Mehr deutsches Personal in internationalen Organisationen

Internationale Personalpolitik Mehr deutsches Personal in internationalen Organisationen

Die Bundesregierung ist dem Ziel, in internationalen Organisationen und in europäischen Institutionen angemessen vertreten zu sein, nähergekommen. Das ist das Ergebnis des siebten Berichts zur deutschen Personalpräsenz in internationalen Organisationen, der von der Bundesregierung beschlossen wurde.

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Logo der Vereinten Nationen: Für die Bundesregierung ist es von großer Bedeutung, international und europäisch personell angemessen vertreten zu sein.

Foto: Thomas Trutschel/photothek.net

Der aktuelle Bericht zur deutschen Personalpräsenz in internationalen Organisationen stellt die Entwicklung und die Aktivitäten der Bundesregierung im Bereich der internationalen Personalpolitik in den Jahren 2019 und 2020 dar. Die Bundesregierung hat ihr finanzielles und politisches Engagement zuletzt deutlich ausgeweitet, um die deutsche Personalpräsenz in ausgewählten Organisationen in den Bereichen Gesundheit, Welternährung, Flucht und Migration zu verstärken.

Deutsche Frauen in internationalen Organisationen

Einen besonderen Fokus legt der Bericht auf die Geschlechtergerechtigkeit in den internationalen Organisationen. Deshalb achtet die Bundesregierung verstärkt auf Kandidaturen von hochqualifizierten deutschen Frauen. Im Berichtszeitraum wurden einige bedeutende Erfolge erzielt: Mit Ursula von der Leyen als Präsidentin der Europäischen Kommission und Helga Schmid als Generalsekretärin der OSZE leiten nun zwei deutsche Frauen zentrale europäische bzw. euro-atlantische Organisationen.

Einsatz für Multilateralismus

Für die Bundesregierung ist es von großer Bedeutung, in internationalen Organisationen und europäischen Institutionen personell angemessen vertreten zu sein. So können deutsche Interessen aktiv im internationalen Rahmen wahrgenommen und der Einsatz für Multilateralismus deutlich sichtbar gemacht werden.

Im VN-System konnten auf Leitungs- beziehungsweise in der Führungsebene wichtige Positionen besetzt werden, unter anderem bei der neuen VN-Mission UNITAMS (United Nations Transitional Assistance Mission) im Sudan, der VN-Mission UNAMI im Irak (United Nations Assistance Mission for Iraq), dem VN Abrüstungsinstitut UNIDIR (United Nations Institute for Disarmament Research), der Weltgesundheitsorganisation und dem Internationalen Fonds für Landwirtschaft und Entwicklung. Bei den EU-Delegationsleitungen konnte die hohe Präsenz mit 17 der 143 EU-Delegationen weiter ausgebaut werden.

Darüber hinaus stellen eine deutsche Polizistin und ein deutscher Polizist bei EU-Missionen (EUCAP Sahel Niger und EUAM Irak) die Missionsleitung. Auch in der NATO konnte Deutschland im Berichtszeitraum vier zentrale Führungspositionen besetzen.

Deutsche Personalpräsenz noch nicht überall erreicht

Dennoch ist Deutschland in einigen internationalen Organisationen – gemessen an seinem politischen und finanziellen Gewicht – bisher noch nicht zufriedenstellend vertreten. Ziel der Bundesregierung bleibt es daher, den deutschen Personalanteil in internationalen Organisationen und europäischen Institutionen noch weiter zu erhöhen.

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