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, waren bis zum 31.12.2019 berufen. |
| Vertikale Integration | Parallel zur Erarbeitung des Fortschrittsberichts wurde die Phase der gesellschaftlichen Öffnung und Erweiterung der Regierungsposition unter gleichzeitiger Einbeziehung wichtiger Zielgruppen wie Kommunen und Wirtschaft durch Zielgruppeninitiativen eingeleitet Die Fortführung der erfolgreiche Kooperation mit den Wirtschaftsverbänden und dem DGB im Rahmen der „Niedersachsen Allianz für Nachhaltigkeit“ wurde im April 2021 mit den Partner für weiter 5 Jahre vereinbart, siehe Allianz für Nachhaltigkeit. Im September 2020 wurde auf der kommunalen Ebene ein Förderprojekt mit einer Tochter des dem Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes initiiert mit dem Ziel die Handlungsempfehlungen der Nachhaltigkeitsstrategie auf der kommunalen Ebene zu operationalisieren. Der inhaltliche Schwerpunkt richtet sich dabei auf die Einleitung von Regionalisierungs- und Kommunalisierungsprozessen in Zusammenarbeit mit den kommunalen Spitzenverbänden, der Leuphana Universität Lüneburg sowie der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN). Ziel ist die Realisierung von kommunalen Nachhaltigkeits-Modellprojekten, um gezielt integrierte Nachhaltigkeitsstrategien auf kommunaler Ebene umzusetzen. Damit soll der Nachhaltigkeitsgedanke in alle Handlungsfelder der kommunalen Ebene eingebracht und verstetigt werden. Die Auszeichnung der ersten Modellkommunen erfolgt beim kommunalen Umweltkongress am 29.11.2022 im Rahmen der RENN.nord Jahrestagung. |
| Indikatoren / Ziele | 60 Indikatoren der nachhaltigen Entwicklung wurden in Abstimmung aller Ressorts bei der Erstellung der Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt. Eine Vergleichbarkeit mit Indikatoren der Bundesebene sowie anderer Bundesländer ist soweit wie möglich berücksichtigt worden. Dem Landesamt für Statistik wurde die Bereitstellung, kontinuierliche Aktualisierung und Weiterentwicklung der für die Nachhaltigkeitsstrategie erforderlichen Indikatoren übertragen. Die Fortschreibung und Aktualisierung der Nachhaltigkeitsindikatoren erfolgte in enger Abstimmung mit dem Niedersächsischen Rat für Nachhaltigkeit. Die dort vorgeschlagenen Änderungen und Ergänzungen – 2 Indikatoren wurden nicht fortgeschrieben, 11 Indikatoren dafür neu aufgenommen – wurden im Fortschrittsbericht, der jetzt 69 Indikatoren umfasst, berücksichtigt. Die in dem Fortschrittsbericht 2020 aktualisierten und ergänzten Handlungsfelder, -ziele und Maßnahmen werden von der Landesregierung über konkrete Projekte und Initiativen umgesetzt werden. Der Fortschrittsbericht ist somit kein Abschluss, sondern der Leitfaden für die Fortsetzung einer dauerhaft nachhaltigen Politik in Niedersachsen. Die Strategie soll entsprechend weiterhin regelmäßig überprüft und fortgeschrieben werden, um veränderte gesellschaftliche Bedingungen und Umsetzungskonstellationen berücksichtigen zu können. Die nächste Fortschreibung ist für 2024 vorgesehen. |
| Sonstige Anmerkungen / Aktivitäten | Wissenschaftliche Begleitung dieser Prozesse durch die Leuphana-Universität Lüneburg, Fachrichtung Nachhaltigkeit. |
| Weitere Informationen | Nachhaltigkeitsstrategie für Niedersachsen Niedersachsen Allianz für Nachhaltigkeit |
Stand: 23. November 2022
Nordrhein-Westfalen
| Nachhaltigkeitsstrategie | Die erste Nachhaltigkeitsstrategie.NRW wurde am 16. Juni 2016 verabschiedet. Mit dem vorliegenden Entwurf liegt nach 2020 nun die zweite Fortschreibung der Strategie vor. Am 25. November 2025 hat das Landeskabinett den Entwurf der Nachhaltigkeitsstrategie.NRW 2026 „Leben in Nordrhein-Westfalen“ für die öffentliche Konsultation beschlossen. Die Strategie wurde gemeinsam von allen Ministerien der Landesregierung und in einem Dialog mit Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, u.a. bei den Nachhaltigkeitstagungen.NRW erarbeitet. Wesentliche Impulse setzte auch der Nachhaltigkeitsbeirat.NRW mit seiner Beratung und Impulspapieren. Inhaltlich greift die Landesregierung die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen und die in ihr enthaltenen 17 globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) auf und spitzt diese mit Blick auf spezifische Charakteristika, Stärken, Herausforderungen und Handlungsspielräume des Landes Nordrhein-Westfalen zu. |
