- Pressemitteilung BKM - 61
- Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)
Der Staatsminister für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, hat sich heute im Bundeskanzleramt mit Vertreterinnen und Vertretern der Musikbranche auf eine gemeinsame Zukunftsagenda für das Musikstreaming geeinigt. Dafür kamen zum ersten Mal alle Interessengruppen der Musikindustrie gemeinsam zusammen: Musiker wie Herbert Grönemeyer, Manager von Streamingdiensten und Musiklabels sowie Vertreter von Branchenverbänden.
Die Zukunftsagenda sieht vor, dass unter Moderation des BKM gemeinsam mit der Branche in einer neu eingerichteten „Taskforce Musikstreaming“ an passgenauen Lösungen für aktuelle Herausforderungen gearbeitet wird. Hierzu gehört auch, einen „Vergütungskompass“ einzuführen, der erstmals belastbare Daten für den deutschen Markt bereitstellt.
Kulturstaatsminister Weimer sagte vorab: „Kreatives Schaffen muss sich auch im digitalen Zeitalter lohnen. Die heute vereinbarte Zukunftsagenda eröffnet einen strukturierten Dialog über die Zukunft des Musikstreamings – insbesondere im Hinblick auf Fragen der Vergütung und Transparenz. Sie bildet den Auftakt für einen gemeinsamen Prozess, an dem zentrale Akteure des Musikstreaming-Marktes beteiligt sind. Wir werden diesen Prozess aktiv moderieren und darauf hinwirken, dass unterschiedliche Perspektiven zusammengeführt und tragfähige Lösungen entwickelt werden.“
Musikstreaming ist heute eine der zentralen Formen des Musikkonsums und gleichzeitig wichtiger Wachstumstreiber der Musikbranche. Mit seiner wirtschaftlichen Bedeutung rücken auch Fragen der Vergütung und Transparenz zunehmend in den Fokus.
Vor diesem Hintergrund lud Kulturstaatsminister Wolfram Weimer die Musikbranche zwischen Dezember 2025 und März 2026 zu drei Gesprächsrunden ein. Nun kommen erstmalig alle Akteurinnen und Akteure der Musikindustrie zusammen – darunter Künstlerinnen und Künstler, Vertreterinnen und Vertreter von Streamingdiensten, Labels und aus der Branche.
Zu den Teilnehmenden des Gipfels heute gehörten namhafte Künstlerinnen und Künstler wie Herbert Grönemeyer, Carolin Niemczyk und Daniel Grunenberg von Glasperlenspiel, sowie der Rapper, Songwriter und Produzent Maeckes. Ebenfalls vertreten waren PRO MUSIK e.V., die Akademie für populäre Musik und die Fair Share Initiative. Neben der GEMA, dem Verband Deutscher Musikverlage e.V. sowie dem Bundesverband Musikindustrie und dem Verband unabhängiger Musikunternehmer*innen nahmen auch Vertreterinnen und Vertreter der Universal Music Group, von Sony Music sowie von dem Label BMG an dem Termin teil. Vertreterinnen und Vertreter von Amazon Music, Apple Music, Spotify und YouTube Music sowie vom Branchenverband Bitkom waren ebenfalls anwesend, ebenso vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV).
Weitere Informationen zu diesem Thema sind unter www.kulturstaatsminister.de/zukunftsagenda-musikstreaming zu finden.