Partnerschaft mit besonderem Stellenwert

  • Bundesregierung | Startseite
  • Bundeskanzler

  • Schwerpunkte 

  • Bundesregierung

  • Aktuelles

  • Mediathek 

  • Service   

Pressekonferenz von Kanzler Merz und dem niederländischen Ministerpräsidenten Jetten Partnerschaft mit besonderem Stellenwert

Bundeskanzler Friedrich Merz lobte beim Antrittsbesuch des niederländischen Ministerpräsidenten Rob Jetten die umfassenden und starken Beziehungen der beiden Länder. Insbesondere angesichts der aktuellen geopolitischen Lage seien diese Verbindungen wichtig. 

  • Mitschrift Pressekonferenz
  • Montag, 16. März 2026
Bundeskanzler Friedrich Merz hat den niederländischen Ministerpräsidenten Jetten im Bundeskanzleramt empfangen.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat den niederländischen Ministerpräsidenten Rob Jetten zu dessen Antrittsbesuch im Bundeskanzleramt empfangen. 

Foto: Bundesregierung/Jesco Denzel

Der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten ist bereits in den ersten Wochen seiner Amtszeit zu seinem Antrittsbesuch nach Berlin gekommen. Für Bundeskanzler Friedrich Merz unterstreicht dieser Besuch die enge Partnerschaft zwischen Deutschland und den Niederlanden – bilateral, in der Europäischen Union und im Rahmen der NATO

Gemeinsam sollen zentrale Themen der europäischen Zusammenarbeit und Sicherheitspolitik weiter vorangebracht werden. „So gut wie die Zusammenarbeit in den letzten Jahren und Jahrzehnten war, so soll sie auch bleiben“, betonte Bundeskanzler Friedrich Merz in der Pressekonferenz. 

Das Wichtigste in Kürze:

  • Nachbarn und Partner: Deutschland und die Niederlande seien wirtschaftlich eng verflochten. „Unsere Partnerschaft erstreckt sich auch auf den Bereich der Energieversorgung. Das zahlt sich gerade jetzt in der Krise um den Iran aus“, sagte Kanzler Merz. Diese enge Verbindung präge auch die militärische Zusammenarbeit: Die deutschen Streitkräfte seien mit keinem anderen Land so eng verzahnt wie mit den Niederlanden, betonte der Bundeskanzler.
  • Geopolitik: Der Krieg in Iran müsse schnellstmöglich zu Ende gebracht werden. „Solange der Krieg andauert, werden wir uns daran nicht beteiligen, in der Straße von Hormus mit militärischen Mitteln eine freie Schifffahrt zu gewährleisten“, betonte Kanzler Merz. Dass die Hisbollah aufseiten Irans in den Kampf gegen Israel eingetreten ist, verurteilte der Bundeskanzler scharf. Zeitgleich warnte er vor den Folgen einer möglichen israelischen Bodenoffensive im Libanon. „Eine solche Offensive würde die ohnehin hoch angespannte humanitäre Lage und das dramatische Fluchtgeschehen weiter verschärfen“, sagte Merz.
  • Agenda für Europa: Beide Länder seien sich ebenfalls bei den zukünftigen Aufgaben der EU einig: Bereits beim Europäischen Rat am kommenden Donnerstag sollen entscheidende Punkte vorangebracht werden, insbesondere die Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit. Laut Kanzler Merz haben der zügige Abschluss einen einheitlichen Rechtsrahmens für den Binnenmarkt sowie die Verankerung der Wettbewerbsfähigkeit als Leitprinzip im nächsten mehrjährigen Finanzrahmen der EU für die Bundesregierung Priorität. 

Lesen Sie hier die Mitschrift der Pressekonferenz: 

(Die Protokollierung des fremdsprachlichen Teils erfolgte anhand der Simultandolmetschung.)

Bundeskanzler Friedrich Merz:

Meine Damen und Herren, herzlich willkommen. Ich freue mich sehr, dass ich heute den neuen Ministerpräsidenten unseres Nachbarn, der Niederlande, Ministerpräsident Rob Jetten, in Berlin willkommen heißen darf. Herzlich willkommen zum Antrittsbesuch in Berlin und einen ganz herzlichen Glückwunsch zur neuen Regierung in den Niederlanden!

