Bundeswehr hilft in Hochwassergebieten

Unwetterkatastrophe Bundeswehr hilft in Hochwassergebieten

Die Bundeswehr war von Anfang an mit Personal und Geräten bei der Bekämpfung der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen im Einsatz. Und sie wird dort bleiben, solange sie gebraucht wird. Fast 50 Anträge auf Unterstützung der Bundeswehr durch Amtshilfe konnten bislang umgesetzt werden.

Schnell war klar, dass die ursprünglich von den Behörden angeforderte Amtshilfe an Transportunterstützung allein nicht ausreichen würde, um die Folgen der Flutkatastrophe zu bewältigen. Die ersten Soldatinnen und Soldaten vor Ort in den Katastrophengebieten waren damit konfrontiert, dass dringend weitere Hilfe gebraucht wurde. Sie nutzten sie die Strukturen der Bundeswehr, um Material, Fahrzeuge und vor allem Personal zu organisieren.

Derzeit sind etwa 800 Soldatinnen und Soldaten sowie zivile Angehörige der Bundeswehr in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen eingesetzt. Der Schwerpunkt des Einsatzes liegt im Landkreis Ahrweiler. Lagebezogen können weitere Kräfte der Bundeswehr hinzugezogen.

Vielseitige Unterstützung

Dabei unterstützt die Bundeswehr auf vielen Gebieten mit ihren vielseitigen Fähigkeiten:

  • Nachdem zunächst Aufräumarbeiten mit Berge- und Pionierpanzern anstanden, wird nun auch Hilfe beim Aufbau der Infrastruktur geleistet. Dabei kommen Brückenlegepanzer und Behelfsbrücken zum Einsatz. Es werden aber auch Funknetze hergestellt und das Funkmaterial bereitgestellt, um die Kommunikation zu verbessern.
  • Die Bundeswehr hilft auch bei der Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser und Lebensmitteln. Dazu werden Trinkwasseraufbereitungsanlagen und Feldküchen genutzt. Außerdem werden Notunterkünfte mit 1.400 Betten vorgehalten.
  • Mit Hilfe der Aufklärungsflugzeuge Tornado und Airbus A319 wurden Luftbilder erstellt, um einen besseren Überblick über das Ausmaß der Flutkatastrophe zu erhalten.

Bundeswehr bleibt, solange sie gebraucht wird

Das Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr in Berlin koordiniert den Einsatz der zivilen und militärischen Kräfte. Die Absicht des Bundesverteidigungsministeriums ist es weiterhin, in den betroffenen Gebieten zu unterstützen, um Leben zu retten, Gefahren abzuwehren und für die Allgemeinheit wertvolle Güter zu schützen. „Wir sind hier, um zu helfen und wir bleiben, solange wir gebraucht werden“, versprach Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer den Betroffenen in den Hochwasserschutzgebieten.

Weitere Informationen der Unterstützung durch die Bundeswehr finden Sie bei der  Streitkräftebasis

Amtshilfe – was ist das?
Amtshilfe bedeutet immer: Unterstützen. Dabei hilft die Bundeswehr auf Basis von Anträgen, die üblicherweise aus den Kreisen und kreisfreien Städten kommen – von dort, wo gerade Not herrscht. Dies kann auch auf Landesebene oder Bezirksebene geschehen. Geregelt ist die Amtshilfe in Artikel 35 des Grundgesetzes.

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