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| Leitbild / Schwerpunkte | Mit dem Entwurf der Nachhaltigkeitsstrategie.NRW 2026 definiert das Land erstmals sechs Transformationsbereiche, in denen Fortschritte besonders relevant sind und die unmittelbar den Alltag der Menschen in NRW betreffen:
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| Federführendes Ressort | Die Umsetzung und Finanzierung der Festlegungen der Nachhaltigkeitsstrategie liegen in der Verantwortung der jeweils fachlich betroffenen Ministerinnen und Minister und ihrer Ressorts im Rahmen bereiter Mittel der Einzelpläne. Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV) koordiniert den Umsetzungsprozess. Zentrales Informationsportal der Landesregierung Nordrhein-Westfalen zur nachhaltigen Entwicklung in NRW www.nachhaltigkeit.nrw.de Referat VIII-B3 Koordination Nachhaltigkeitsstrategie.NRW, Nachhaltige Entwicklung, Nachhaltige Bioökonomie, Nachhaltige Finanzen Kontakt: nachhaltigkeit@munv.nrw.de Ansprechperson: Dr. Dorothea Morgenweg |
| Institutionelle Verankerung | Rückgrat der Nachhaltigkeitsarchitektur in NRW bildet die IMAG Nachhaltigkeitsstrategie, in der alle Ministerien und die Staatskanzlei vertreten sind und die regelmäßig gemeinsam die nächsten Schritte für die nachhaltige Entwicklung in NRW erörtert. Gemeinsam erarbeitet die IMAG fachliche Vorschläge für die Umsetzung der nachhaltigen Entwicklung, die z. B. über die Nachhaltigkeitsstrategie.NRW dann Eingang in das praktische Regierungshandeln und die Verwaltungsarbeit finden. Die Leitung und die Koordinierung der IMAG Nachhaltigkeitsstrategie in der Landesregierung obliegt dem Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr. Das Kabinett hat im September 2020 einen Nachhaltigkeitsbeirat.NRW eingesetzt, der die Landesregierung bei der Umsetzung, Evaluierung und Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie.NRW berät. Der Beirat wurde im April 2022 ernannt und besteht aus hochrangigen Persönlichkeiten aus Nordrhein-Westfalen, die repräsentativ für die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und wichtige Themenfelder der nachhaltigen Entwicklung in Nordrhein-Westfalen stehen. Der Nachhaltigkeitsbeirat.NRW soll dazu beitragen, die Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen. Im Oktober 2025 endete die erste Mandatsperiode und das Kabinett wird für die neue Mandatsperiode des Nachhaltigkeitsbeirats.NRW die neuen Mitglieder benennen. Um bei ihrer Arbeit die vielen fachlichen Fragen angemessen in die Beratungen einzubeziehen und gesellschaftlich ausgewogene Lösungen zu finden, bezieht die Landesregierung zudem immer wieder Fachleute sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der Gesellschaft in die Arbeit ein. Unterstützt wird die IMAG Nachhaltigkeitsstrategie daher regelmäßig durch eine Reihe von Partizipationsformaten, die nicht zuletzt von dem ehrenamtlichen Engagement der Mitglieder gestärkt und mit Förderung des koordinierenden Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW getragen werden:
Seit Ende 2016 gibt es eine Nachhaltigkeitsprüfung für Gesetze und Verordnungen, die sich an der (jeweils gültigen) Nachhaltigkeitsstrategie.NRW orientiert. |
| Vertikale Integration | Das koordinierende Ressort beteiligt zusammen mit dem Kooperationspartner LAG 21 NRW e.V. die Kommunen, u.a. über den Dialog Nachhaltige Kommunen und die Kommunalen Nachhaltigkeitstagungen NRW. Zur Unterstützung der Kommunen bei einem systematischen Nachhaltigkeitsmanagement, fördert das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW das Projekt „Prozesskette Nachhaltigkeit NRW“ der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. (LAG 21 NRW) mit einem Gesamtumfang von circa 1,6 Millionen Euro und einer Laufzeit von 2023 bis 2026. |