Deutschland und die Niederlande sind enge Partner und Verbündete, gemeinsam Gründerstaaten der Europäischen Union, zusammen in der NATO. Ich kann nur sagen: So gut wie die Zusammenarbeit in den letzten Jahren und Jahrzehnten war, so soll sie auch bleiben – also auf gute weitere Zusammenarbeit!

Wir haben natürlich über die deutsch-niederländischen Beziehungen gesprochen. Die Niederlande sind für uns, für Deutschland, der drittgrößte Handelspartner, was viele gar nicht wissen. Nach Amerika und nach China sind die Niederlande der drittgrößte Handelspartner für Deutschland. Umgekehrt ist Deutschland der größte Abnehmer von Produkten aus den Niederlanden. Allein der Hafen in Rotterdam und der Transport über den Rhein sind unverzichtbare Lebensadern für die niederländische und für die deutsche Wirtschaft.

Unsere Partnerschaft erstreckt sich auch auf den Bereich der Energieversorgung. Das zahlt sich gerade jetzt in der Krise um den Iran aus. Der Bund, die Bundesrepublik Deutschland, wird Anteilseigner beim Netzbetreiber TenneT. Das hilft uns auch, den Netzausbau in Deutschland weiter voranzubringen. Das setzt einen Meilenstein für die Versorgungssicherheit und die Widerstandsfähigkeit der deutschen und der europäischen Energieinfrastruktur.

Wir wollen die Potenziale konventioneller Gasförderung nutzen. Dafür haben wir auch zusammen ein Abkommen auf den Weg gebracht. Wenn die letzte Genehmigung erteilt ist, dann werden wir auch eine gemeinsame Exploration in der Nordsee auf den Weg bringen.

Genauso wie wir wirtschaftlich eng verbunden sind, sind wir mit den Niederlanden militärisch so verzahnt wie mit keinem anderen Land. Im vergangenen Jahr haben wir das 30-jährige Jubiläum des Deutsch-Niederländischen Corps in Münster gefeiert. Unsere Verteidigungsminister arbeiten an der Aufstellung eines zweiten gemeinsamen Panzerbataillons.

Wir haben zudem mit Frankreich gemeinsam beschlossen, neue Wege in der nuklearen Abschreckung zu gehen. Hier haben wir erste Schritte auf einem Weg getan, der großes Potenzial in unsicheren Zeiten für unsere beiden Länder bereithält.

Wir werden schließlich am Donnerstag das erste Mal gemeinsam am Europäischen Rat in Brüssel teilnehmen. Wir wollen eine ambitionierte Agenda für mehr Wettbewerbsfähigkeit in der Europäischen Union umsetzen:

Wir wollen erstens den europäischen Binnenmarkt stärken, indem wir einheitliche Regeln, einen einheitlichen Rechtsrahmen, für unsere Unternehmen schaffen. Wir wollen dafür gemeinsam konkrete Ziele setzen.

Wir wollen zweitens beim Rückbau der Bürokratie für Unternehmen weiter und schneller vorankommen. Darüber sind wir uns auch einig. Danke sehr dafür, dass wir unter anderem gemeinsam dafür sorgen wollen, dass Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt werden. Gleiches gilt für den Bereich der künstlichen Intelligenz. Wir wollen unsere Regeln hierfür noch einmal verbessern und vor allem vereinfachen.

Schließlich, drittens, haben wir gemeinsame politische Prioritäten auch im nächsten mehrjährigen Finanzrahmen. Wir sind ja mittlerweile die kleine Gruppe der Nettozahler in der Europäischen Union; insofern haben wir hier auch gemeinsame Interessen.

