Deutschland ist führend bei Forschung und Innovation

Bundesbericht 2020 Deutschland ist führend bei Forschung und Innovation

Insgesamt 105 Milliarden Euro haben Staat und Wirtschaft 2018 in Forschung und Entwicklung investiert - das entspricht 3,13 Prozent der Wirtschaftsleistung. Ein Überblick zum aktuellen Bundesbericht Forschung und Innovation, den das Kabinett beschlossen hat.

Ein Forscher am Mikroskop.

Mit der "Hightech-Strategie 2025" sollen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Deutschland bis 2025 auf 3,5 Prozent des BIP steigen.

Foto: Getty Images

Deutschland ist Innovationsland und steht im weltweiten Vergleich sehr gut da: Dank der konsequenten Förderung von Forschung und Innovation liegt Deutschland auf Platz vier der forschungsintensivsten Volkswirtschaften der Welt. Das zeigt der Bundesbericht Forschung und Innovation 2020, den das Kabinett beschlossen hat.

Der Bundesbericht Forschung und Innovation 2020 informiert alle zwei Jahre umfassend über die Forschungs- und Innovationspolitik von Bund und Ländern. Dabei nimmt er Stellung zu zentralen Aussagen des Gutachtens der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI), das zuletzt am 19. Februar 2020 an die Bundesregierung übergeben wurde.

Forschung und Innovation eröffnen Zukunftschancen

Derzeit stellt der Schutz der Gesundheit in Deutschland und weltweit eine besondere Herausforderung dar. Aber auch für andere Bereiche wie den globalen Klimaschutz, die Stärkung der technologischen Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland und Europa oder die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse, sind weitere Anstrengungen erforderlich. Forschung und Innovation, die das Prinzip der Vorsorge aufrechterhalten, leisten dazu einen zentralen Beitrag.

Durch Bildung, Forschung und Innovation eröffnet die Bundesregierung Zukunftschancen und fördert eine positive Innovationsdynamik. Mit der Hightech-Strategie 2025 hat sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, 2025 gemeinsam mit den Ländern und der Wirtschaft 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes in Forschung und Entwicklung (FuE) zu investieren. Im Jahr 2018 wurden 3,13 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung in FuE investiert. Damit zählt Deutschland zu den forschungsintensivsten Volkswirtschaften weltweit. Diesen Erfolg hebt auch die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) in ihrem Gutachten 2020 hervor.

Corona-Forschung schnell intensiviert

"Das deutsche Forschungs- und Innovationssystem kann auch auf unvorhergesehene Ereignisse schnell und effektiv reagieren. Denn wir haben in den vergangenen Jahren konsequent auf Forschung und Innovation gesetzt", sagt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek. Das habe sich nicht zuletzt bei den ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gezeigt. Als forschungspolitische Antwort auf die weltweite Ausbreitung des neuartigen Coronavirus und die Zunahme der Erkrankungen mit Covid-19 wurden deshalb Anfang 2020 die Forschungsanstrengungen in Deutschland ausgebaut und beschleunigt. Im Mittelpunkt standen zunächst Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und die bestmögliche Behandlung der Erkrankten.

Die Entwicklung von Impfstoffen, Arzneimitteln und Testverfahren bilden einen zentralen Baustein, den die Bundesregierung weiter vorantreibt. Dabei zeigt sich die hohe Bedeutung der internationalen Forschungszusammenarbeit, des Austauschs von Forschungsdaten und der Kooperation der mit der Pandemie befassten Forschungseinrichtungen in aller Welt.

Noch sind die langfristigen Folgen der Corona-Pandemie nicht absehbar. Forschung und Innovation können aber einen entscheidenden Beitrag leisten, um die derzeit von großer Unsicherheit geprägte dynamische Entwicklung auf eine solide Daten- und Wissensbasis zu stellen. Dazu ist es auch wichtig, die Ursachen des Krankheitsgeschehens besser zu verstehen und den weltweiten Wissensstand zu Faktoren für die Zunahme von neuen Infektionskrankheiten zu erweitern. Um hier einen wesentlichen Beitrag leisten zu können, ist das deutsche Forschungs- und Innovationssystem gut aufgestellt.

Digitalisierung und technologische Souveränität, pharmazeutische Forschung sowie die Entwicklung von klimafreundlichen Technologien seien die Gebote der kommenden Wochen und Monate, so die Ministerin. "Der Bundesbericht Forschung und Innovation 2020 zeigt uns, dass unsere Richtung stimmt. Deswegen müssen wir noch klarer als bisher auf Innovationen setzen."