Gedenken an die Opfer des Volksaufstandes und des Widerstands in der DDR – Staatsminister Weimer: „Ihre Namen dürfen nie vergessen werden“ – Gestaltungswettbewerb für Denkmal für Opfer der kommunistischen Diktatur in Deutschland beginnt

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Gedenken an die Opfer des Volksaufstandes und des Widerstands in der DDR – Staatsminister Weimer: „Ihre Namen dürfen nie vergessen werden“ – Gestaltungswettbewerb für Denkmal für Opfer der kommunistischen Diktatur in Deutschland beginnt

  • Pressemitteilung BKM - 55
  • Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)

Zum Jahrestag des DDR-Volksaufstandes erklärt Kulturstaatsminister Wolfram Weimer: „Am 17. Juni 1953 nahmen mutige Menschen – Arbeiterinnen und Arbeiter, Jugendliche, Enttäuschte aus der gesamten DDR – ihr Schicksal selbst in die Hand und erhoben sich gegen das SED-Regime. Der Mut dieser Menschen, sich für ein freies Deutschland einzusetzen, bewegt mich zutiefst.“ Der Aufstand wurde durch sowjetische Panzer brutal niedergeschlagen. 

An die Opfer des SED-Unrechts soll künftig auch im Herzen Berlins erinnert werden. Nun geht das Projekt in eine entscheidende Phase: Am 18. Juni werden die Auslobungsunterlagen für den künstlerischen Gestaltungswettbewerb für das Denkmal zur Mahnung und Erinnerung an die Opfer der kommunistischen Diktatur in Deutschland an die bereits ausgewählten Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmer versandt. Dazu Weimer: „Dieses Denkmal in unmittelbarer Nähe des Deutschen Bundestages und des Bundeskanzleramtes schließt nicht nur eine schmerzlich empfundene Lücke in der deutschen Erinnerungslandschaft. Es macht zugleich sichtbar, dass der Bund neben der konsequenten Aufarbeitung des SED-Unrechts und der wissenschaftlich-fundierten Vermittlung dieses Wissens in besonderer Weise der Menschen gedenkt, die diesem Unrecht zum Opfer gefallen sind.“ 

Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) führt das Verfahren durch. Für das Denkmal zur Mahnung und Erinnerung an die Opfer der kommunistischen Diktatur in Deutschland stehen fünf Millionen Euro bereit.

Ebenfalls am 18. Juni wird Kulturstaatsminister Weimer in Zeitz einen Kranz am Mahnmal für Pfarrer Oskar Brüsewitz niederlegen. Dieser verbrannte sich dort am 18. August 1976 aus Protest gegen die Bildungs- und Kirchenpolitik des SED-Regimes selbst. Er gehörte zu denen, die in der Sowjetischen Besatzungszone und in der DDR Widerstand gegen die SED-Diktatur leisteten und dafür einen hohen Preis zahlten. Sie waren die Wegbereiter der Friedlichen Revolution 1989/90 und der Überwindung der deutschen Teilung. 

Dazu erklärt Weimer: „Einigkeit und Recht und Freiheit können nur gemeinsam bestehen. Dafür haben in der DDR mutige Menschen ihr Leben gelassen. Ihre Namen dürfen nie vergessen werden. Gerade in der heutigen Zeit müssen wir Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit umso klarer verteidigen.“

Der Bund wendet für die Aufarbeitung der SED-Diktatur rund 16 Millionen Euro jährlich auf. Dazu zählen unter anderem die Finanzierung der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und die Förderung der Stiftung Berliner Mauer sowie weiterer Gedenkstätten und Museen in ganz Deutschland. Darüber hinaus finanziert der Bund auch die Arbeit des Bundesarchivs - Stasi-Unterlagen-Archiv.

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