Fragen und Antworten
Am 14. Juni ist Weltblutspendetag. Blutspenden werden an jedem Tag im Jahr dringend benötigt und jede Spende kann Leben retten. Hier finden Sie Antworten auf Fragen wie: Wo kann ich Blut spenden? Wie läuft eine Blutspende ab? Und wer kann überhaupt Blut spenden?
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Jährlich werden in Deutschland mehr als drei Millionen Blutspenden benötigt. Eine Blutabnahme dauert nur zehn Minuten und kann Leben retten.
Foto: Bundesregierung/ Raik Tybussek
In Deutschland werden jährlich mehr als drei Millionen Blutspenden gebraucht – zum Beispiel für Unfallopfer, bei Operationen, bei Transplantationen oder für die Behandlung von Krebserkrankungen. Wir können auf Blutkonserven und Blutprodukte nicht verzichten. Hinzu kommt: Blutkonserven sind nicht lange haltbar.
Eine Blutkonserve muss außerdem zum Empfänger passen. Nur wenn die Blutgruppen kompatibel sind, kann der Patient versorgt werden. Fehlen Blutgruppen wie A, B, AB oder 0, kann es zu gefährlichen Versorgungsengpässen in den Kliniken kommen.
Vor allem im Sommer werden Blutkonserven häufig knapp. Durch Urlaubs- und Ferienzeiten sinkt die Spendenbereitschaft. Gerade dann ist es besonders wichtig, zur Blutspende zu gehen.
Daher: Jede einzelne Spende wird dringend gebraucht!
Neben dem sogenannten „Vollblut“ kann man auch einen Bestandteil des Blutes spenden, nämlich Blutplasma. Es wird zum Beispiel für Menschen mit schweren Blutverlusten eingesetzt. Blutplasma kann häufiger gespendet werden als Vollblut.
Neben Blutplasma kann man auch andere Blutbestandteile spenden. Hier ist ein Überblick über die verschiedenen Blutspendearten.
Vor einer Blutspende sollte man ausreichend essen und trinken. So ist der Körper besser auf den Blutverlust vorbereitet. Außerdem muss man sich vorher anmelden und kurz die Gesundheit checken lassen. Die Blutabnahme selbst dauert dann nur etwa zehn Minuten. Und danach heißt es: Ausruhen, mindestens 30 Minuten.
Wie die Blut- und Plasmaspende genau abläuft und weitere Infomationen finden Sie bei beim Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit.
In Deutschland gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Blut zu spenden – sowohl in festen Instituten als auch bei mobilen Spendeterminen.
Diese virtuellen Karte von blutspenden.de zeigt Blutspendedienste in der Nähe.
Innerhalb von zwölf Monaten dürfen Frauen höchstens viermal und Männer höchstens sechsmal Blut spenden. Außerdem müssen zwischen den Blutspenden mindestens acht Wochen liegen.
Bei der Plasmaspende kann deutlich häufiger gespendet werden und die Abstände sind kürzer. Denn die Plasmaspende ist schonender für den Körper.
Das Mindestalter für eine Blutspende liegt bei 18 Jahren. Eine Höchstaltersgrenze gibt es seit 2023 nicht mehr.
Außerdem muss das Körpergewicht bei mindestens 50 Kilogramm liegen, damit der Blutverlust gut verkraftet wird. Zudem muss das Blut einen bestimmten Hämoglobin-Wert haben, damit der Körper den Blutverlust gut ausgleichen kann.
Manche Menschen können vorübergehend oder dauerhaft kein Blut spenden – zum Beispiel bei bestimmten Erkrankungen, Infektionen, wenn bestimmte Medikamente genommen werden oder nach bestimmten Auslandsreisen. Auch während der Schwangerschaft und Stillzeit darf kein Blut gespendet werden. Nach einer Tätowierung oder einem Piercing ist eine Blutspende erst wieder nach vier Monaten möglich. Weitere Voraussetzungen zum Blutspenden finden sie hier.
Am 14. Juni macht der Weltblutspendetag auf die große Bedeutung von Blut- und Plasmaspenden aufmerksam. Das WHO-Motto 2025 lautet: „Blut spenden, Hoffnung geben. Gemeinsam retten wir Leben!“
Blutspenden sind lebenswichtig – vor allem, wenn die Vorräte knapp sind. Jede Spenderin und jeder Spender zeigt Solidarität und hilft, Leben zu retten.