Rede von Bundeskanzler Merz bei der Übergabe des Weihnachtsbaumes der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e. V. am 28. November 2025 in Berlin

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Rede von Bundeskanzler Merz bei der Übergabe des Weihnachtsbaumes der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e. V. am 28. November 2025 in Berlin

Freitag, 28. November 2025 in Berlin

Liebe Kinder, Sängerinnen und Sänger und Mitwirkende des Vokalhelden-Kinderchors,

ganz herzlichen Dank! Das war wirklich großartig!

Meine Damen und Herren,

herzlich willkommen zu dieser schon traditionellen ersten Beleuchtung des Weihnachtsbaums vor dem Bundeskanzleramt!

(Unruhe)

‑ Die Kinder dürfen immer etwas sagen. Mein alter Grundsatz ist: Toben Sie nicht, wenn Kinder toben. Okay?

Ich freue mich sehr, dass ich Herrn Dr. Schulte-Ostermann aus dem Vorstand des Verbands Familienbetriebe Land und Forst begrüßen darf. Herr Dr. Schulte-Ostermann, herzlich willkommen!

Ich freue mich, dass ich Herrn Professor Bitter noch einmal begrüßen darf. Herzlichen Dank! Sie sind als Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände da.

Die Familie von Wrede habe ich schon gesehen, da und da und da! Meine Damen und Herren, das muss ich Ihnen erklären: Die kenne ich. Denn wir sind Sauerländer. Sie sind diejenigen, die den Baum mitgebracht haben. ‑ Herzlichen Dank! Es steht, wenn ich es richtig weiß, zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ein Weihnachtsbaum aus dem Sauerland vor dem deutschen Bundeskanzleramt. Ein Sauerländer sitzt im Kanzleramt, und ein Sauerländer Baum steht vor dem Kanzleramt, so haben wir uns das in diesem Jahr gedacht.

Übermorgen, am Sonntag, ist der erste Advent. Die Zeit beginnt, in der wir uns zusammen langsam auf Weihnachten einstimmen. Ich vermute, es wird dem einen oder anderen so gehen wie mir: Es fällt uns noch ein bisschen schwer. Das Wetter ist danach, aber wir sind noch gar nicht so richtig in Weihnachtsstimmung. ‑ Sie soll jetzt kommen, mit dem Weihnachtsbaum, den wir hier vor dem Bundeskanzleramt erstmalig aufgestellt sehen. Er ist auch schon illuminiert. Darüber freuen wir alle uns sehr. Er soll uns die nächsten Wochen auf Weihnachten einstimmen. Meine Damen und Herren, eine geschmückte Nordmanntanne.

Wir freuen uns, dass wir das heute machen können. Ich sage der Familie von Wrede, dem Waldbauernverband Nordrhein-Westfalen, den Waldeigentümern ganz herzlichen Dank, die es ermöglicht haben, dass diese Tradition heute hier fortgesetzt wird. Ich freue mich auch deshalb darüber, weil es mich natürlich auch ein bisschen an meine eigene Weihnachtszeit als Kind erinnert. Was haben wir nicht alles an großen Weihnachtsbäumen bewundert, wenn sie in unseren Städten auf den Marktplätzen und natürlich auch vor dem Bundeskanzleramt aufgestellt worden sind. Das war schon in Bonn so, und das ist natürlich richtigerweise auch in Berlin so geblieben.

Ich vermute, viele von Ihnen wissen nicht ‑ wisst ihr das? ‑, dass Deutschland eines der waldreichsten Länder der Welt ist. Was schätzt ihr, wie viel Fläche in Deutschland mit Wald bedeckt ist? Ich sage euch drei Zahlen: ein Viertel, ein Fünftel oder ein Drittel. ‑ Wie viel? Du!

(Zuruf: Ein Fünftel!)

‑ Ein Fünftel. Wer bietet mehr? Was sagst du?

(Zuruf: Ich biete mehr; ich sage ein Viertel!)

‑ Du sagst ein Viertel. Soll ich euch die Antwort geben?