| Indikatoren / Ziele | Die konzeptionelle Grundlage des Zielsystems umfasst eine Analyse, in welchem Maß die Ziele der ersten Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie.NRW aus dem Jahr 2020 gegenwärtig noch relevant sind. Auch die 169 Unterziele der Agenda 2030 wurden daraufhin geprüft, ob sie im Hinblick auf Nordrhein-Westfalen und seine spezifischen Gegebenheiten als bevölkerungsreiches Industrieland sinnvoll anzuwenden sind. Weniger relevante oder auch bereits erreichte Ziele wurden zurückgestellt oder ersetzt, relevantere Ziele beibehalten oder an neue Anforderungen angepasst. Auch ganz neue Ziele wurden dabei aufgenommen. So entstand für den Entwurf der Nachhaltigkeitsstrategie.NRW 2026 ein Set aus rund 100 Zielen und Indikatoren. Ökologie, Wirtschaft und das soziale Miteinander finden dabei gleichermaßen Berücksichtigung. Seit Beginn an wird die Nachhaltigkeitsstrategie.NRW durch eine regelmäßige Nachhaltigkeitsberichterstattung ergänzt, die der Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) in Abstimmung mit allen betroffenen Ressorts auf Grundlage der Nachhaltigkeitsstrategie durchführt und über das Online-Portal Nachhaltigkeitsindikatoren veröffentlicht. Dieses Portal wird ab Januar 2026 überarbeitet. Bis zur Neuveröffentlichung finden Sie den aktualisierten Nachhaltigkeitsindikatorenbericht 2025 und viele weitere Informationen unter NRW2030: NRW2030 - Gemeinsam. Nachhaltig. Handeln. |
| Sonstige Anmerkungen / Aktivitäten | Nachhaltigkeitstagungen.NRW (ab 2012) Nachhaltigkeitsanleihen.NRW (ab 2015) Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW Wissenschaftliche Begleitforschung „NRW-Nachhaltigkeitsstrategie – wissenschaftliche Analyse zentraler Ansätze für eine wirkungsorientierte Umsetzung nachhaltiger Entwicklung in NRW“, Wuppertal Institut #MitmischenNRW - Jugendbeteiligung in der NRW-Nachhaltigkeitspolitik stärken, Germanwatch e.V. / Landesjugendring NRW e.V. Netzwerk Nachhaltige Landesverwaltung NRW |
| Weitere Informationen | Nachhaltigkeitstagungen.NRW (ab 2012) Nachhaltigkeitsanleihen.NRW (ab 2015 Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW Wissenschaftliche Begleitforschung „NRW-Nachhaltigkeitsstrategie – wissenschaftliche Analyse zentraler Ansätze für eine wirkungsorientierte Umsetzung nachhaltiger Entwicklung in NRW“, Wuppertal Institut #MitmischenNRW - Jugendbeteiligung in der NRW-Nachhaltigkeitspolitik stärken, Germanwatch e.V. / Landesjugendring NRW e.V. Netzwerk Nachhaltige Landesverwaltung NRW Landesportal: NRW2030 - Gemeinsam. Nachhaltig. Handeln Webportal: Nachhaltigkeitsindikatoren.NRW Kabinettbeschluss: Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie NRW 2024 Nachhaltigkeitsstrategie.NRW.2020 Aktualisierter Nachhaltigkeitsindikatorenbericht.NRW 2020 (2025) Nachhaltigkeitsindikatorenbericht.NRW.2020 Nachhaltigkeitsstrategie.NRW.2016 Nachhaltigkeitsindikatorenbericht.NRW.2016 |
Stand: 07. Januar 2026
Rheinland-Pfalz
| Nachhaltigkeitsstrategie | Landtagsbeschluss von 1999, daraufhin erste Nachhaltigkeitsstrategie 2001, weiterhin Fortschreibung 2003, 2005, 2007, 2011, 2015, 2019 sowie Indikatorenberichte 2009, 2013, 2017, 2021 |
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| Leitbild / Schwerpunkte | Agenda 21, Rio-Nachfolge-Prozess, 2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung (SDGs) |
| Federführendes Ressort | Staatskanzlei Rheinland-Pfalz Kontakt: Michael Frein Tel.: 0049 (0)6131-164742 michael.frein[at]stk.rlp.de Cornelia Luszick Tel.: 0049 (0)6131-165775 cornelia.luszick[at]stk.rlp.de |
| Institutionelle Verankerung | Es erfolgt eine regelmäßige Abstimmung in der Landesregierung auf Referentinnenebene/Referentenebene sowie ein Austausch mit interessierten gesellschaftlichen Gruppen und Institutionen. |
