Die Zukunft der Landwirtschaft gestalten

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Grüne Woche und GFFA Die Zukunft der Landwirtschaft gestalten

Auf der Grünen Woche verschaffte sich Kanzler Merz einen Überblick über zukunftsweisende Agrar- und Ernährungsprojekte. Zuvor wurden beim Global Forum for Food and Agriculture und der Berliner Agrarministerkonferenz Lösungen für mehr Wasserresilienz erarbeitet. 

3 Min. Lesedauer

Auf dem Foto zu sehen ist Kanzler Merz am Stand des Industrieverbands Agrar auf der Grünen Woche.

Durch moderne Technologien, etwa zur Düngerverteilung, wird die Landwirtschaft zunehmend effizienter und ökologischer. Davon überzeugte sich der Bundeskanzler auf der Grünen Woche.

Foto: Bundesregierung/Guido Bergmann

Bereits zum 90. Mal findet in Berlin noch bis zum 25. Januar die Grüne Woche statt – die weltgrößte Messe im Landwirtschafts- und Ernährungsbereich. Unter den rund 1.600 Ausstellern ist die Bundesregierung mit drei Ministerien vertreten, dem Landwirtschafts-, Umwelt- und Entwicklungsministerium. 

Bundeskanzler Friedrich Merz überzeugte sich bei einem Rundgang von der Leistungsfähigkeit der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft sowie des Gartenbaus. Er zeigte sich beeindruckt von den Anwendungen künstlicher Intelligenz, von Robotik und Drohnen, etwa zur Düngerverteilung oder Rehkitzrettung. Der Einsatz dieser modernen Technologien für eine immer effizientere und auch ökologischere Landwirtschaft gelte es zu erhalten und zu schützen, betonte der Kanzler. 

Dank und Unterstützung für die Landwirtschaft

Die Landwirtschaft verdiene nicht nur verbale und politische Anerkennung, sondern auch Unterstützung, sagte der Kanzler. Er versprach, diese auch weiterhin leisten zu wollen und wies auf die Maßnahmen hin, die die Bundesregierung bereits auf den Weg gebracht hat: „Wir haben unsere Zusage eingehalten, zum 1. Januar 2026 die Agrardieselrückvergütung wieder einzuführen. Wir haben Wort gehalten und auch die ermäßigte Mehrwertsteuer für die Gastronomiebetriebe wieder eingeführt. Das kommt vielen Betrieben zugute, die Landwirtschaft und Gasthöfe zusammen betreiben.“

Zudem bekräftigte er die Überzeugung der positiven Auswirkungen des MERCOSUR-Abkommens: „Wenn wir als exportorientierte Nation in der Lage sind, mit den Partnern in der Europäischen Union ein solches Abkommen nach vorn zu bringen, dann nutzt das am Ende des Tages allen: unserer Exportwirtschaft, aber eben auch der Landwirtschaft und der gesamten Wirtschaft in Deutschland.“

Sehen Sie hier den Rundgang in Bildern

Die Bundesregierung auf der Grünen Woche

Drei Bundesministerien präsentieren sich mit einer breiten Themenpalette: 

  • Das Bundeslandwirtschaftsministerium informiert unter dem Motto „Landwirtschaft stärken, Zukunft gestalten, Ernährung sichern“ unter anderem zu den Fragen: Wie isst man bewusst und vermeidet Lebensmittelverschwendung? Wie sieht die Tierhaltung der Zukunft aus? Wie wird Digitalisierung in der Landwirtschaft umgesetzt? Und: Was bedeutet Heimat? Neben Einblicken in die moderne Landwirtschaft zeigt ein sprechender Kühlschrank der Initiative „Zu gut für die Tonne!“, wie Lebensmittel gerettet werden können.
  • Wälder und Auen, Moore und Meere, Böden und Grünflächen – all diese natürlichen Lebensräume helfen, das Klima zu schützen. Um diese Ökosysteme zu stärken, unterstützt das Bundesumweltministerium mit dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz zahlreiche Maßnahmen und Projekte. Für den Messeauftritt wurden Projektergebnisse zum Anfassen aufbereitet und für ein unterhaltsames Bühnenprogramm zusammengestellt. Zudem gibt es Thementage zu Meeren und zur Wiederherstellung der Natur.
  • Unter dem Motto #ICHWILLFAIR zeigt das Bundesentwicklungsministerium, wie faire Lebensmittel und nachhaltige Lieferketten weltweit möglich sind. Im Einkaufssimulator lässt sich die Perspektive einer Kleinbauernfamilie von der Elfenbeinküste einnehmen und nachvollziehen, wie wichtig bewusste Kaufentscheidungen für gerechte Löhne sind. Anschauliche Einblicke in die Kakaolieferkette, von der Ernte bis zum fertigen Produkt, und ein 360-Grad-Film über den Zusammenhang von Ernährung und Klima zeigen die globalen Dimensionen von Nachhaltigkeit.

Globale Wasserresilienz stärken

Unter dem Motto „Wasser. Ernten. Unsere Zukunft.“ fand im Vorfeld der Grünen Woche in Berlin das Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) statt – eine globale Konferenz für Zukunftsfragen der Ernährungs- und Landwirtschaftspolitik. Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft kamen in diesem Jahr zusammen, um Fragen der weltweiten Sicherstellung der Ressource Wasser zu diskutieren.  

Den politischen Höhepunkt des GFFA bildete die Berliner Agrarministerkonferenz am 17. Januar. Auf Einladung von Bundesminister Alois Rainer tauschten sich Agrarministerinnen und -minister aus 59 Nationen sowie Vertreterinnen und Vertreter internationaler Organisationen aus und verabschiedeten ein gemeinsames Kommuniqué .

Die Landwirtschaft kann als Wasserverbraucher entscheidend zu einer nachhaltigen Wassernutzung beitragen und Lösungen zu globaler Wasserresilienz beisteuern. Die Agrarministerinnen und -minister betonten die dringende Notwendigkeit sicherzustellen, dass die Landwirtschaft als ein zentraler Akteur bei der Gestaltung der internationalen Wasserpolitik anerkannt wird. Die Stimme der Landwirtschaft müsse im Vorfeld der UN-Wasserkonferenz im Dezember 2026 gestärkt und der Sektor in die globale Wasserpolitik einbezogen werden.