Klimaschutzprogramm der Bundesregierung
Das Bundeskabinett hat ein Klimaschutzprogramm verabschiedet, um bis 2030 25 Millionen Tonnen CO2 einzusparen. Damit können die Klimaziele für 2030 und 2040 erreicht werden. Das Programm wurde unter Federführung des Bundesumweltministeriums erarbeitet.
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Bundesumweltminister Carsten Schneider hat das Klimaschutzprogramm 2026 vorgestellt. Es ist zuvor im Kabinett verabschiedet worden.
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Die Bundesregierung hat das Klimaschutzprogramm 2026 aufgelegt und im Kabinett beschlossen. Mit den geplanten Maßnahmen kommt Deutschland dem Ziel der Treibhausneutralität bis 2045 immer näher. Das Klimaschutzprogramm wird nun vom Expertenrat für Klimafragen begutachtet. Danach folgt die Umsetzung der Maßnahmen.
Bundes-Klimaschutzgesetz: Die Bundesregierung ist nach dem Bundes-Klimaschutzgesetz verpflichtet, innerhalb eines Jahres nach Beginn einer Legislaturperiode ein Klimaschutzprogramm zu beschließen. Dieses soll im Einklang mit den im Gesetz definierten Klimazielen stehen. Die nun beschlossenen Maßnahmen tragen dazu bei, die Klimaziele für 2030 und 2040 zu erreichen.
Ausbau der Windenergie
Erneuerbare Energien und Elektrifizierung machen Deutschland unabhängiger von fossilen Energieimporten und sichern die heimische Energieversorgung – insbesondere in Zeiten geopolitischer Spannungen. Eine wichtige Maßnahme aus dem Klimaschutzprogramm ist daher der geplante Ausbau von zusätzlichen 12 Gigawatt Windstrom an Land.
Der zusätzliche Windstrom wird Deutschland dabei helfen, im Jahr 2030 deutlich weniger Erdgas und Kohle zu verbrennen und somit Emissionen in Höhe von 6,5 Millionen Tonnen CO2 zu vermeiden. Genügend geeignete Wind-Projekte wird es geben: Im vergangenen Jahr wurde mit 20 Gigawatt ein neuer Rekord bei den Genehmigungen erreicht.
Mehr Elektroautos für eine nachhaltige Mobilität
Im Verkehrssektor werden Mindestanteile für erneuerbare Energien am Endenergieverbrauch im Straßen- und Schienenverkehr vorgegeben. Ebenfalls wird die Anschaffung von Elektro-Pkw gefördert. Mit dem neuen Förderprogramm für Elektroautos werden bis zu 800.000 Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb gefördert. Zielgruppe der Förderung sind Privatleute mit kleinem und mittlerem Einkommen. Insgesamt werden dafür drei Milliarden Euro vom Bund bereitgestellt.
Um die E-Autos bequem laden zu können, werden vermehrt Lademöglichkeiten auch in der Nähe von Mehrfamilienhäusern aufgebaut. Dazu ist ein Förderprogramm des Bundesverkehrsministeriums mit einer finanziellen Ausstattung von einer halben Milliarde Euro geplant.
Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel spart Treibhausemissionen ein
Das Deutschlandticket ist ebenfalls Teil des Klimaschutzprogramms. Wenn das Deutschlandticket bis 2030 langfristig fortgeführt und finanziert wird, spart das pro Jahr eine Million Tonnen CO2. Das entspricht fast 10 Millionen Tankfüllungen oder etwa 435 Millionen Liter Benzin.
Klimafreundliche Gebäude tragen zum Klimaschutz bei
Auch bei der Wärmeversorgung soll sich einiges tun: So wird die Bundesregierung im Gebäudesektor die Förderung energetischer Sanierungen von Gebäuden sozialer Dienstleister und beim klimafreundlichen Neubau voranbringen.
Im Industriesektor sollen innovative Instrumente helfen, Emissionen einzusparen und Investitionen in Elektrifizierungstechnologien wie Wärmepumpen zu unterstützen.