Sieben Gründe für eine Pflegeausbildung

Mach Karriere als Mensch Sieben Gründe für eine Pflegeausbildung

Das Interesse an einer Ausbildung in der Pflege ist im letzten Jahr deutlich gestiegen, das geht aus den neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Mit der Einführung der neuen Pflegeausbildung - die Anfang dieses Jahr startete - will die Bundesregierung die Zahlen noch weiter erhöhen.  Die Ausbildungsbedingungen haben sich durch die Reformierung deutlich verbessert – ein Überblick.

Foto zeigt eine Pflegerin

Ob Pflegeheim, Kinderstation oder der ambulante Pflegedienste - die neue Pflegeausbildung bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten für Pflegefachpersonen. 

Foto: Thies Raetzke

Im Jahr 2019 begannen 71 300 Menschen eine Ausbildung in einem Pflegeberuf. Das waren 8,2 % beziehungsweise 5 400 mehr als ein Jahr zuvor.

  • Zukunftssicher: Die Bedeutung der Versorgung Pflegebedürftiger nimmt Jahr für Jahr zu und der medizinische Behandlungsbedarf in Pflegeheimen steigt. Zunehmend ältere und auch demenziell erkrankte Menschen werden in Krankenhäusern versorgt. Bis zum Jahr 2050 wird mit 88 Prozent mehr Pflegebedürftigen in Deutschland gerechnet. Gut ausgebildete Pflegfachkräfte werden deshalb langfristig bundesweit benötigt.
  • Verantwortungsvoll: Ausgebildete Pflegefachpersonen übernehmen anspruchsvolle und vorbehaltene pflegerische Aufgaben, die nur von ihnen zu erfüllen sind. Hierzu zählen: die Erhebung und Feststellung des individuellen Pflegebedarfs der zu pflegenden Menschen, die Organisation des Pflegeprozesses und die Qualitätssicherung der Pflege. Die Arbeit in der Pflege zeichnet sich zudem durch die Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams, also mit Ärztinnen und Ärzten, Therapeutinnen und Therapeuten, Beschäftigte weiterer Fach- und Funktionsabteilungen, Pflegehelferinnen und Pflegehelfern, sowie freiwillig Engagierten aus.
  • Systemrelevant: Die Corona-Pandemie zeigt, dass bestimmte Berufsgruppen, wie beispielsweise die Pflege, für die Grundversorgung der Gesellschaft von besonderer Bedeutung sind. Pflegefachkräfte leisten nicht nur hochqualifizierte Arbeit, sondern sichern auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Millionen Angehörige in Deutschland.
  • Abwechslungsreich: Ob Pflegeheim, Kinderstation oder der ambulante Pflegedienste - die neue Pflegeausbildung bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten für Pflegefachpersonen. Sie arbeiten in den unterschiedlichsten Versorgungssettings, wie beispielsweise die stationäre Akutpflege, die stationäre Langzeitpflege oder die ambulante Akut- und Langzeitpflege. Bei entsprechenden Fort- und Fachweiterbildungen oder einem Studium erweitert sich das Tätigkeitsfeld zu Möglichkeiten der Beschäftigung als Pflegewissenschaftlerin und Pflegewissenschaftler, Pflegepädagoginnen und Pflegepädagogen, Pflegedienstleitung, Einrichtungsleitung, Praxisanleitung, Case Managerin und Case Managerin, Wundmanagerin und Wundmanager.
  • Angemessen vergütet: Die Attraktivität der Ausbildung wurde erhöht durch die Abschaffung des Schulgelds, die Absicherung einer angemessenen Ausbildungsvergütung und vielfältige, wohnortnahe Ausbildungsangebote.
  • Flexibel: Es wird nicht mehr zwischen Alten-, Kinderkranken- oder Krankenpflege unterschieden: Alle Pflegeauszubildenden erlernen in den ersten beiden Jahren ihrer Ausbildung die gleichen Inhalte in Theorie und Praxis. Erst nach zwei Jahren müssen sich Auszubildende entscheiden, ob sie sich auf die Kinderkrankenpflege oder Altenpflege spezialisieren oder ob sie ihre generalistische Pflegeausbildung fortsetzen wollen.
  • Erweiterte Aufstiegs- und Karrierechancen: Neben der beruflichen Pflegeausbildung gibt es auch die Möglichkeit eines Pflegestudiums, das eröffnet neue Karrieremöglichkeiten sowie Aufstiegschancen und befähigt unmittelbar zur Pflege von Menschen aller Altersstufen auf wissenschaftlicher Grundlage und Methodik.
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