| Vertikale Integration | Die Verbindungen der Ziele der Nachhaltigkeitsstrategie Rheinland-Pfalz zu den globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) werden in der Nachhaltigkeitsstrategie Rheinland-Pfalz dargestellt. Die in der Nachhaltigkeitsstrategie Rheinland-Pfalz vorgenommene Einschätzung der Entwicklung mit Blick auf die Zielerreichung ist methodisch an die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie angelehnt. Die Kommunen in Rheinland-Pfalz werden, unter anderem in der Erarbeitung kommunaler Nachhaltigkeitsstrategien, durch Beratung und Begleitung von Landesseite aus unterstützt. |
| Indikatoren / Ziele | Die Indikatoren und Ziele sind in den jeweiligen Fortschreibungen und Indikatorenberichten der Nachhaltigkeitsstrategie enthalten. |
| Sonstige Anmerkungen / Aktivitäten | Weitere Aktivitäten, etwa im Bereich Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) oder Globale Verantwortung/Entwicklungspolitik, erfolgen in Verantwortung der zuständigen Ressorts. Informationen hierzu enthalten die Fortschreibung beziehungsweise der Indikatorenbericht der Nachhaltigkeitsstrategie. |
| Weitere Informationen | Nachhaltigkeitsstrategie Rheinland-Pfalz Bildung für Nachhaltige Entwicklung im Ministerium für Umwelt, Ernährung und Forsten Bildung für Nachhaltige Entwicklung im Ministerium für Bildung Indikatorenbericht 2021 Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau |
Stand: 8. November 2021
Saarland
| Nachhaltigkeitsstrategie | Die saarländische Nachhaltigkeitsstrategie „Gemeinsam Verantwortung tragen – für heute und morgen“ wurde am 13. Dezember 2016 im Ministerrat verabschiedet und am 17. Januar 2017 der Öffentlichkeit bzw. am 18. Januar 2017 als Regierungserklärung dem saarländischen Landtag vorgestellt. |
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| Leitbild / Schwerpunkte | Dem Dokument ging ein ungefähr zweijähriger Erarbeitungsprozess voraus, in welchem auch ein breit angelegter gesellschaftlicher Dialog durchgeführt wurde. Inhaltlich baut die Nachhaltigkeitsstrategie auf bereits etablierte Ideen, Strategien und Maßnahmen und noch geplante Vorhaben der Landesregierung auf. Die sechs Handlungsfelder, in denen in den nächsten Jahren die Schwerpunkte der saarländischen Nachhaltigkeitspolitik gelegt werden sollen, sind:
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| Federführendes Ressort | Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz Referat D/1 „Naturschutz, Nachhaltigkeit, Rechtsangelegenheiten der Abteilung“ RD Tim Otto Tel.: 0049 (0)681-501-4750 t.otto@umwelt.saarland.de RB Patrick Ginsbach Tel.: 0049 (0)681-501-3159 p.ginsbach@umwelt.saarland.de www.umwelt.saarland.de |
| Institutionelle Verankerung | Geschäftsstelle Nachhaltigkeitsstrategie im Ministerium für Umwelt und Arbeitsschutz. Interministerieller Koordinierungskreis Nachhaltigkeitsstrategie der saarländischen Landesregierung. Regelmäßige Nachhaltigkeitskonferenzen zu Schwerpunktthemen der Nachhaltigkeitsstrategie und Themen der Agenda 2030. |
| Vertikale Integration | Das Saarland war das erste Bundesland, das die Agenda 2030 mit ihren SDGs zur strukturellen Grundlage seiner Nachhaltigkeitsstrategie gemacht hat. Ebenso fand die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie Berücksichtigung. Im Rahmen des vom Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz kofinanzierten Projektes „Global Nachhaltige Kommunen im Saarland“ werden durch das Institut für Stoffstrommanagement am Umwelt-Campus Birkenfeld in 13 saarländischen Kommunen Nachhaltigkeitsstrategien erarbeitet - auf Grundlage der Agenda 2030 und der saarländischen Nachhaltigkeitsstrategie. |
| Indikatoren / Ziele | Das Land wendet das Indikatorenbündel der Länderinitiative Kernindikatoren (LIKI) an. Weitere Indikatoren werden im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie diskutiert, wenn auf Bundesebene ein neues Indikatorenset festgelegt wird. |
