Landwirtschaft sichert stabile Ernte trotz Wetterextremen

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Erntebericht 2025 Landwirtschaft sichert stabile Ernte trotz Wetterextremen

Die deutsche Landwirtschaft hat 2025 eine gute Ernte erzielt – trotz wechselhafter Witterungsverhältnisse. Das zeigt der Erntebericht, den Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer vorgestellt hat. Die Ergebnisse der Ernte 2025 im Überblick.

2 Min. Lesedauer

Ein Mähdrescher auf einem Gerstenfeld bei Laichingen

Die gesamte Getreideernte, inklusive Körnermais, wird auf rund 44,7 Millionen Tonnen geschätzt.

Foto: imago images / Arnulf Hettrich

Wie schon in den Vorjahren bleibt der Winterweizen auch 2025 die wichtigste Kultur in Deutschland. Aufgrund größerer Anbauflächen lag die Erntemenge bei fast 23 Millionen Tonnen – das sind rund 26 Prozent mehr als 2024. „Unsere Landwirtinnen und Landwirte haben ganze Arbeit geleistet. Dafür gebührt ihnen Respekt und Dank. Unsere Landwirtschaft ist widerstandsfähig und innovativ", bilanzierte Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer.

Gefüllte Speicher trotz widriger Bedingungen

Besonders anerkennend zeigte sich der Bundesminister angesichts gefüllter Speicher trotz schwieriger Witterung: „Stabile Ernten gibt es in Zeiten widriger Wetterbedingungen nur mit unermüdlichem Einsatz, Unternehmergeist und verlässlichen Rahmenbedingungen."

Basis des Ernteberichts sind die Ergebnisse der besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung (BEE). Sie ist im Agrarstatistikgesetz Paragraph 47 verankert und wird gemeinsam vom Statistischem Bundesamt und den Statistischen Ämtern der Länder umgesetzt. 

Die Ernte 2025 im Überblick:

Die gesamte Getreideernte wird auf fast 45 Millionen Tonnen geschätzt, das sind fast 15  Prozent mehr als 2024. In allen Bundesländern wurden höhere Erträge als 2024 eingefahren. Die wichtigste Getreidekultur Winterweizen erreicht 2025 voraussichtlich fast 23 Millionen Tonnen, das sind fast 10 Prozent mehr als 2024. 

Die Anbaufläche von Hafer wurde auf mehr als 187.000 Hektar erhöht. Das entspricht der Anbaufläche von Hafer von vor 20 Jahren. Die Erntemenge liegt erstmals seit 2005 über 900.000 Tonnen. Die Winterrapsernte 2025 wird auf fast 4 Millionen Tonnen geschätzt, das sind 9,4 Prozent mehr als 2024. Die größten Anbauflächen lagen dabei in Mecklenburg-Vorpommern mit fast 188.000 Hektar, Sachsen-Anhalt mit fast 124.000 Hektar und Bayern mit mehr als 115.000 Hektar.

Die Anbaufläche von Hülsenfrüchten wurde auf über 300.000 Hektar vergrößert, das sind 6 Prozent mehr als 2024. Die Ackerbohne bleibt zweitwichtigste Kultur, gefolgt von leicht steigenden Sojabohnen-Flächen und Süßlupinen. Die Felderbse legt weiter zu und bleibt Deutschlands dominierende Eiweißpflanze, sogenannte Körnerleguminose.

Beim Obst wird nach einem milden Frühjahr eine gute Ernte erwartet. Äpfel dürften 1 Million Tonnen erzielen, 15,7 Prozent mehr als 2024, Kirschen knapp 50.000 Tonnen – ein deutlicher Zuwachs von 41 Prozent. Pflaumen und Zwetschen bleiben stabil bei mehr als 44.000 Tonnen. Vorläufige Zahlen zur Kartoffelernte deuten darauf hin, dass stabile bis leicht steigende Hektarerträge im Vergleich zu 2024 zu erwarten sind. Wegen größerer Anbauflächen dürfte auch die Erntemenge größer ausfallen.

Die Hopfenernte könnte 2025 etwas kleiner ausfallen als 2024 – hier ging die Anbaufläche zurück. Die Weinlese 2025 hat erst begonnen. Sie profitiert von günstigem Wetter, vor allem für frühreifende Sorten.