(Zurufe: Ja!)

‑ Es ist ein Drittel. Ein Drittel der Fläche der Bundesrepublik Deutschland ist mit Wald bedeckt. Damit sind wir eines der waldreichsten Länder der Welt. Im Wald gehen wir spazieren und freuen uns über die Natur, aber im Wald arbeiten auch viele Menschen.

Jetzt mache ich noch einen Test mit euch. Wie viele Menschen arbeiten in Deutschland im Wald? 100000, 500000 oder eine Million? Du!

(Zuruf: Eine Million!)

‑ Eine Million, Bingo! Genau richtig getroffen! Es ist tatsächlich eine Million Menschen, die im Wald arbeitet und vom Wald lebt. Ich finde, das ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Meine Damen und Herren, jetzt wird es ernst. Deswegen haben wir uns auch so darum bemüht, dass die sogenannte Entwaldungsverordnung der Europäischen Union erstens um ein Jahr verschoben wird und zweitens so entschärft wird, dass sie uns wirklich keine zusätzlichen bürokratischen Lasten auferlegt. Eigentlich ist es überflüssig, für Deutschland eine solche Verordnung zu haben. Wir wollten eigentlich die Nullrisikoklasse für Deutschland. Das haben wir nicht hinbekommen. Aber wir haben einen Vorschlag in der Europäischen Union gemacht, und diesem deutschen Vorschlag, den wir im Bundeskabinett gemeinsam beschlossen haben, haben sich 24 Mitgliedstaaten der Europäischen Union angeschlossen, sodass wir ihn auch durchsetzen konnten. Das Europäische Parlament hat zugestimmt. Jetzt geht es noch in die letzte Beratung im sogenannten Trilogverfahren zwischen Rat, Parlament und Kommission. Aber wir können davon ausgehen, dass das so, wie das Europäische Parlament zugestimmt hat, auch beschlossen wird. Es war unser Vorschlag, und es war mein besonderer Wunsch, dass wir das hinbekommen, damit wir nicht zusätzliche Bürokratie für die Waldbesitzer in Deutschland schaffen, die einfach völlig überflüssig ist. Wir haben in Deutschland keinen Mangel an Wald. Wir haben im Gegenteil Waldbesitzer, Waldeigentümer, die verantwortungsvoll mit dem Wald umgehen. Ich möchte Ihnen auch bei einer solchen Gelegenheit einfach ganz herzlich dafür danken, dass Sie das so tun. Herzlichen Dank, dass Sie diese Arbeit machen und dass Sie mit dazu beitragen, dass wir ein so wunderschönes, waldreiches Land Bundesrepublik Deutschland sind!

Meine Damen und Herren, damit ist dem offiziellen Teil auch Genüge getan. Ich wollte dies gern sagen. Es wird Sie nicht wundern, wenn ich etwas hinzufüge: Ich freue mich, heute Abend zum ersten Mal seit jetzt zwei Wochen wieder nach Hause zu kommen. Raten Sie, wo ich morgen Nachmittag sein werde! ‑ Im Arnsberger Wald. Ich freue mich wirklich darauf. Denn das ist ein Teil meiner dringend notwendigen Erholung auch über das Wochenende.

In diesem Sinne noch einmal herzlich willkommen! Ich freue mich wirklich sehr, dass wir das machen können.

Euch noch einmal ganz herzlichen Dank! Ihr seid hier heute die Wichtigsten, nicht nur, weil ihr so schön singt, sondern weil wir das, was wir dort drüben im Deutschen Bundestag tun und was ich hier tue, nicht für uns tun, sondern für euch, damit ihr in Deutschland gut leben und ein gutes Leben in Deutschland haben könnt, eine gute Ausbildung habt und Freude habt, in Deutschland zu leben und zu arbeiten. Noch einmal ganz herzlich willkommen!

Meine Damen und Herren, von Ihnen allen für die Kinder noch einmal ein herzliches Dankeschön und einen großen Applaus!

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