75 Jahre Grundgesetz
Nach dem Mauerfall vollzieht sich die Wiedervereinigung in großen Schritten. Noch 1990 gibt es die ersten gemeinsamen Bundestagswahlen. Internationale Verträge sichern die innere und äußere Souveränität des vereinigten Deutschland ab. 1991 beschließt der Deutsche Bundestag, dass Berlin Hauptstadt wird. Der wirtschaftliche Umbruch stellt die Menschen allerdings vor große Herausforderungen. Zeitgleich wird die DDR-Diktatur juristisch und historisch aufgearbeitet. Auch die nationalsozialistische Vergangenheit bleibt ein breitdiskutiertes Thema. Gleichzeitig erschüttern rechtsextreme, rassistische Gewalttaten mit Toten und Verletzten das Land.
- per E-Mail teilen, Die 1990er – Einigkeit und Recht und Freiheit
- per Facebook teilen, Die 1990er – Einigkeit und Recht und Freiheit
Beitrag teilen
- E-Mail per E-Mail teilen, Die 1990er – Einigkeit und Recht und Freiheit
- Facebook per Facebook teilen, Die 1990er – Einigkeit und Recht und Freiheit
- Threema per Threema teilen, Die 1990er – Einigkeit und Recht und Freiheit
- WhatsApp per Whatsapp teilen, Die 1990er – Einigkeit und Recht und Freiheit
- X per X teilen, Die 1990er – Einigkeit und Recht und Freiheit
Erste Runde der „2 + 4-Gespräche“ am 5.5.1990 in Bonn. Die Außenminister der beiden deutschen Staaten und der vier Siegermächte des Zweiten Weltkriegs beraten über die äußeren Aspekte der Deutschen Einheit. Am 12.09.1990 wird ein Vertrag dazu in Moskau unterzeichnet. Er regelt unter anderem die endgültigen mitteleuropäischen Grenzen und damit das Staatsgebiet des vereinten Deutschland, die Personalstärke der deutschen Streitkräfte sowie den Abzug der sowjetischen Truppen aus Ostdeutschland bis 1994.
Nach langen Vorbereitungen wird die deutsche Wiedervereinigung rund ein Jahr nach dem Mauerfall offiziell vollendet. Bundespräsident Richard von Weizsäcker, Bundeskanzler Helmut Kohl feiern zusammen mit anderen Politikerinnen und Politikern auf der Ehrentribüne am Reichstagsgebäude den Tag der Deutschen Einheit am 3.10.1990.
Nachdem Deutschland seit dem 3.10. wiedervereint ist, wählen am 2.12.1990 die Bürgerinnen und Bürger zum ersten Mal gemeinsam den Deutschen Bundestag. Hier Wählerinnen und Wähler in einem Wahllokal in Leipzig.
Nach 49 Jahren Anwesenheit in der Bundesrepublik Deutschland und vier Jahre nach der Wiedervereinigung werden die Streitkräfte der Westalliierten am 8.9.1994 mit einem Zapfenstreich verabschiedet. Bereits wenige Tage zuvor verlassen die russischen Soldaten Deutschland.
Das Bundespräsidentenpaar Herzog besucht am 1.7.1995 gemeinsam mit Christo und Jeanne Claude das verhüllte Reichstagsgebäude. Nach Umbauarbeiten tritt am 8.9.1999 der Bundestag erstmals im neuen Plenarsaal des Reichstagsgebäudes zusammen. Nach langer Debatte hatte der Bundestag 1990 Berlin zur Hauptstadt der wiedervereinigten Bundesrepublik Deutschland erklärt.
Seit der Wiedervereinigung Deutschlands nimmt die Bundeswehr mehr und mehr an friedensschaffenden oder -sichernden Maßnahmen außerhalb des NATO-Gebietes teil. Am 23.12.1997 informieren sich Bundeskanzler Helmut Kohl und Verteidigungsminister Volker Rühe im Feldlager des deutschen SFOR-Kontingents Raijlovac in Bosnien über die Ausrüstung der Truppe.
