Nachhaltigkeitsrat hat neuen Vorsitz gewählt

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Rat für Nachhaltige Entwicklung Nachhaltigkeitsrat hat neuen Vorsitz gewählt

Gerald H. Haug und Reiner Hoffmann (Stellvertreter) leiten den Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) an. Das ist bei der konstituierenden Sitzung beschlossen worden. Vor zwei Wochen hatte Bundeskanzler Merz acht neue Mitglieder in den Nachhaltigkeitsrat berufen. 

4 Min. Lesedauer

Mitglieder des Rates für Nachhaltige Entwicklung am Kabinettstisch im Kanzleramt.

Bei der konstituierenden Sitzung des Rates für Nachhaltige Entwicklung im Kanzleramt stand unter anderem die Wahl der Vorsitzenden an.

Foto: Bundesregierung/Sandra Steins

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) hat bei seiner konstituierenden Sitzung seinen Vorsitz gewählt: Gerald H. Haug ist Vorsitzender, sein Stellvertreter ist der bisherige Vorsitzende, Reiner Hoffmann. „Wir wollen deshalb das Profil der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie durch einen Aktionsplan mit ressortübergreifenden Missionen schärfen“, betonte Kanzleramtsminister Thorsten Frei bei der konstituierenden Sitzung des Rates für Nachhaltige Entwicklung in Berlin. Denn die Welt habe sich seit dem Beschluss der UN-Agenda 2030 vor gut zehn Jahren sehr stark gewandelt, so Frei. 

Nachhaltigkeit ganz praktisch

Um die nachhaltige Entwicklung voran zu bringen, seien gezielte Maßnahmen zu konkreten Verbesserungen in den Lebenswelten der Bürgerinnen und Bürger notwendig, so der Kanzleramtsminister und richtete an die Mitglieder des Nachhaltigkeitsrates: „Sie werden die Bundesregierung umfassend beraten und dazu beitragen, dass der Aktionsplan ein Erfolg wird. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Rat!“

Der Rat unterstützt die Bundesregierung in Fragen der nachhaltigen Entwicklung. Seine Mitglieder stehen für wirtschaftliche, ökologische, soziale oder globale Themenfelder.

15 Mitglieder gehören dem Rat an

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte am 28. Januar die turnusgemäße Neuberufung der Mitglieder des Nachhaltigkeitsrates bekanntgegeben. Dabei hob er hervor, dass die Bundesregierung sich mit der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie zu den Zielen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen bekenne. Die Strategie sei Richtschnur der Politik der Bundesregierung. Dem 15-köpfigen Rat gehören sechs Frauen und neun Männer an.

ChefBK Thorsten Frei mit den Mitgliedern des Rates für Nachhaltige Entwicklung 

Kanzleramtsminister Thorsten Frei mit den Mitgliedern des Rates für Nachhaltige Entwicklung 

Foto: Bundesregierung / Steins

Erstmals in den Rat berufen wurden:

  • Prof. Dr. Stefan Bayer: German Institute for Defence and Strategic Studies, Hamburg; Forschungsschwerpunkte Militärökonomie und Klimaschutzökonomie
  • Gräfin Bettina Bernadotte af Wisborg: Langjährige Geschäftsführerin der Mainau GmbH
  • Carolin Boßmeyer: Senior Manager Government Affairs, Heidelberg Materials
  • Prof. Dr. Fatma Deniz: Designierte Präsidentin TU Berlin; Expertin KI und Große Sprachmodelle
  • Prof. Dr. Gerald H. Haug: Geowissenschaftler, Paläoklimatologe; Ehemaliger Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • Thomas Kufen: Oberbürgermeister der Stadt Essen; Essen war 2017 „Grüne Hauptstadt Europas“
  • Dr. Katrin Leonhardt: Vorstandsvorsitzende der Sächsischen Aufbaubank; 2022-2025: Mitglied im Sustainable Finance-Beirat der Bundesregierung
  • Achim Steiner: Vorsitzender der Hamburg Sustainability Conference (HSC); 2017-2025 Leiter des UN-Entwicklungsprogramms (UNDP)

Erneut berufen wurden:

  • Tanja Gönner: Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e.V. (BDI), Ratsmitglied seit Januar 2023
  • Reiner Hoffmann: Ehemaliger Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes; SDG-Botschafter für gute Arbeit des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ); Ratsmitglied seit Januar 2023
  • Prof. Dr. Mark Lawrence: Wissenschaftlicher Direktor Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit – Helmholtz-Zentrum Potsdam (RIFS); Ratsmitglied seit Januar 2023
  • Prof. Dr. Kai Niebert: Präsident Deutscher Naturschutzring e.V. (DNR); Ratsmitglied seit Januar 2023
  • Hubertus Paetow: Präsident Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG e.V.); Ratsmitglied seit Januar 2020
  • Dr. Myriam Rapior: Bundesvorständin Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND e.V.); Ratsmitglied seit Januar 2023
  • Werner Schnappauf: Rechtsanwalt und Berater, Staatsminister a.D.; Ratsmitglied seit November 2016

Aufgaben des Rates für Nachhaltige Entwicklung

Der RNE ist fachlich unabhängig. Er berät die Bundesregierung und trägt das Thema Nachhaltigkeit auch in Gesellschaft und Öffentlichkeit hinein – zuletzt durch Empfehlungen für eine klimafreundliche und sozial gerechte Wärmeversorgung

In einer weiteren Stellungnahme plädiert der RNE für Nachhaltigkeit als strategische Antwort auf die wichtigsten Zukunftsfragen . Das umfasse die Verteidigungsfähigkeit, widerstandsfähige Lieferketten und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland und Europa.

Der Rat unterstützt zudem die Bundesregierung bei der Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie und tut das auch aktuell bei den Vorbereitungen zum Aktionsplan, der auf der Grundlage der vergangenen Strategie von 2025 erarbeitet werden soll. 

Rat betreut viele Projekte

Neben seiner Beratungstätigkeit für die Bundesregierung trägt der Rat Nachhaltigkeit mit verschiedenen Aktivitäten in die Gesellschaft. Der Rat führt mehrere eigene Projekte, mit denen Nachhaltigkeit vorangebracht wird. 

Beispiele sind: Unterstützung von Kommunen, z.B. beim Oberbürgermeisterdialog; Organisation der jährlich stattfindenden „Deutsche Aktionstage Nachhaltigkeit“; Vernetzung auf nationaler, internationaler und lokaler Ebene. Höhepunkt der Vernetzungstätigkeit ist die jährlich stattfindende Jahreskonferenz in Berlin.

Staat und Gesellschaft: Gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit

Der Rat rief 2022 im Auftrag von Bund und Ländern das Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit ins Leben. Ziel ist es, dass alle gesellschaftlichen Gruppen und alle staatlichen Ebenen bei der Umsetzung der 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung mitmachen. Seitdem können auf der Web-Plattform „Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit“ alle Aktivitäten zur nachhaltigen Entwicklung gebündelt werden. Seit dem 1. Januar 2025 ist Engagement Global für das Gemeinschaftswerk verantwortlich.