Reformen sind kein Selbstzweck

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Kanzler Merz beim Tag der offenen Tür im Kanzleramt Reformen sind kein Selbstzweck

Beim Tag der offenen Tür im Bundeskanzleramt zog Bundeskanzler Friedrich Merz Bilanz zu einem Jahr Bundesregierung, beantwortete Fragen aus dem Publikum und sprach über die Herausforderungen für Deutschland in bewegten Zeiten.

2 Min. Lesedauer

Bundeskanzler Friedrich Merz beim Bühnentalk am Tag der offenen Tür im Bundeskanzleramt.

Für viele Besucherinnen und Besucher das Highlight: der Auftritt des Bundeskanzlers.

Foto: Bundesregierung/Tobias Koch

Viele interessierte Besucherinnen und Besucher ließen sich auch vom wechselhaften Wetter nicht abschrecken: Beim Tag der offenen Tür im Bundeskanzleramt herrschte großer Andrang, als Bundeskanzler Friedrich Merz am Sonntagnachmittag zum Bühnengespräch kam und nach etwas mehr als einem Jahr im Amt eine erste Bilanz seiner Regierungszeit zog.

Blick auf die internationale Lage

Im Gespräch auf der Bühne ging es um internationale Krisen, die wirtschaftliche Lage in Deutschland und die kommenden Aufgaben der Bundesregierung. Zudem beantwortete der Bundeskanzler Fragen der Besucherinnen und Besucher – von Kinderarmut und Bildung über Energiepreise bis hin zur Rolle der Kommunen und der politischen Stimmung im Land.

Merz bezeichnete das vergangene Jahr als herausfordernd – sowohl innenpolitisch als auch außenpolitisch. Besonders der Krieg gegen die Ukraine und auch die Lage im Nahen Osten beschäftige ihn weiterhin stark. Die Bundesregierung und auch er als Bundeskanzler müssten „alles tun, um einen bescheidenen, aber deutschen Beitrag dazu zu leisten, dass diese Konflikte eingedämmt werden und dass sie irgendwann auch aufhören“.

Sehen Sie hier das Video vom Kanzlergespräch:

41:18

Video Talk des Bundeskanzlers beim Tag der offenen Tür

Und das sagte der Kanzler …

… zur Bilanz der Bundesregierung

Kanzler Merz zeigte sich selbstkritisch mit Blick auf die bisherigen Arbeit der Bundesregierung. Manche Vorhaben seien langsamer vorangekommen als erhofft. Gleichzeitig betonte er, dass Deutschland weiterhin ein starkes Land sei und die Bundesregierung zeigen müsse, dass „wir in der politischen Mitte unseres Landes in der Lage sind, die Probleme zu lösen“.

… zu den Aufgaben der kommenden Monate

Für Merz stehen vor allem Frieden, Freiheit und der Erhalt des Wohlstands im Mittelpunkt. Besonders die junge Generation müsse die gleichen Chancen erhalten, in Sicherheit und Wohlstand zu leben. „Reformen sind kein Selbstzweck“, betonte der Kanzler in diesem Zusammenhang. Sie seien notwendig, um die Grundlagen für Frieden, Sicherheit und Wohlstand langfristig zu sichern.

… zu Wirtschaft und Industrie

Besonders die Industrie in Deutschland stehe vor großen Veränderungen. Eine der wichtigsten Aufgaben der Bundesregierung sei es deshalb, den Industriestandort Deutschland zu sichern. Deutschland müsse ein starker Produktionsstandort bleiben und Unternehmen, Mittelstand und Handwerk dabei unterstützen, auch künftig im internationalen Wettbewerb bestehen zu können.