Mehr Digitalisierung in der Pflege

Gesundheit Mehr Digitalisierung in der Pflege

Mehr digitale Helfer für Pflegebedürftige, mehr Telemedizin und eine gute digitale Infrastruktur - das sind die Ziele des Gesetzes zur digitalen Modernisierung von Versorgung und Pflege. Das Kabinett hat den Gesetzentwurf beschlossen.

Ein Arzt mit einem Tablet.

Digitale Anwendungen werden auch in der Pflege in die Regelversorgung aufgenommen.

Foto: mauritius images

Die Bedeutung der Digitalisierung im Gesundheitswesen und die Notwendigkeit, die Potenziale der Digitalisierung besser auszuschöpfen, hat sich gerade auch in der Corona-Pandemie gezeigt. Künftig sollen digitale Anwendungen auch in der Pflege - wie beispielsweise Apps zur Sturzprävention oder zum Gedächtnistraining - in die Regelversorgung aufgenommen werden können. Digitale Anwendungen können künftig mit der elektronischen Patientenakte verknüpft werden.

Dazu hat das Kabinett am Mittwoch den Gesetzentwurf zur digitalen Modernisierung von Versorgung und Pflege beschlossen.

Datenschutz und -sicherheit bleiben

Auch Hebammen und Heilmittelerbringer sollen künftig Videosprechstunden und telemedizinische Leistungen anbieten können und diese vergütet bekommen. Zudem kann das E-Rezept einfacher und sogar grenzüberschreitend genutzt werden. Daneben wird eine Patientenkurzakte geschaffen. Wichtige Informationen können Patienten somit auch bei Aufenthalt im EU-Ausland mit ihren Ärzten teilen. Alle Anforderungen an IT-Sicherheit, Datensicherheit und Datenschutz sollen dabei - wie bisher - berücksichtigt werden.

Zuverlässige Gesundheitsinformationen im Internet

Zudem wird das Gesundheitsportal gesund.bund.de gesetzlich verankert. Mit dem digitalen Portal bündelt das Bundesgesundheitsministerium verlässliche Gesundheitsinformationen zu relevanten Gesundheitsthemen. Als unabhängiges Gesundheitsportal unterstützt gesund.bund.de Menschen dabei, die eigene Gesundheit zu verstehen und die vielen medizinischen Angebote zu Vorbeugung, Diagnostik und Behandlung richtig einordnen zu können.

Der Entwurf des Gesetzes zur digitalen Modernisierung von Versorgung und Pflege weitet die angestoßenen Maßnahmen des Digitalen Versorgung-Gesetzes und des  Patientendaten-Schutzgesetzes aus und treibt sich voran.