Besonders dringlich ist heute, über den Krieg im Iran zu beraten. Ich will aus meiner Sicht vier Punkte hervorheben:

Erstens darf die Region nicht in einen ewigen Krieg mit unklaren Zielen hineinschlittern. Eine weitere Ausweitung der Kampfhandlungen brächte große Risiken für unsere Partner im Nahen Osten und in der gesamten Golfregion. Gleiches gälte bei einem Zusammenbruch der iranischen staatlichen Ordnung, der territorialen Integrität, der Staatlichkeit und der iranischen Wirtschaft.

Dieser Krieg muss deshalb schnellstmöglich und mit einem klaren Plan, mit einer Strategie, zu Ende gebracht werden. Ich will daran erinnern, dass am ersten Kriegstag Präsident Macron, Premierminister Starmer und ich erklärt haben: Wie die Vereinigten Staaten und Israel wollen wir ein Ende des iranischen Nuklear- und Raketenprogramms. Aber wir beteiligen uns nicht an diesem Krieg.

Das haben wir vom ersten Tag an gesagt. Dabei bleibt es für die Bundesregierung. Das heißt aber auch: Solange der Krieg andauert, werden wir uns daran nicht beteiligen, in der Straße von Hormus mit militärischen Mitteln eine freie Schifffahrt zu gewährleisten.

Bis heute ist uns auch kein Konzept bekannt, wie eine solche Operation überhaupt gelingen könnte. Es fehlt uns im Übrigen, das wissen Sie aber auch alle, ein nach dem Grundgesetz erforderliches Mandat der Vereinten Nationen, der Europäischen Union oder der NATO. Zu jedem Zeitpunkt war also klar, dieser Krieg ist nicht Angelegenheit der NATO. Generalsekretär Mark Rutte hat das bereits betont. Ich will mich dem ausdrücklich anschließen.

Die Vereinigten Staaten von Amerika und Israel haben uns vor diesem Krieg auch nicht konsultiert. Zu Iran hat es eine gemeinsame Entscheidung über das Ob nie gegeben. Deshalb stellt sich auch nicht die Frage, wie sich Deutschland hier militärisch einbringt. Wir werden es nicht tun.

Zweitens. Das heißt nicht, dass wir untätig sind – im Gegenteil. Präsident Trump hat vor zwei Wochen gebeten, im Sinne einer Lastenteilung die deutsche Präsenz an der Ost- und Nordflanke der NATO beizubehalten. Das tun wir, das tun wir aus voller Überzeugung, und wir legen auch nach. Ich habe das bei meinem Besuch am letzten Freitag in Norwegen auch unterstrichen. Es beteiligen sich im hohen Norden zurzeit 1.600 deutsche Soldaten an der NATO-Übung Cold Response.

Das trägt auch der strategischen Einsicht Rechnung, dass die Kriege in Iran und in der Ukraine miteinander verbunden sind. Russland verfolgt die Entwicklungen um den Iran natürlich mit großer Aufmerksamkeit. Russland wird jede Chance nutzen, die NATO zu testen und die Ukraine zu schwächen.

Deshalb war es nach unserer Auffassung falsch, dass Washington restriktive Maßnahmen gegen den Verkauf von russischem Öl gelockert hat. Wir werden diesen Weg nicht mitgehen. Wir werden den europäischen Sanktionsdruck auf Russland weiter erhöhen. Die Energiepreise lassen sich im Übrigen auch durch solche Zugeständnisse an Russland nicht nachhaltig senken; aber für die Ukraine ist dies ein schädliches und falsches Signal. Es geht auch zu Lasten unserer europäischen Sicherheit.

Drittens. Wir blicken sehr beunruhigt auf die Entwicklungen im Libanon. Wir verurteilen scharf, dass die Hisbollah jetzt aufseiten Irans in den Kampf gegen Israel eingetreten ist. Hisbollah muss sofort diese Angriffe beenden und die Waffen niederlegen. Wir unterstützen auch jede Anstrengung, die Gespräche zwischen Israel und Libanon in Gang setzen kann.

