Vorstellung der Fallzahlen für das Jahr 2025
2025 wurden so viele Politisch motivierte Straftaten registriert wie nie zuvor. Die Statistik zeigt auch einen deutlichen Anstieg linksmotivierter Gewalt. Bundesinnenminister Dobrindt und BKA-Präsident Münch stellten die Fallzahlen der Politisch motivierten Kriminalität vor.
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Bundesinnenminister Dobrindt und BKA-Präsident Münch bei der Vorstellung der Fallzahlen.
Foto: picture alliance / Chris Emil Janßen
Die Politisch motivierte Kriminalität (PMK) hat in Deutschland 2025 erneut einen Höchststand erreicht. Das zeigen die Fallzahlen, die Bundesinnenminister Alexander Dobrindt gemeinsam mit dem Präsidenten des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, am Dienstag in Berlin vorstellte.
Mit insgesamt 85.837 registrierten Straftaten hat sich die Zahl der Straftaten in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Auch die Zahl der politisch motivierten Gewalttaten ist um rund 1,2 Prozent auf 4.156 Delikte angestiegen.
Instrumente gegen Extremismus ausbauen
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hob hervor, dass sowohl im Phänomenbereich links als auch im Phänomenbereich rechts die Gewaltdelikte deutlich ansteigen. Die linke Szene unterstreiche mit 42 Prozent mehr an Gewalttaten die wachsende Bedrohung, die von ihr ausgeht.
Die mit Abstand meisten Delikte würden allerdings von rechten und rechtsextremen Tätern verübt, was wiederholt zeige, dass die größte Gefahr aktuell vom Rechtsextremismus ausgehe. „Wir stellen uns gegen jede Form von Extremismus und bauen deswegen unsere Instrumente gegen die extremistische Bedrohung weiter aus“, so der Bundesinnenminister.
Die wichtigsten Trends im Überblick:
- Neuer Höchststand politisch motivierter Straftaten
- PMK rechts weiterhin fallzahlenstärkster Phänomenbereich
- Politisch motivierte Gewaltdelikte auf höchstem Stand seit 2016
- Deutlicher Anstieg linksmotivierter Straftaten und Gewaltdelikte
- Antisemitische Straftaten erreichen erneut einen Höchsttand
- Mehr Hasskriminalität gegen queere Menschen und Frauen
- Bundestagswahl als wesentlicher Treiber der Fallzahlen
- Hohe Belastung von Amts- und Mandatsträgern durch Hass und Anfeindungen
- Deutlicher Anstieg hybrider Bedrohungen wie Spionage und Sabotage
- Soziale Medien bleiben zentrale Treiber von Hass, Hetze und Radikalisierung.
Weitere Informationen finden Sie beim Bundesinnenministerium und Bundeskriminalamt.