| Sonstige Anmerkungen / Aktivitäten | |
| Weitere Informationen | Internetportal "saarland.de" Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz Länderinitiative Kernindikatoren |
Stand: 27. Juli 2018
Sachsen
| Nachhaltigkeitsstrategie | Nachhaltigkeitsstrategie für den Freistaat Sachsen 2018 (Verabschiedung am 27. November 2018) Inhalte der Strategie sowie aktuelle Entwicklungen, Initiativen und Termine sind auf http://www.nachhaltigkeit.sachsen.de verfügbar. |
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| Leitbild / Schwerpunkte | Handlungsfelder:
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| Federführendes Ressort | Nachhaltigkeit ist eine ressortübergreifende Aufgabe, deren Umsetzung durch die Fachressorts erfolgt. Die Koordinierung liegt beim Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft: Herr Andreas Völlings Telefon 0351-564 22204 nachhaltigkeit@smul.sachsen.de Andreas.Voellings@smul.sachsen.de |
| Institutionelle Verankerung | Die Fachressorts setzen eigenverantwortlich die Nachhaltigkeitsziele der sie betreffenden Handlungsfelder um. Nachhaltigkeitspolitik zieht sich als eine komplexe Aufgabe quer durch die Themenbereiche aller Ministerien der Staatsregierung. Zur Koordinierung der Aktivitäten wurde eine Interministerielle Arbeitsgruppe (IMAG Nachhaltigkeit) eingerichtet. Ihr gehören neben Vertretern der Sächsischen Staatskanzlei und aller Ressorts auch Vertreter nachgeordneter Behörden an. |
| Vertikale Integration | Die Nachhaltigkeitsstrategie soll von der Sächsischen Staatsregierung unter Einbeziehung gesellschaftlich relevanter Akteure umgesetzt werden. |
| Indikatoren / Ziele | Die Handlungsfelder werden jeweils mit Nachhaltigkeitszielen und Nachhaltigkeitsindikatoren untersetzt. Die Indikatoren sollen ein Teil der erreichten Fortschritte, Rahmenbedingungen und komplexen Ursache-Wirkungs-Beziehungen in jedem Handlungsfeld messbar machen. |
| Sonstige Anmerkungen / Aktivitäten | Die Sächsische Staatsregierung hat im Jahr 2016 ihren erstmalig aufgelegten Nachhaltigkeitsbericht vorgestellt. Der Nachhaltigkeitsbericht wird einmal in der Legislaturperiode erstellt und nach der Kabinettsbefassung dem Sächsischen Landtag zugeleitet. |
| Weitere Informationen | Nachhaltigkeitsstrategie für den Freistaat Sachsen 2018 Pressemitteilung zur Verabschiedung der Nachhaltigkeitsstrategie 2018 Pressemitteilung: Staatsregierung legt ersten Nachhaltigkeitsbericht vor Sachsen hat Zukunft - Nachhaltigkeitsbericht 2016 |
Stand: März 2019
Sachsen-Anhalt
| Nachhaltigkeitsstrategie | "Gemeinsam für eine lebenswerte Zukunft – Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Sachsen-Anhalt – Bericht über Stand, Ziele, Maßnahmen, Dialog- und Kommunikationsprozesse sowie Überlegungen zur Fortführung des Nachhaltigkeitsprozesses/der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Sachsen-Anhalt" behandelt in der Kabinettssitzung am 15. März 2011, Zwischenbericht vom 6. Februar 2014 |
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| Leitbild / Schwerpunkte | Schwerpunkte unter anderem: - Demografischer Wandel - Finanzpolitik - Raumordnung und Landentwicklung - Stadtentwicklung, Entwicklung des ländlichen Raumes - Bildung und Wissenschaft - Gesundheit - Verkehrspolitik - Land- und Forstwirtschaft - Umwelt- und Naturschutz, Schutz der Biodiversität, - Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel - Hochwasserschutz - Wirtschaft und Arbeit - Bürgerschaftliches Engagement |
| Federführendes Ressort | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt (MLU), Referat 54 Frau Waltraud Schiemenz, Tel.: 0049 (0)391 567 1968; Waltraud.Schiemenz@mlu.sachsen-anhalt.de Frau Jutta Hartmann, Tel.: oo49 (0)391 567 3485; Jutta.Hartmann@mlu.sachsen-anhalt.de |
| Institutionelle Verankerung |
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| Vertikale Integration | Zur nachhaltigen Entwicklung in Kommunen, themenbezogen, u. a.