Wir fordern aber auch Israel auf, zivile Ziele und die UNIFIL-Mission der Vereinten Nationen nicht anzugreifen. Wir verfolgen mit ziemlicher Sorge die israelische Bodenoffensive. Eine solche Offensive würde die ohnehin hoch angespannte humanitäre Lage und das dramatische Fluchtgeschehen weiter verschärfen. Deshalb fordern wir unsere israelischen Freunde eindringlich auf: Schlagt diesen Weg nicht ein, es wäre ein Fehler. Wir sind uns auch hierüber einig mit unseren wichtigen Partnern in Europa.

Wir arbeiten schließlich viertens daran, die Auswirkungen des Krieges auf unsere Volkswirtschaften zu dämpfen. Deshalb haben wir im Rahmen der Internationalen Energieagentur in der letzten Woche Ölreserven freigegeben. Im Übrigen hat der norwegische Ministerpräsident mir in der letzten Woche noch einmal versichert, dass Norwegen die Kapazitäten, die es in der Ölförderung und in der Gasförderung hat, voll ausschöpfen wird und wir uns darauf auch weiter verlassen können. Im Übrigen werden wir in dieser Woche auch national weitere Maßnahmen auf den Weg bringen, unter anderem durch eine Änderung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen. Das wird bereits am Mittwoch Gegenstand der Kabinettsbeschlussfassung sein und dann auch sehr zügig dem Deutschen Bundestag zugeleitet werden.

Schließlich: Wir werden beim Europäischen Rat noch diese Woche bereden, welche weiteren realistischen Maßnahmen zur Energiepreisdämpfung es geben kann. Dafür gibt es Vorschläge der Kommission, die zurzeit in der finalen Abstimmung sind – auch heute im gesamten Laufe des Tages mit der Kommission, mit verschiedenen Mitgliedstaaten und eben auch mit unseren niederländischen Freunden.

Deswegen noch einmal sehr herzlichen Dank, lieber Rob, für den Besuch hier in Berlin! Ich kann es nur noch einmal sagen: Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit zwischen den Niederlanden und der Bundesrepublik Deutschland.

Ministerpräsident Rob Jetten:

(auf Deutsch) Vielen Dank, Friedrich, für den herzlichen Empfang hier in Berlin. Ich freue mich, dass wir uns so schnell nach meinem Amtsantritt treffen konnten, sogar noch vor dem Europäischen Rat – nicht nur, weil sich das für einen neuen Kollegen so gehört, sondern vor allem wegen des engen Verhältnisses zwischen unseren Ländern, das sich am besten mit dem Sprichwort beschreiben lässt: Gute Nachbarn brauchen keinen Zaun. Diese Verbundenheit ist gelebte Realität, vor allem in den Grenzregionen, wo viele Deutsche und Niederländer im Nachbarland arbeiten und soziale Kontakte haben. Viele sprechen auch buchstäblich die Sprache des Nachbarn. Ich habe das selbst erlebt, als ich in einem Dorf am Grenzen wohnte. Trotzdem ist es wohl besser, wenn ich jetzt auf Englisch fortfahre.

(auf Englisch) Vielen Dank für diesen sehr angenehmen Besuch heute in Berlin. Auch ich freue mich auf die enge Zusammenarbeit mit dir.

Der Bereich, in dem unsere engen Beziehungen besonders deutlich werden, ist der Bereich der Verteidigung. Seit drei Jahrzehnten arbeiten wir jetzt schon in dem Deutsch-Niederländischen Corps zusammen. Wir haben ein gemeinsames Panzerbataillon, das zum Schutz der Ostflanke der NATO beigetragen hat, und auch unsere Marine arbeitet eng zusammen. Durch unsere Zulieferer besteht eine enge Verbindung mit dem Produktionsökosystem in Nordrhein-Westfalen, einem der Pfeiler der rasch wachsenden europäischen Verteidigungsindustrie. Diese Verteidigungsehe – ja, das muss ich zugeben – war sicherlich zunächst eine Art Vernunft- bzw. Zweckgemeinschaft. Das hat uns aber sehr viele Erfahrungen vermittelt, die sich jetzt, wo die Sicherheit ganz oben auf der europäischen Agenda steht, als sehr wertvoll erwiesen haben. Es ist auch eine Blaupause dafür, wie Europa seine Eigenverteidigung innerhalb der NATO aufbauen kann – mit offenen Märkten, mehr Eigenfähigkeiten und weniger Abhängigkeiten von Äußeren Zulieferern. Das bleibt weiterhin eine hohe Priorität meiner Regierung, und ich freue mich auf die Fortführung unserer Zusammenarbeit – bilateral, aber auch innerhalb der EU.

