- Pressemitteilung BKM - 46
- Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)
Staatsminister für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, besucht am Freitag und Samstag die Biennale in Venedig und war unter anderem im Deutschen, Ukrainischen und Israelischen Pavillon und hat dort mit Künstlerinnen und Künstlern gesprochen.
So hat Weimer am Freitagnachmittag auch den Israelischen Pavillon besucht und sagte danach: „Es ist wichtig, dass Deutschland auf der Biennale Solidarität mit Israel und israelischen Künstlern zeigt. Ich bin sehr beeindruckt gewesen von der Installation des Künstlers Belu-Simion Fainaru, der den israelischen Pavillon gestaltet hat.“
Fainaru darf nicht am Wettbewerb der Biennale teilnehmen. Weimer sagte dazu: “Belu-Simion Fainaru selbst sagte mir, er sei in Venedig völlig isoliert.“ Es sei traurig zu hören, dass es mit keinem Künstler oder Kurator auf der Biennale Interaktionen gäbe.
Belu-Simion Fainaru sagte nach der Begegnung: „Der Besuch des deutschen Kulturstaatsministers Wolfram Weimer bedeutet im gegenwärtigen Klima viel – nicht nur für mich als Künstler, der Israel bei der Biennale vertritt, sondern für jüdische und israelische Künstlerinnen und Künstler weltweit. Immer häufiger erleben sie Boykotte und Ausgrenzung, weil sie jüdisch sind oder aus Israel kommen. Gerade in einer Zeit, in der Dialog und Verständigung dringender denn je gebraucht werden, geraten selbst Orte wie die Biennale unter Druck – Orte, die internationale Begegnung und kulturellen Austausch ermöglichen. Der Besuch von Wolfram Weimer setzt hier ein wichtiges Zeichen.“
Zum Besuch des Deutschen Pavillons sagt Weimer: „Der Deutsche Pavillon hat mich sehr begeistert. Es ist zum ersten Mal eine grandiose künstlerische Aufarbeitung der deutschen Teilung und DDR-Geschichte. Unser Pavillon ist für mich eins der Highlights der diesjährigen Biennale. Der Pavillon ist auch ein Vermächtnis der Künstlerin Henrike Naumann, die im Februar nach kurzer schwerer Krankheit verstorben ist. Ihre kreative Arbeit bleibt unvergessen und es ist gut, dass Henrike Naumann zusammen mit der Künstlerin Sung Tieu den Pavillon noch vollenden konnte. Für mich sind beide herausragende Künstlerinnen. Mein besonderer Dank gilt der Generalsekretärin des Instituts für Auslandsbeziehungen, Gitte Zschoch, für die tolle Arbeit vor Ort.“
Zum ukrainischen Pavillon sagt Staatsminister Weimer:
„Die Ausstellung „Security Guarantees“ von Zhanna Kadyrova im ukrainischen Pavillon ist auch ein Überlebenszeichen der ukrainischen Kunst. Die Videoinstallation zeigt auf beeindruckende Weise die 6000 Kilometer lange Reise – auch durch von Russland besetztes Gebiet – bis nach Venedig. Es ist so wichtig, dass die Ukraine hier erlebt und gesehen werden kann. Die Biennale ist somit auch sichtbares Symbol der gelebten Kunstfreiheit.“