Der Sprecher der Bundesregierung, Stefan Kornelius, teilt mit:
- Pressemitteilung 22
- Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA)
Nach 20 Jahren wird Schloss Meseberg in Brandenburg nicht mehr als Gästehaus der Bundesregierung genutzt werden. Im Austausch mit der Messerschmitt-Stiftung wurde jetzt vereinbart, den Vertrag ab Februar 2027 auslaufen zu lassen. Die Stiftung hatte das Schloss zum symbolischen Preis von einem Euro an die Bundesregierung vermietet.
Seit 2007 haben Bundeskanzler und Bundeskanzlerin in Schloss Meseberg Staats- und Regierungschefinnen und -chefs empfangen. Bedingt durch andere Besuchsformate und vor allem wegen einer gestiegenen Termindichte war die Nutzung zuletzt sehr zurück gegangen. Als problematisch hat sich dabei auch die deutliche Entfernung zum Berliner Regierungsviertel erwiesen. Dadurch wurde das Schloss nur noch selten genutzt. Die mit dem Betrieb und dem Unterhalt des Schlosses verbundenen Aufwendungen stehen so nicht mehr in einem angemessenen Verhältnis zum Mehrwert dieser Liegenschaft für repräsentative Veranstaltungen. Das Bundeskanzleramt hat daher entschieden, den Vertrag mit der Messerschmitt-Stiftung im Januar 2027 auslaufen zu lassen. Damit entfallen künftig Kosten für Unterhalt, Betrieb und Sicherung des Schlosses, die das Bundeskanzleramt seit Nutzungsbeginn getragen hat. Künftig sollen hochrangige Veranstaltungsformate in verschiedenen, dem Anlass angemessenen Veranstaltungsorten oder auch dem voraussichtlich Ende 2028 fertiggestellten Veranstaltungsbereich im Erweiterungsbau des Bundeskanzleramtes durchgeführt werden. Die Kosten für einmalige Anmietungen externer Veranstaltungsorte werden deutlich unter den jährlichen Gesamtkosten liegen, die bisher jährlich angefallen waren.
Das Bundeskanzleramt dankt der Messerschmitt-Stiftung für die langjährige Überlassung des Schlosses Meseberg zur herausgehobenen Nutzung durch die Bundeskanzlerin und die Bundeskanzler sowie für die ausgezeichnete Zusammenarbeit über all die Jahre hinweg. Angesichts der stets ausgezeichneten Erfahrungen der Bundesregierung mit Schloss Meseberg wird es sicher weiter ein attraktiver Veranstaltungsort für verschiedene Anlässe sein.