Im Kabinett beschlossen
Die Bundesregierung will gemeinsam mit Polen und Dänemark die Regierung der Republik Litauen einladen, dem Multinationalen Korps Nordost in Stettin als vierte Rahmennation beizutreten. Der Beitritt sendet ein Signal der Geschlossenheit innerhalb der NATO.
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Die Erweiterung verstärkt die Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit an der NATO-Ostflanke.
Foto: Bundesregierung/Steffen Kugler
Zusammen mit Polen und Dänemark will Deutschland Litauen als vierte Rahmennation einladen, das Multinationale Korps Nordost in Stettin zu verstärken. Dazu hat das Bundeskabinett nun einen entsprechenden Beschluss gefasst. Der Beitritt Litauens zum Korps soll die sicherheitspolitische Zusammenarbeit an der Nordostflanke verstärken. Das Korps ist für die Führung von Operationen an der Nordostflanke der NATO verantwortlich.
Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit wird gestärkt
Der Beitritt Litauens stellt einen bedeutenden Meilenstein für die Weiterentwicklung des Korps dar. Außerdem stellt er die Lasten- und Verantwortungsverteilung innerhalb des Korps auf eine breitere Basis. Litauen verfügt als unmittelbar an der NATO-Ostflanke gelegener Bündnispartner über viel Erfahrung im Umgang mit sicherheitspolitischen Herausforderungen im Baltikum.
Die Erweiterung verstärkt die Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit an der NATO-Ostflanke und unterstreicht die Bereitschaft der Bündnispartner, den sicherheitspolitischen Herausforderungen im euro-atlantischen Raum gemeinsam zu begegnen. Gleichzeitig setzt der Beitritt ein deutliches Signal der Geschlossenheit und Solidarität innerhalb der NATO.
Das Hauptquartier des Multinationalen Korps Nordost befindet sich in Stettin und ist Teil der NATO-Streitkräftestruktur. Es wurde 1999 aufgestellt. Derzeit sind im Stab des Korps in Stettin rund 400 Soldaten und zivile Angestellte aus mehr als 20 Nationen tätig. Das Hauptquartier führt die ihm bereits zugewiesenen multinationalen Landstreitkräfte an der NATO-Nordostflanke. Bei Bedarf ist es darauf ausgelegt, zahlreiche weitere Truppen zum Schutz der Nordostflanke zu führen.