Kulturstaatsminister Weimer würdigt bei den Feierlichkeiten in der Sagrada Família in Barcelona insbesondere das deutsche Turmkreuz 

  • Bundesregierung | Startseite
  • Bundeskanzler

  • Schwerpunkte 

  • Bundesregierung

  • Aktuelles

  • Mediathek 

  • Service   

Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer ist für zwei Tage nach Barcelona gereist. Mit seinem Besuch unterstreicht Staatsminister Weimer die Bedeutung des deutsch-spanischen Kulturaustauschs sowie die verbindende Kraft von Kultur, Architektur und religiösem Erbe in Europa.

Höhepunkt der Reise ist die morgige Teilnahme des Staatsministers an der Heiligen Messe in der Basilika Sagrada Família und der Weihe des Christus-Turms durch Papst Leo XIV. Die Feierlichkeiten finden anlässlich des 100. Todestages Antoni Gaudís statt. Als Ehrengäste werden unter anderem das spanische Königspaar Felipe VI. und Letizia erwartet.

Vorab erklärte Staatsminister Weimer: „Die Sagrada Família gehört zu den großen Wundern Europas. Antoni Gaudí hat hier ein Bauwerk geschaffen, das Architektur, Kunst und Glauben auf einzigartige Weise vereint und Millionen Menschen bewegt. Hundert Jahre nach seinem Tod wirkt seine Vision lebendiger denn je.“

Mit der Montage eines begehbaren Kreuzes auf dem Christus-Turm wurde die Sagrada Família Anfang 2026 vollendet. Die Kirche erreicht damit ihre endgültige Höhe von 172,5 Metern und überragt das Ulmer Münster, das mehr als 135 Jahre als höchster Kirchturm der Welt galt, um rund elf Meter. Für die Öffentlichkeit soll das Kreuz voraussichtlich ab 2027 zugänglich sein und einen Rundblick über Barcelona ermöglichen.

Das fast 100 Tonnen schwere Kreuz aus Stahl und Glas wurde vom Stahlbauunternehmen Gartner im bayerischen Gundelfingen gefertigt. Staatsminister Weimer besuchte das Stahlbauwerk bereits im Mai 2026 und informierte sich vor Ort über die Fertigung und technische Umsetzung des Kirchturmkreuzes für die Sagrada Família.

„Mit dem Kreuz für den Christus-Turm ist in Gundelfingen ein außergewöhnlicher deutscher Beitrag zur Vollendung eines der berühmtesten Bauwerke der Welt entstanden“, so Staatsminister Weimer. „Die Sagrada Família verbindet Menschen über Länder, Generationen und Kulturen hinweg – und nun auch deutsche Ingenieurskunst mit einem Meisterwerk europäischer Kulturgeschichte. Wer vor diesem Bauwerk steht, spürt die Kraft von Geschichte, Glauben und menschlicher Schaffenskraft. Solche Orte stiften Identität, schaffen Zusammenhalt und erinnern uns daran, was Europa kulturell verbindet. Dieses Erbe zu bewahren und an kommende Generationen weiterzugeben, ist auch eine wichtige Aufgabe der Kulturpolitik des Bundes.“

Zu Beginn seines Aufenthalts hat Staatsminister Weimer heute den Präsidenten der Regionalregierung von Katalonien, Salvador Illa i Roca, zu einem bilateralen Gespräch getroffen. Dabei ging es insbesondere um medienpolitische Themen wie Urheberrecht und KI sowie die Plattformregulierung. Auf dem Programm stehen weitere Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Kulturbranche und der Besuch verschiedener Kultureinrichtungen, darunter das Goethe-Institut Barcelona sowie der Pavillon Mies van der Rohe.