Neuer Deutsch-Österreichischer Lyrikpreis geht an Esther Kinsky und Ann Cotten – Staatsminister Weimer: „Gemeinsam mit unseren Nachbarn schaffen wir Sichtbarkeit für herausragende zeitgenössische Lyrik“

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Neuer Deutsch-Österreichischer Lyrikpreis geht an Esther Kinsky und Ann Cotten – Staatsminister Weimer: „Gemeinsam mit unseren Nachbarn schaffen wir Sichtbarkeit für herausragende zeitgenössische Lyrik“

  • Pressemitteilung BKM - 102
  • Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)

Der Beauftrage der Bundesregierung für Kultur und Medien und das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten der Republik Österreich haben anlässlich des 100. Geburtstages der Autorin Ingeborg Bachmann den Deutsch-Österreichischen Lyrikpreis ins Leben gerufen. Ausgezeichnet werden die Schriftstellerinnen Esther Kinsky für ihren Gedichtband „Heim.Statt“ und Ann Cotten für ihren Gedichtband „Poller. Idyllen“. Die Entscheidung wurde durch eine unabhängige Jury getroffen. Der Preis wird am 25. November 2026 im Rahmen des Eröffnungsempfangs der Buch Wien feierlich vergeben und ist mit je 15.000 Euro dotiert. 

Dazu Staatsminister Weimer: „Meinen herzlichen Glückwunsch an Esther Kinsky und Ann Cotten zu dieser einmaligen Auszeichnung. Die Jury würdigt Werke, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch die Gemeinsamkeit haben, dass sie poetisch, wortgewaltig die Grenzen der literarischen Gattungen überschreiten. Die Gedichtbände zeichnet Experimentierfreude, Ideenreichtum und die große Offenheit, die auch Ingeborg Bachmanns Werke prägte, aus. Ich freue mich sehr, dass BKM und das österreichische Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten diesen einzigartigen Preis gemeinsam initiieren konnten. Damit würdigen wir nicht nur herausragende zeitgenössische Lyrik, sondern stärken auch den literarischen und europäischen Austausch.“

Der gemeinsam initiierte Preis wird an je eine Lyrikerin oder einen Lyriker, deren Lebensmittelpunkt in Deutschland und Österreich liegen, vergeben. Zum Preis gehört auch die Teilnahme an Übersetzungswerkstätten in Berlin und Wien, um gemeinsam mit Literaturübersetzerinnen und -übersetzern anhand ihrer prämierten Werke an Sprachen zu arbeiten, die für Ingeborg Bachmanns Leben und Arbeiten besonders bedeutend waren. Dazu gehören unter anderem Italienisch, Slowenisch, Französisch oder Englisch. Der Preis würdigt nicht nur herausragende zeitgenössische Lyrik, sondern stärkt auch den literarischen und europäischen Austausch.

Esther Kinsky wurde 1959 in Engelskirchen geboren und lebt in Wien und Norditalien. Sie arbeitet als Autorin und Übersetzerin und wurde bereits mit zahlreichen namenhaften Preisen ausgezeichnet. Die Jury prämiert ihren Gedichtband „Heim.Statt“. 

Ann Cotton wurde 1982 in Ames, Iowa geboren und ist in Österreich aufgewachsen. Inzwischen lebt sie in Wien und Berlin. Sie ist Schriftstellerin, Lyrikerin, Übersetzerin und Illustratorin und wurde ebenfalls bereits mit zahlreichen namenhaften Preisen ausgezeichnet. Die Jury prämiert ihren selbst illustrierten Band „Poller. Idyllen“. 

Ingeborg Bachmann ist eine der bedeutendsten deutschsprachigen Autorinnen des 20. Jahrhunderts. Für ihr Leben und ihre Werke war die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Sprachen, Kulturen und europäischen Traditionen wesentlich. Daran knüpft der Deutsch-Österreichische Lyrikpreis an, der Lyrikbände aus den vergangenen drei Jahren von Autoren prämiert, deren Arbeit – wie die Ingeborg Bachmanns – von der Verbindung verschiedener poetischer Traditionen, Sprachwelten und Kulturräume geprägt ist. 

Die Preisverleihung findet am 25. November im Rahmen der Buch Wien statt, am darauffolgenden Tag gibt es eine Podiumsveranstaltung mit den Preisträgerinnen und Mitgliedern der Jury. Über die Vergabe des Preises entschied am 28. September eine unabhängige deutsch-österreichische Jury, bestehend aus Jan Bürger (Marbach), Bernhard Fetz (Wien), Daniela Strigl (Wien), Beate Tröger (Frankfurt am Main), sowie TOLEDO/LCB, Berlin (Aurélie Maurin) und ÖGfL, Wien (Ursula Ebel/Manfred Müller).

Projektträger sind die Österreichische Gesellschaft für Literatur (ÖGfL) und das Literarische Colloquium Berlin e.V. (LCB), in Kooperation mit dem TOLEDO-Programm des Deutschen Übersetzerfonds.

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