Bewusstsein für Rohstoffe stärken

Kabinett beschließt Rohstoffstrategie Bewusstsein für Rohstoffe stärken

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch die Rohstoffstrategie der Bundesregierung beschlossen. Mit der Fortschreibung der ersten Rohstoffstrategie aus dem Jahr 2010 soll die Rohstoffversorgung der Wirtschaft langfristig sichergestellt, ökologisch nachhaltig gestaltet und damit die industrielle Wertschöpfung gestärkt werden.

Foto zeigt einen Erzklumpen

Mineralische Rohstoffe sind die Basis der industriellen Wertschöpfung.

Foto: Getty Images/iStockphoto

Eine sichere, nachhaltige und verantwortungsvolle Rohstoffversorgung ist von großer Bedeutung für Deutschland als Industrie- und Exportstandort. Infolge des Technologiewandels - unter anderem aufgrund der Elektromobilität, der Energiewende und der Digitalisierung - kommt der Rohstoffpolitik eine entscheidende Rolle zu. Die Rohstoffstrategie soll auch dazu beitragen, ein verstärktes Bewusstsein für den Bedarf sowie die damit einhergehenden Herausforderungen für Mensch und Umwelt in der Gesellschaft zu entwickeln.

Effizienter Umgang mit Rohstoffen prioritär

Die insgesamt 17 Maßnahmen sollen Unternehmen bei einer sicheren, verantwortungsvollen und der Nachhaltigkeit verpflichteten Rohstoffversorgung unterstützen, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie zu stärken und durch einen effizienten Umgang mit Rohstoffen - unter anderem auch durch eine stärkere Kreislaufwirtschaft - den Einsatz von Primärrohstoffen möglichst niedrig zu halten.

Ziel der ersten Rohstoffstrategie

Mit der ersten Rohstoffstrategie hat die Bundesregierung 2010 den Handlungsrahmen gesetzt, um Unternehmen bei einem verantwortungsvollen, der Nachhaltigkeit verpflichteten Bezug von mineralischen Rohstoffen zu unterstützen. Die Strategie stand unter dem Leitmotiv, dass in erster Linie die Unternehmen verantwortlich sind, ihre Rohstoffversorgung sicherzustellen. Hauptaufgabe der Bundesregierung war die politische Flankierung. Heute sind Nachfrageveränderungen, Handelsstreitigkeiten, hohe Marktmacht Einzelner, gestiegene Anforderungen, sozial- und umweltgerechte Lieferketten sowie Garantie und Achtung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten beherrschendes Thema.