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| Indikatoren / Ziele | Präsentation auf der Homepage des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt seit 2006. Indikatorenbericht 2014 zur nachhaltigen Entwicklung des Landes Sachsen-Anhalt. |
| Sonstige Anmerkungen / Aktivitäten | Länder-Erfahrungsaustausch im Rahmen eines Projektes der Bertelsmann-Stiftung zu Nachhaltigkeitsstrategien, im Rahmen Bund-Länder-Erfahrungsaustausche zu nachhaltiger Entwicklung, BLAG KliNa, LIKI, auch temporär und themenbezogen u. a. im Rahmen von Veranstaltungen z. B.:
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| Weitere Informationen | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Nachhaltigkeitsstrategie in Sachsen-Anhalt Zwischenbericht vom 6. Februar 2014 |
Stand: 29. Juni 2015
Schleswig-Holstein
| Nachhaltigkeitsstrategie/ Landesentwicklungs- strategie SH 2030 | Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat sich bereits 2016 zu den UN-Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 bekannt und darauf verständigt, den Umsetzungsstatus der UN- Nachhaltigkeitsziele in Schleswig-Holstein mit einer Bestandsaufnahme zu den Tätigkeiten der Landesregierung zu prüfen. Schleswig-Holstein soll so im Sinne der Agenda 2030 der Vereinten Nationen nachhaltig weiterentwickelt werden und einen Beitrag zur nationalen und internationalen Zielerreichung leisten. Im Dezember 2018 wurden dazu insgesamt 75 Indikatoren festgelegt, anhand derer die nachhaltige Entwicklung gemessen werden soll. Bei der Auswahl würde auf die Vergleichbarkeit mit den Berichten von Bund und Ländern geachtet, sowie neben den hiesigen Auswirkungen auch globale Auswirkungen in den Blick genommen. Auf dieser Basis wurde der 1. Bericht Schleswig-Holsteins zu den UN-Nachhaltigkeitszielen vorgelegt, der im Juni 2020 veröffentlicht wurde. Eine Fortschrittsberichterstattung soll alle fünf Jahre erfolgen. |
| Leitbild / Schwerpunkte | Das schleswig-holsteinische Indikatoren-Set ordnet die UN-Nachhaltigkeitsziele acht übergreifenden politischen Handlungsfeldern zu: (1) Good Governance (2) Gesundes Leben (3) Bildung (4) Soziale Gerechtigkeit (5) Infrastruktur und Klimaschutz (6) Nachhaltiges Wirtschaften und Ressourcenschutz (7) Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen (8) Globale Verantwortung Sie führen die inhaltlichen Schwerpunkte der UN-Nachhaltigkeitsziele für ein entwickeltes Land zusammen und ermöglichen eine Fokussierung auf relevante Themen und Handlungsebenen. |
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| Federführendes Ressort | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND), Ref. 12Dennis Scheffler, Tel.: 0049 (0)431 988-7326, Dennis.Scheffler(at)mekun.landsh.de. Staatskanzlei Schleswig-Holstein Dr. Dirk Stangenberg, Tel.: 0049 (0)431 988-1741, dirk.stangenberg(at)stk.landsh.de und Sonja Zehle, Tel.: 0049 (0)431 988-1815, sonja.zehle(at)stk.landsh.de |
| Institutionelle Verankerung | Die Landesregierung hat eine interministerielle Projektgruppe für nachhaltige Entwicklung eingesetzt. |
| Vertikale Integration | |
| Indikatoren / Ziele | 1.Bericht Schleswig-Holsteins zu den UN-Nachhaltigkeitszielen |
| Sonstige Anmerkungen / Aktivitäten | Verabschiedung einer Landesstrategie Bildung für Nachhaltige Entwicklung in 2021. Informations- und Öffentlichkeitsarbeit des MEKUN (Fachtagungen, Kampagnen, Nachhaltigkeitspreis alle 2 Jahre (2023), nun (norddeutsch und nachhaltig)-Zertifizierung von außerschulischen Einrichtungen und Partner für Bildung für nachhaltige Entwicklung) zu Schwerpunktthemen der nachhaltigen Entwicklung in Kooperation mit externen Partnern, Unterstützung des RENN-Netzwerks für länderübergreifende Kooperationen, Vernetzung, fachliche Beratung und Öffentlichkeitsarbeit, Förderung des Eine Welt-Promotor*innen-Programms als Landesnetzwerk für Veranstaltungen und Fortbildungen zur Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsziele. Seit dem 1.November 2022 sind grundsätzlich alle Kabinettsvorlagen und Förderrichtlinien einer Nachhaltigkeitsprüfung zu unterziehen. Der Nachhaltigkeitscheck dient dazu, transparent zu machen, welche Handlungsfelder der nachhaltigen Entwicklung betroffen sind und ob sich das Vorhaben insgesamt positiv oder negativ auf die nachhaltige Entwicklung Schleswig-Holsteins auswirkt. |
| Weitere Informationen | Nachhaltige Entwicklung in Schleswig-Holstein |
Stand: 12. Juli 2023
Thüringen
