Kanzler zu Gast beim Jubiläum von Handelsblatt und WirtschaftsWoche
Der Kanzler hat bei der Jubiläumsveranstaltung von Handelsblatt und WirtschaftsWoche, Perspektiven für die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung und die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland skizziert. Dabei betonte er die positiven Wirtschaftszahlen.
Beim Jubiläum der Wirtschaftsmedien Handelsblatt und WirtschaftsWoche blickte der Kanzler positiv auf die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland.
Foto: Bundesregierung/Steffen Kugler
2026 feiert das Handelsblatt 100-jähriges Bestehen, die WirtschaftsWoche das 80. Jubiläum seit ihrer Gründung. Diese Jubiläen hat Bundeskanzler Friedrich Merz im Rahmen einer Veranstaltung in Berlin gewürdigt und dazu aufgerufen, gemeinsam das Gute zu sehen, „das in unserem Land da ist“.
Gute Wirtschaftsprognose für 2026 und 2027
Angesichts der aktuellen Wirtschaftszahlen zeigte sich der Bundeskanzler optimistisch: „Die führenden Wirtschaftsinstitute haben ihre Wachstumsprognose für 2026 auf 1,3 Prozent verdoppelt. Sie rechnen damit, dass sich dieser positive Trend auch 2027 fortsetzt.“ Auch die ausländischen Direktinvestitionen in Deutschland hätten seit 2025 wieder deutlich angezogen. Neben erfolgreichen Startups sei es „vor allem der Export, der unsere Volkswirtschaft trägt. Wir können nach wie vor vieles sehr gut, was auf der Welt gebraucht wird, etwa die Maschinen, die Elektronik, die Spezialtechnik für Rechenzentren.“
Dabei würden sich die Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung auch in Aufträgen in Hochleistungstechnologie und Datenverarbeitungstechnik niederschlagen. „Das ist kein Strohfeuer, sondern das sind Innovations- und Investitionsimpulse, die unserer Volkswirtschaft insgesamt zugutekommen“, betonte der Kanzler auch hinsichtlich der Initiative „Made for Germany“ mit mehr als 800 Milliarden Euro Investitionen in den Wirtschaftsstandort Deutschland.
Europäische Stärke und pragmatische Energiewende
Zu einer poistiven Wirtschaftsentwicklung gehört auch bezahlbare Energie. „Wir machen die Energiewende pragmatisch, technologieoffen, kosteneffizient. Teilweise stellen wir sie vom Kopf wieder auf die Füße. Hier ist ein neuer Realismus eingekehrt, bis hin zum Bau neuer Gaskraftwerke“, unterstrich der Kanzler.
Mit Blick auf Europas Wettbewerbsfähigkeit hob der Kanzler wirksame Instrumente hervor, „mit denen wir uns gegen unfairen Wettbewerb wehren können“. Es gehe dabei nicht darum, sich vor Wettbewerb zu schützen, sondern „um die Verteidigung fairer Spielregeln.“
Ukraine unterstützen und Bundeswehr stärken
Der Bundeskanzler betonte zudem Deutschlands fortwährende Unterstützung der Ukraine gegen die russische Aggression, „weil es in unserem Interesse liegt, eine selbstbestimmte demokratische Ukraine zum europäischen Nachbarn und europäischen Partner zu haben, übrigens auch zu unserem industriellen und militärischen Partner.“
Denn in einer Welt, „in der nicht mehr andere diese Sicherheit für uns garantieren, müssen wir, muss Europa selbst dazu in der Lage sein“, unterstrich Kanzler Merz. „Freiheit und Frieden gibt es in dieser Welt eben nur dann, wenn man sie auch wirklich schützt“, hob er hervor. Deshalb werde die Bundeswehr wieder in den Stand gesetzt, um Deutschland verteidigen zu können.