Am 14.5.1998 besucht US-Präsident Bill Clinton Berlin. Anlass ist der 50. Jahrestag der Berliner Luftbrücke. Gemeinsam mit Bundeskanzler Helmut Kohl würdigt Clinton die „Rosinenbomber“ der USArmy. Sie hatten 1948 und 1949 West-Berlin mit lebenswichtigen Gütern aus der Luft versorgt. Die Sowjets hatten die anderen Verkehrswege zu Berlin abgeschnitten.
Am 27.10.1998 wird Gerhard Schröder zum Bundeskanzler gewählt. Hier zusammen mit Außenminister Joschka Fischer nach seiner ersten Regierungserklärung vor dem Deutschen Bundestag. Schröder setzt Reformen zum Beispiel in der Sozialversicherung, im Steuersystem und im Staatsangehörigkeitsrecht durch.
Erste Runde der „2 + 4-Gespräche“ am 5.5.1990 in Bonn. Die Außenminister der beiden deutschen Staaten und der vier Siegermächte des Zweiten Weltkriegs beraten über die äußeren Aspekte der Deutschen Einheit. Am 12.09.1990 wird ein Vertrag dazu in Moskau unterzeichnet. Er regelt unter anderem die endgültigen mitteleuropäischen Grenzen und damit das Staatsgebiet des vereinten Deutschland, die Personalstärke der deutschen Streitkräfte sowie den Abzug der sowjetischen Truppen aus Ostdeutschland bis 1994.
Nach langen Vorbereitungen wird die deutsche Wiedervereinigung rund ein Jahr nach dem Mauerfall offiziell vollendet. Bundespräsident Richard von Weizsäcker, Bundeskanzler Helmut Kohl feiern zusammen mit anderen Politikerinnen und Politikern auf der Ehrentribüne am Reichstagsgebäude den Tag der Deutschen Einheit am 3.10.1990.
Nachdem Deutschland seit dem 3.10. wiedervereint ist, wählen am 2.12.1990 die Bürgerinnen und Bürger zum ersten Mal gemeinsam den Deutschen Bundestag. Hier Wählerinnen und Wähler in einem Wahllokal in Leipzig.
Nach 49 Jahren Anwesenheit in der Bundesrepublik Deutschland und vier Jahre nach der Wiedervereinigung werden die Streitkräfte der Westalliierten am 8.9.1994 mit einem Zapfenstreich verabschiedet. Bereits wenige Tage zuvor verlassen die russischen Soldaten Deutschland.
Das Bundespräsidentenpaar Herzog besucht am 1.7.1995 gemeinsam mit Christo und Jeanne Claude das verhüllte Reichstagsgebäude. Nach Umbauarbeiten tritt am 8.9.1999 der Bundestag erstmals im neuen Plenarsaal des Reichstagsgebäudes zusammen. Nach langer Debatte hatte der Bundestag 1990 Berlin zur Hauptstadt der wiedervereinigten Bundesrepublik Deutschland erklärt.
Seit der Wiedervereinigung Deutschlands nimmt die Bundeswehr mehr und mehr an friedensschaffenden oder -sichernden Maßnahmen außerhalb des NATO-Gebietes teil. Am 23.12.1997 informieren sich Bundeskanzler Helmut Kohl und Verteidigungsminister Volker Rühe im Feldlager des deutschen SFOR-Kontingents Raijlovac in Bosnien über die Ausrüstung der Truppe.
Am 14.5.1998 besucht US-Präsident Bill Clinton Berlin. Anlass ist der 50. Jahrestag der Berliner Luftbrücke. Gemeinsam mit Bundeskanzler Helmut Kohl würdigt Clinton die „Rosinenbomber“ der USArmy. Sie hatten 1948 und 1949 West-Berlin mit lebenswichtigen Gütern aus der Luft versorgt. Die Sowjets hatten die anderen Verkehrswege zu Berlin abgeschnitten.
Am 27.10.1998 wird Gerhard Schröder zum Bundeskanzler gewählt. Hier zusammen mit Außenminister Joschka Fischer nach seiner ersten Regierungserklärung vor dem Deutschen Bundestag. Schröder setzt Reformen zum Beispiel in der Sozialversicherung, im Steuersystem und im Staatsangehörigkeitsrecht durch.