Polizeiliche Kriminalstatistik 2025
Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2025 zeigt einen Rückgang der erfassten Straftaten in Deutschland. Auch die Gewaltkriminalität ging zurück, einen Anstieg gab es dagegen bei Sexualdelikten. Finden Sie hier die Ergebnisse im Überblick.
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Innenminister Dobrindt hat gemeinsam mit dem IMK-Vorsitzenden Grote und BKA-Präsident Münch in Berlin die PKS 2025 vorgestellt.
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Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat am 20. April 2026 die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2025 vorgestellt. Zudem wurden die Ergebnisse der bundesweiten Dunkelfeldstudie „Sicherheit und Kriminalität in Deutschland 2024“ präsentiert. Laut der PKS hat die Polizei im Jahr 2025 rund 5,5 Millionen Straftaten registriert, was einem Rückgang von 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Auch die Zahl der Tatverdächtigen ist gesunken, um 5,9 Prozent auf ca. 2,05 Millionen.
Nichtdeutsche Tatverdächtige überrepräsentiert
Erstmals seit 2021 ist im Jahr 2025 die Zahl der Fälle von Gewaltkriminalität in Deutschland wieder leicht gesunken (-2,3 Prozent). Auch die Anzahl der Tatverdächtigen ging zurück (-2,6 Prozent), insbesondere die der tatverdächtigen Jugendlichen (-7,4 Prozent) und Zuwanderer (-7,2 Prozent). Dagegen stieg die Zahl der tatverdächtigen Kinder erneut an (+3,3 Prozent). Deutlich überrepräsentiert sind bei der Gewaltkriminalität weiterhin nichtdeutsche Tatverdächtige mit 42,9 Prozent.
Aus Sicht von Innenminister Dobrindt sei der Rückgang der Gewaltkriminalität zwar ein Anfang, aber kein Grund zur Entwarnung: „Entscheidend ist, dass sich Menschen im Alltag sicher fühlen. Dafür braucht es weitere Maßnahmen: Mit einem harten Aktionsplan gegen Organisierte Kriminalität, mit konsequenten Abschiebungen von Intensivtätern und mit klaren, unmissverständlichen Gesetzen zum Schutz unserer Polizistinnen und Polizisten.“
Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) dient der Beobachtung der Kriminalität und einzelner Deliktsarten. Sie gibt zudem Auskunft zur Zahl der Tatverdächtigen und Opfer sowie der Veränderung von Kriminalitätsquotienten wie Aufklärungsquote und Häufigkeitszahl. Darüber hinaus werden Veränderungen in der Kriminalitätsentwicklung abgebildet.
Zunahme der Sexualdelikte
Die Zahl der erfassten Sexualdelikte bleibt auf einem hohen Niveau. Ein signifikanter Anstieg ist bei Fällen von Vergewaltigung (+9,0 Prozent) zu verzeichnen. Hier sind die Fallzahlen seit 2018 um rund 72 Prozent gestiegen. Die Tatverdächtigen kommen überwiegend aus dem näheren Umfeld der Opfer und sind zu 98,6 Prozent männlich. Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen beträgt 38,5 Prozent und ist im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben. Der Anteil der nichtdeutschen Opfer von Vergewaltigung lag bei 22,3 Prozent.
Die Ergebnisse der Dunkelfeldstudie „Sicherheit und Kriminalität in Deutschland“ (SKiD) zeigen, dass das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung in Deutschland grundsätzlich hoch ist. Rund 45 Prozent der Menschen fühlen sich jedoch nachts besonders im ÖPNV unsicher. Noch geringer ausgeprägt ist das Sicherheitsempfinden an Bahnhöfen (27,0 Prozent), auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen (40,1 Prozent) sowie in Parks (22,8 Prozent).