Zolleinigung mit den Vereinigten Staaten

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Internationaler Handel Zolleinigung mit den Vereinigten Staaten

Zölle, Freihandel und Handelsbilanzen – diese Schlagworte sind derzeit überall zu lesen. Eine schriftliche Vereinbarung soll wichtige Details zur Grundsatzeinigung der Europäischen Kommission mit den USA klären. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

6 Min. Lesedauer

Voll beladenes Containerschiff im Hamburger Hafen.

Containerschiffe transportieren riesige Mengen an Gütern weltweit. Die Handelsbeziehungen zwischen der EU und den USA machen fast 30 Prozent des weltweiten Handels aus.

Foto: IMAGO/Stephan Wallocha

Die Europäische Kommission und die Vereinigten Staaten haben sich im August 2025 im sogennanten Turnberry-Deal auf eine Grundsatzeinigung zur Höhe der gegenseitigen Zölle verständigt. Bundeskanzler Friedrich Merz begrüßte die Grundsatzeinigung . Es sei „gut, dass Europa und die USA sich geeinigt haben und so eine unnötige Eskalation in den transatlantischen Handelsbeziehungen vermeiden”. Deutschland habe so seine Kerninteressen wahren können. Das Ergebnis sei „in der gegebenen Situation das Beste, was zu erreichen war”.

Das Europäische Parlament hat der Umsetzung des Zolldeals am 26. März 2026 zugestimmt – dies allerdings an Bedingungen geknüpft. So soll eine Klausel es ermöglichen, die neuen Zollpräferenzen mit den USA unter bestimmten Bedingungen auszusetzen. Weiterhin führten die Abgeordneten eine „Sunrise-Klausel“ ein, mit der die neuen Zölle nur dann in Kraft treten würden, wenn die USA ihren Verpflichtungen nachkommen. Der Gesetzentwurf geht nun in die Verhandlung mit der Kommission und dem Rat der Europäischen Union - also den Mitgliedsstaaten.

Internationale Handelspartnerschaften

„Dies ist nicht das Ende des Prozesses, wir arbeiten weiterhin mit den USA zusammen, um weitere Zollsenkungen zu vereinbaren, mehr Bereiche der Zusammenarbeit zu identifizieren und mehr Wirtschaftswachstumspotenzial zu schaffen”, sagte EU-Kommissionpräsidentin Ursula von der Leyen nach der Verständigung. Sie kündigte zudem an, die internationalen Handelspartnerschaften weiter zu diversifizieren für Arbeitsplätze und Wohlstand in der EU.