Das Gleiche gilt für unsere Unterstützung der Ukraine. Unsere zwei Staaten sind ganz vorne bei der Unterstützung für die Ukraine, bilateral und auch im Rahmen der PURL-Initiative. Es geht darum, die notwendige Luftverteidigung sicherzustellen, die das Leben von so vielen Menschen rettet. Als ich Kiew besuchte, habe ich von so vielen gehört, dass sie dort so viel Gerät und Ausrüstungsgüter brauchen wie möglich, um die Bürger gegen den Angriff durch Russland und Putin zu schützen. Gemeinsam ist es uns gelungen, eine weitere Lieferung überlebenswichtiger Patriot-Raketen sicherzustellen. Es muss aber noch sehr viel mehr getan werden, um die Lasten gerechter zu verteilen und unsere Verteidigung europäischer gestalten. Die Ukraine kämpft ja auch einen Krieg für die Verteidigung der europäischen Werte, wenn ich das sagen darf.

Ich bin auch dankbar dafür, dass wir heute kurz Zeit hatten, um über die antisemitischen Anschläge zu sprechen, die sich am letzten Wochenende in den Niederlanden ereignet haben. Ich habe heute auch ein Gespräch mit der jüdischen Gemeinde über den wachsenden Antisemitismus in den Niederlanden geführt. Ich möchte hier klar und deutlich sagen, dass diese Art der Gewalt schockierend und inakzeptabel ist. Für die Niederlande und für Deutschland ist die Sicherheit der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger und der Schutz des jüdischen Lebens in Europa etwas, was unsere unbedingte Aufmerksamkeit verdient.

Ich habe hier auch gesagt, dass die Lage im Nahen Osten eine weitere Herausforderung darstellt, die unsere Aufmerksamkeit erfordert. Obwohl Europa nicht direkt Kriegspartei ist, sehen wir uns den Konsequenzen dieses Krieges ausgesetzt. Zunehmende Sicherheitsfragen für unsere Bündnispartner, potenzielle Migrationsströme und Preiserhöhungen sind eine Belastung für unsere öffentlichen Haushalte. Letzte Woche haben wir einen ersten Schritt eingeleitet, indem wir zur Beruhigung der Märkte Ölreserven freigegeben haben. Der Europäische Rat wird eine ausgezeichnete Gelegenheit bieten, um zu schauen, was wir noch tun können, um diese Auswirkungen auf unsere Gesellschaften zu beschränken.

Meine Botschaft wird aber folgende sein: Wir dürfen nicht zulassen, dass diese Anliegen, die kurzfristiger Natur sind, den Blick auf längerfristige Entwicklungen und Handlungsbedarfe verstellen. Darauf sollten wir uns in Brüssel konzentrieren: wie wichtig es ist, ein wettbewerbsfähiges Europa zu haben, unnötige Regeln und Hindernisse für den Binnenmarkt abzuschaffen, Innovation als eine Treibkraft für zukünftiges Wachstum zu stärken, die Energieabhängigkeit zu verringern, mehr Kapital für notwendige Investitionen zu mobilisieren und einen modernen Mehrjährigen Finanzrahmen zu schaffen, der die Prioritäten der EU widerspiegelt. Das sind alles Dinge, die uns dabei helfen werden, unsere Ziele zu erreichen. Wir wollen eine starke, selbstständige und eigenverantwortliche EU mit einer mächtigen Stimme in der Welt. Wir, die Niederlande, wollen gerne einen Beitrag dazu leisten, Europa voranzubringen und auch eine Stimme für positive Entwicklungen zu werden – nicht alleine, aber wir wollen mit unseren Nachbarn an diesem Ziel arbeiten.