| Nachhaltigkeitsstrategie | Die Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie 2018 (TNS) wurde vom Kabinett am 07. August 2018 verabschiedet. Zentrales Ziel ist die Integration der 17 internationalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Agenda 2030 sowie die Anknüpfung an die in der ersten Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie (2011) beschlossenen Ziele. Der Beirat zur Nachhaltigen Entwicklung in Thüringen sowie weitere gesellschaftliche Gruppen wurden bei der Fortschreibung einbezogen (u. a. Diskussion auf dem Thüringer Nachhaltigkeitsforum im Juni 2017 sowie auf einer Online-Plattform von November 2017 bis Januar 2018). Die TNS soll einmal pro Legislaturperiode fortgeschrieben werden. Ergänzend zur Strategie haben alle Thüringer Ministerien bereits im Frühjahr 2018 eigene Nachhaltigkeitspläne aufgestellt, die konkrete Ziele und Maßnahmen in den eigenen Verantwortungsbereichen benennen. Darüber hinaus werden Indikatoren und Termine zum Monitoring benannt. |
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| Leitbild / Schwerpunkte | Leitbild vorhanden (siehe Kapitel 1 der Strategie) Fünf Schwerpunktfelder:
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| Federführendes Ressort | Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz, Referat 41 "Umweltpolitik und Fachministerkonferenzen" Herr Andreas Maruschke, Tel: 49-(0)361-57 39 34 410 andreas.maruschke[at]tmuen.thueringen.de Referat 42 „Nachhaltigkeit“ Frau Dr. Corinna Weiß, Tel. 49-(0)361-57 39 34 420 corinna.weiss[at]tmuen.thueringen.de |
| Institutionelle Verankerung | Staatssekretärsarbeitsgruppe "Nachhaltige Entwicklung" (STS-AG "NE" – Vorsitz TMUEN) Interministerielle Arbeitsgruppe "Nachhaltige Entwicklung" (IMAG-NE – Vorsitz TMUEN) unter Beteiligung des Landesamtes für Statistik sowie des Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz Thüringer Nachhaltigkeitsbeirat Thüringer Nachhaltigkeitsforum als jährliche Plattformveranstaltung zum Austausch zwischen den Akteuren. |
| Vertikale Integration | Bürgermeisterdialog zur Nachhaltigen Kommunalentwicklung in Thüringen: Der Bürgermeisterdialog hat sich im Jahr 2013 gegründet, um nachhaltiges Handeln im kommunalen Wirkungsbereich zu stärken und sich in den verschiedenen Handlungsebenen im Freistaat Thüringen in den Diskurs für eine zukunftsfähige Entwicklung einzubringen. Der Bürgermeisterdialog arbeitet in enger Abstimmung mit dem Gemeinde- und Städtebund Thüringen. Als Sprecher des Bürgermeisterdialoges fungieren Bürgermeister Hans-Peter Perschke aus Schlöben sowie Christian Gerlitz, Bürgermeister und Dezernent für Stadtentwicklung und Umwelt aus Jena. Nachhaltigkeitszentrum Thüringen: Das landesweit tätige Nachhaltigkeitszentrum besteht seit 2011. Es wird getragen vom Verein „Zukunftsfähiges Thüringen“. Grundlage der Arbeit sind die Sustainable Development Goals (SDGs) sowie das UNESCO-Programm “BNE 2030“. Das NHZ trägt den Gedanken der Nachhaltigkeit in den kommunalen Alltag hinein und unterstützt den Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen vielfältigen lokalen und regionalen Initiativen und Akteuren. Es organisiert Dialogprozesse in Form von Regionalforen und Arbeitskreisen, erstellt Materialien und Publikationen. Wichtig ist die Zusammenarbeit mit Akteuren aus Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung sowie Wissenschaft im Sinne der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Thüringen. Das NHZ wird gefördert aus Mitteln des Landes. Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen: Besteht seit März 2004 als freiwillige Vereinbarung zwischen Thüringer Landesregierung und Thüringer Wirtschaft. Inzwischen hat sich das NAT als das größte Netzwerk des Freistaates etabliert, welches auf Freiwilligkeit beruht und von der Wirtschaft selbst organisiert wird. Es ist ein lebendiges Netzwerk von Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Das NAT führt Partner und Unternehmen zu Fragen des nachhaltigen Wirtschaftens zusammen. Alle am Bündnis Beteiligten eint das Grundverständnis einer nachhaltigen Entwicklung und der Wille, Verantwortung für die nächsten Generationen zu übernehmen. Derzeit gibt es 702 aktiv teilnehmende Unternehmen und Organisationen (Stand Frühjahr 2023). Regionale Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN): Die RENN.mitte-Partner in den Ländern Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden ein Netzwerk von kompetenten Akteuren und zivilgesellschaftlichen Organisationen, die sich seit vielen Jahren in ihren Bundesländern und darüber hinaus im Bereich nachhaltige Entwicklung engagieren und in verschiedenen Projekten erfolgreich zusammenarbeiten. Der Verein Zukunftsfähiges Thüringen e. V. wurde als Konsortialführer RENN.mitte ausgewählt. Landesarbeitsgemeinschaft Bildung für Nachhaltige Entwicklung (LAG BNE): Die LAG Bildung für nachhaltige Entwicklung Thüringen ist ein freiwilliger Zusammenschluss vielfältiger Akteur*innen von Bildung für nachhaltige Entwicklung und versteht sich als Interessenvertretung, Netzwerk und Unterstützer von Akteur*innen der BNE in Thüringen. |
