Migrationsbericht 2024: Rückgang bei Zuwanderung

  • Bundesregierung | Startseite
  • Bundeskanzler

  • Schwerpunkte 

  • Bundesregierung

  • Aktuelles

  • Mediathek 

  • Service   

Im Kabinett beschlossen  Migrationsbericht 2024: Rückgang bei Zuwanderung

Der Migrationsbericht der Bundesregierung behandelt das Migrationsgeschehen in Deutschland und gibt einen umfassenden Überblick über die jährliche Entwicklung von Zu- und Abwanderung. Der Bericht ist nun im Bundeskabinett beschlossen worden. 

1 Min. Lesedauer

Auf dem Foto zu sehen ist das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Berlin.

Der vom BAMF erstellte Migrationsbericht 2024 wurde nun durch das Kabinett beschlossen.

Foto: imago images / Lars Reimann

Das Kabinett hat den Migrationsbericht der Bundesregierung für das Jahr 2024 beschlossen. Er wird nun dem Deutschen Bundestag und Bundesrat zugeleitet. Mit seinen umfassenden statistischen Daten bildet er eine Grundlage für die Entscheidungsfindung von Politik und Verwaltung sowie die Information der Öffentlichkeit. 

Neben den allgemeinen Wanderungsdaten zu Deutschland und der detaillierten Darstellung der verschiedenen Migrationsarten enthält der Bericht auch einen europäischen Vergleich zum Migrationsgeschehen und zur Asylzuwanderung. Zudem wird das Phänomen der irregulären Migration behandelt und über die Struktur der ausländischen Bevölkerung sowie der Bevölkerung mit Migrationshintergrund informiert.

Wesentliche Ergebnisse des Berichts im Überblick:

  • 2024 ist die Nettozuwanderung nach Deutschland deutlich gesunken, von 662.964 auf 430.183 Personen. Dies entspricht einem Rückgang von 35,1 Prozent.
  • Europäische Staaten sind die wichtigsten Herkunfts- bzw. Zielländer von Migration nach bzw. aus Deutschland. 2024 stellte die Ukraine mit 221.570 Zuzügen und einem Anteil von 13,1 Prozent weiterhin das wichtigste Herkunftsland von Zugewanderten dar. Danach folgen mit 10,2 Prozent Rumänien (173.563) und 5,2 Prozent Türkei (88.690).
  • 2024 stellten 229.751 Menschen einen Asylerstantrag. Damit wurde im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 30,2 Prozent verzeichnet. 13.344 unbegleitete Minderjährige haben einen Asylerstantrag gestellt, das sind 5,8 Prozent aller Erstanträge.
  • Die Zahl der erteilten Visa zu Erwerbszwecken ist 2024 im Vergleich zu 2023 um 9,2 Prozent auf mehr als 172.000 gestiegen. Hingegen sind Aufenthaltstitel zur Erwerbsmigration gegenüber 2023 deutlich um 24,6 Prozent auf 54.590 zurückgegangen. Die wichtigsten Herkunftsländer von Erwerbsmigrantinnen und -migranten waren Indien, Türkei, USA sowie die Westbalkanstaaten.
  • Der Zuzug von Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern und ihrer Familienangehörigen sank 2024 mit 4.328 Personen auf das Niveau des Jahres 2020. Wichtigste Herkunftsländer sind die Russische Föderation (2.397) und Kasachstan (1.549).
  • Im Jahr 2024 lebten, hochgerechnet auf Basis des Mikrozensus, etwa 21,2 Millionen Menschen mit Einwanderungsgeschichte in Deutschland. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung betrug 25,6 Prozent.