- Pressemitteilung 339
- Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA)
Der Staatsminister für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, hat heute die Gewinnerin des Deutsch-Hebräischen Übersetzerpreises 2025 bekanntgegeben. Der deutsch-israelische Preis geht an Helene Seidler für ihre deutsche Übersetzung des Romans „Unter Freunden stirbt man nicht“ der israelischen Schriftstellerin Noa Yedlin. Damit folgt die diesjährige Preisträgerin auf Gundula Schiffer, die im Jahr 2022 für die Übersetzung des Romans „Sommernächte“ von Aharon Appelfeld ausgezeichnet wurde.
Der israelische Autor Ido Abravaya erhält vom israelischen Kulturministerium den Preis für seine hebräische Übersetzung des Romans „Der Abenteuerliche Simplicissimus“ von Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen. Der Deutsch-Hebräische Übersetzerpreis ist mit jeweils 10.000 Euro dotiert. Eine gemeinsame Verleihung ist für 2026 in Israel vorgesehen.
Staatsminister Weimer erklärte: „Übersetzerinnen und Übersetzer ermöglichen mit ihrer Kunst ein wechselseitiges Verstehen zwischen Kulturen. Sie verbinden nicht nur Sprachen, sondern sind auch Brückenbauer für internationale Beziehungen. Die Brücke zwischen Israel und Deutschland ist stark und stabil; in diesem Jahr feiern wir 60 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen unseren Ländern. Aus diesem Anlass würdigen wir heute einmal mehr die hervorragenden literarischen Leistungen von Übersetzerinnen und Übersetzern mit dem Deutsch-Hebräischen Übersetzerpreis.“
Der israelische Minister für Kultur und Sport, Miki Zohar, sagte: „Übersetzungen fungieren als lebendige Brücken, die Kulturen verbinden und einen tiefen, direkten Dialog ermöglichen. Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und Deutschland, messen wir der Zugänglichkeit unserer jeweiligen Literaturen und Mentalitäten große Bedeutung bei. Ich gratuliere Helene Seidler und Ido Abravaya zu ihrem einzigartigen Beitrag zur Vertiefung der Freundschaft zwischen unseren Nationen durch das geschriebene Wort.“
Der Deutsch-Hebräische Übersetzerpreis wurde 2015 anlässlich des 50. Jubiläums zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel als gemeinsame Initiative ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Sprach- und Interpretationskunst der Übersetzerinnen und Übersetzer in beiden Ländern sichtbar zu machen. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden jeweils von einer deutschen und einer israelischen Jury ausgewählt.
Projektträger auf deutscher Seite ist das Literarische Colloquium Berlin.
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