| Indikatoren / Ziele | 33 Indikatoren mit Zielen Im Jahr 2019 wurde der seit 2011 geltende „Thüringer Indikatorensatz zur Nachhaltigen Entwicklung“ überarbeitet und ein neuer Satz mit 33 Hauptindikatoren verabschiedet. Bisher waren es 27 Indikatoren. Mit der Novellierung wurden auch einige weitere Nachhaltigkeitsindikatoren des Bundes übernommen, die dieser für eine Erhebung auf Länderebene empfohlen hatte und die eine teilweise Vergleichbarkeit der Bundesländer untereinander ermöglichen. Der dritte Indikatorenbericht zur Nachhaltigen Entwicklung wurde am 22.12.2020 veröffentlicht. Als Teil der Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie soll er in regelmäßigen Abständen fortgeschrieben werden. Derzeit wird am 4. Indikatorenbericht gearbeitet. |
| Sonstige Anmerkungen / Aktivitäten | Internetportal zur Nachhaltigen Entwicklung in Thüringen Das Portal bietet viele Antworten rund um das Thema Nachhaltigkeit. Die Angebote sind entsprechend der Zielgruppen oder der NE-Themen sortiert. Außerdem geben diese Seiten einen Überblick über die wesentlichen Nachhaltigkeitsakteure in Thüringen. Zusätzlich werden Nachhaltigkeitsaktivitäten aus den Thüringer Regionen vorgestellt. Thüringer Qualitätssiegel BNE Das Thüringer Qualitätssiegel BNE unterstützt die Qualitätsentwicklung, Sichtbarkeit und Wertschätzung von Angeboten der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Das Nachhaltigkeitszentrum Thüringen begleitet die Entwicklung des BNE-Zertifikats. Der Fachbeirat BNE-Zertifizierung und die Ministerien TMUEN sowie das TMBJS begleiten die Gestaltung und Umsetzung dieses Prozesses zur Qualitätsentwicklung. Insgesamt gibt es gegenwärtig 16 Träger des Qualitätssiegels. Thüringer Nachhaltigkeitsschulen Das Projekt Umweltschule in Europa wurde zur Thüringer Nachhaltigkeitsschule gemeinsam mit dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport und dem Naturschutzbund Deutschland, Landesverband Thüringen als nichtstaatlichem Kooperationspartnern weiterentwickelt. Ziel war die stärkere Ausrichtung auf die Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie. Gleichzeitig wurden die Projektzyklen von einem auf zwei Jahre verlängert, verschiedene Qualitätsstufen je nach Ambitionsniveau eingeführt sowie Sonderpreise auf der Grundlage der Entscheidung einer unabhängigen Jury vergeben. Für den Zeitraum 2020/2022 haben von 90 Schulen 80 Schulen den Prozess erfolgreich durchlaufen. Reparaturbonus Thüringerinnen und Thüringer, die ein kaputtes Haushalts-Elektro-gerät reparieren lassen, bekommen die Hälfte der Reparaturkosten erstattet – bis maximal 100 Euro pro Person und Kalenderjahr. Das Projektvolumen umfasste in 2022 1 Mio. Euro. Die Fortführung ist geplant, wenn die entsprechenden Haushaltsmittel vorhanden sind. Das Projekt wird mit der Thüringer Verbraucherzentrale als Kooperationspartner durchgeführt. Zehn grüne Schulhöfe für Thüringen Schulhöfe können als grüne Oasen wichtige Impulse für den Unterricht geben und die Sinne auf vielfältige Weise anregen. Gemeinsam haben das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) diese Idee weiterentwickelt und einen neuen Wettbewerb gestartet. Dessen Ziel ist es, Schulhöfe in grüne, soziale und attraktive Lebens- und Lernräume zu verwandeln. Besonderer Wert wird dabei auf die Themen Artenvielfalt, Klimawandel und Klimawandelanpassung sowie Bodenschutz gelegt. Jugendprojektfonds Nachhaltigkeit Der Jugendprojektfonds Nachhaltigkeit eröffnet Freiräume für von Jugendlichen eigenverantwortlich durchgeführte Projekte vor Ort, die ökologisch, sozial und/oder ökonomisch nachhaltig wirken im Sinne des Nationalen Aktionsplanes zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung. |
| Weitere Informationen | Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie 2018 3. Indikatorenbericht - Nachhaltigkeit in Thüringen Indikatorensatz zur Nachhaltigen Entwicklung in Thüringen |
Stand: 09. Mai 2023