- Pressemitteilung BKM-83
- Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)
Am 1. September 1939 überfiel das nationalsozialistische Deutschland Polen und begann damit den Zweiten Weltkrieg. Um an die Millionen Opfer der deutschen Aggression und Besatzung zu erinnern, soll im Zentrum Berlins ein dauerhafter Ort des Gedenkens entstehen: das vom Deutschen Bundestag beschlossene Denkmal für die polnischen Opfer des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Besatzung in Polen 1939–1945. Derzeit läuft ein Gestaltungswettbewerb; im Dezember 2026 wird ein Preisgericht über einen Siegerentwurf beraten.
Anlässlich des Jahrestages des deutschen Überfalls auf Polen sagte Wolfram Weimer, Staatsminister für Kultur und Medien: „Der Krieg und die deutsche Besatzung brachten unermessliches Leid über Polen und seine Bevölkerung. Wir gedenken heute der Millionen Menschen, die ermordet, vertrieben und ihrer Heimat beraubt wurden. An die polnischen Opfer der deutschen Aggression zu erinnern, sind wir ihnen und ihren Nachkommen schuldig. Denn nur durch eine lebendige Erinnerung und die konsequente Aufarbeitung der deutschen Verbrechen können wir aus unserer Geschichte lernen und Verantwortung für die Zukunft übernehmen. Deshalb bin ich sehr froh, dass die Errichtung des Denkmals für die polnischen Opfer des Zweiten Weltkriegs und die Opfer der deutschen Besatzung in Polen 1939 – 1945 ab 2027 startet.“
Das Denkmal soll auf dem Gelände der früheren Kroll-Oper, unweit des Bundeskanzleramts und des Deutschen Bundestages, entstehen. Bereits im Juni 2025 wurde dort in Anwesenheit von Staatsminister Wolfram Weimer der vom Deutschen Polen-Institut initiierte temporäre Gedenkort für die Opfer der deutschen Besatzung Polens der Öffentlichkeit übergeben.