- Pressemitteilung 21
Am 1. Februar 2026 verstarb die frühere Bundesministerin im Alter von 88 Jahren.
Foto: Bundesregierung/Kirsten Neumann
Rita Süssmuth war von 1985 bis 1986 Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit und von 1986 bis 1988 Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit. Von 1987 bis 2002 gehörte Rita Süssmuth dem Deutschen Bundestag als Abgeordnete an, von 1988 bis 1998 war sie dessen Präsidentin.
Mit dem Tod von Rita Süssmuth verliert Deutschland eine Menschenfreundin und Vorkämpferin für Gleichberechtigung und gesellschaftliche Teilhabe. Als engagierte und bisweilen unbequeme Demokratin kämpfte sie bereits in den achtziger Jahren für Positionen, die uns heute selbstverständlich erscheinen. Damit war sie insbesondere vielen Frauen in unserem Land ein großes Vorbild.
In Erinnerung bleiben uns auch ihr beherztes Agieren nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl oder ihr Kampf gegen die Immunschwächekrankheit AIDS. Hierbei wandte sich Rita Süssmuth entschieden gegen jede Form von Ausgrenzung und legte ihren politischen Fokus konsequent auf Prävention und Forschungsförderung.
Rita Süssmuth war Trägerin des Großkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Die Bundesregierung trauert um eine verdiente Bundesministerin und Bundestagspräsidentin. Sie wird ihr stets ein ehrendes Andenken bewahren.
Für die Bundesregierung
Friedrich Merz
Bundeskanzler