Unternehmen stäken und nachhaltig aufstellen
Foto: Bundesregierung
Missionen:
Nachhaltigkeit wird für Unternehmen immer wichtiger. Besonders kleine und mittlere Unternehmen haben aber oft viel Aufwand, wenn sie Informationen zu Umwelt, Klima und sozialen Themen erfassen müssen. Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) soll Unternehmen dabei unterstützen. Mit einer kostenlosen digitalen Plattform können sie ihre Daten einfach erfassen und für verschiedene Zwecke nutzen. Das bedeutet weniger Bürokratie, Finanzierungen leichter bekommen und besser auf zukünftige Anforderungen vorbereitet sein. Bis 2029 sollen rund 15.000 Unternehmen den DNK nutzen.
Gemeinsame Umsetzung
Die Mission wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gemeinsam mit dem Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat und dem Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung umgesetzt.
Die Mission trägt zu den Handlungsfeldern 1 und 2 bei. Sie zahlt auf folgende Nachhaltigkeitsziele ein: SDG 8 (Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum), SDG 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur) und 12 (Nachhaltig produzieren und konsumieren).
Kaputte Dinge sollen häufiger repariert statt weggeworfen werden. Auf diese Weise nutzen wir Produkte länger und sparen damit wertvolle Rohstoffe. Das gilt zum Beispiel für Elektrogeräte und andere Alltagsprodukte.
Die Bundesregierung möchte deshalb Reparaturen einfacher und attraktiver machen. Geprüft werden unter anderem:
- bessere Informationen darüber, ob und wie ein Produkt repariert werden kann,
- ein leichterer Zugang zu Ersatzteilen und Reparaturinformationen,
- ein bundesweiter Reparaturbonus,
- Unterstützung für Reparatur-Initiativen und Reparaturbetriebe.
Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das: Langlebigere und reparaturfreundliche Produkte sparen Kosten sowie Müll. Gleichzeitig stärkt dieser nachhaltige Ansatz das Handwerk.
Gemeinsame Umsetzung
Die Mission wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gemeinsam mit dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales umgesetzt.
Sie trägt zudem zu den Handlungsfeldern 2, 3 und 4 bei und zahlt auf die Nachhaltigkeitsziele SDG 4 (Hochwertige Bildung weltweit), SDG 8 (Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum), SDG 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur), SDG 12 (Nachhaltig produzieren und konsumieren), SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) sowie auch SDG 10 (Weniger Ungleichheiten ), SDG 14 (Leben unter Wasser schützen) und SDG 15 (Leben an Land) ein.
Auch Behörden kaufen täglich viele Produkte und Dienstleistungen ein. Dabei soll künftig stärker auf Nachhaltigkeit geachtet werden. Dafür wird eine digitale Wissensdatenbank aufgebaut. Sie soll Beschäftigten in Behörden praktische und verständliche Informationen geben. Damit soll nachhaltiges Einkaufen einfacher, einheitlicher und weniger bürokratisch werden. Perspektivisch soll das Angebot auch für Länder und Kommunen geöffnet werden.
Gemeinsame Umsetzung
Die Mission wird durch das Bundesministerium des Innern gemeinsam mit allen weiteren Bundesministerien im Rahmen des Interministeriellen Ausschusses für nachhaltige öffentliche Beschaffung umgesetzt. Sie trägt zu den Handlungsfeldern 2 und 4 bei und zahlt auf folgende Nachhaltigkeitsziele ein: SDG 3 (Gesundheit und Wohlergehen), SDG 4 (Hochwertige Bildung weltweit), SDG 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur) und SDG 12 (Nachhaltig produzieren und konsumieren).
Wenn Behörden Produkte über öffentliche Einkaufsplattformen bestellen, sollen sie Nachhaltigkeitskriterien künftig leichter berücksichtigen. Dafür entwickeln wir einheitliche Anforderungen. Einkäufer filtern Produkte und Dienstleistungen zum Beispiel nach bestimmten Umweltstandards. Dabei nutzen sie möglichst bekannte Standards wie den Blauen Engel. Das vereinfacht die nachhaltige Beschaffung für Behörden und schafft gleichzeitig mehr Transparenz für Unternehmen.
Gemeinsame Umsetzung
Die Mission wird durch das Bundesministerium des Innern gemeinsam mit allen weiteren Bundesministerien im Rahmen des Interministeriellen Ausschusses für nachhaltige öffentliche Beschaffung umgesetzt. Die Mission trägt zum Handlungsfeld 2 bei und zahlt auf folgende Nachhaltigkeitsziele ein: SDG 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur), SDG 12 (Nachhaltig produzieren und konsumieren) und SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz).
Bis 2029 sollen deutlich mehr Verpackungen aus biobasierten Kunststoffen (Drop-in-Kunststoffe) im Handel eingesetzt werden. Sie werden aus nachwachsenden Rohstoffen statt aus Erdöl hergestellt und können helfen, fossile Rohstoffe und klimaschädliche Emissionen zu reduzieren. Drop-in-Kunststoffe können genauso wie herkömmliche Kunststoffe verwendet werden, weil sie eine ähnliche chemische Struktur aufweisen. Um den Anteil der umweltfreundlichen Verpackung zu fördern, sollen Forschungsergebnisse schneller in die industrielle Produktion gebracht und regionale Wertschöpfung gestärkt werden. Wichtig sind dabei eine nachhaltige Herstellung, ein sparsamer Umgang mit Rohstoffen und eine gute Recyclingfähigkeit.
Gemeinsame Umsetzung
Die Mission wird vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat gemeinsam mit dem Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit umgesetzt. Sie trägt zu den Handlungsfeldern 2 und 4 bei. Sie zahlt auf folgendes Nachhaltigkeitsziel ein: SDG 12 (Nachhaltig produzieren und konsumieren).
Kleidung muss unter besseren Bedingungen für Mensch und Umwelt entstehen. Dafür gilt es, die Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern spürbar zu verbessern und den Umwelt- sowie Klimaschutz massiv zu stärken. Wir unterstützen Unternehmen dabei, verantwortungsvoll und nachhaltig zu produzieren. Gleichzeitig erleichtern wir es Verbraucherinnen und Verbrauchern, die Herstellungsbedingungen von Kleidung transparent zu erkennen – unter anderem durch die gezielte Weiterentwicklung von Informationsangeboten und Nachhaltigkeitssiegeln. Die Bundesverwaltung geht mit gutem Beispiel voran: Bis 2030 kauft sie mindestens 80 Prozent ihrer Textilien nachhaltig ein.
Gemeinsame Umsetzung
Die Mission wird durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gemeinsam mit dem Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, dem Auswärtigem Amt, dem Bundesministerium des Innern, Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem Bundesfinanzministerium umgesetzt. Die Mission trägt zu den Handlungsfeldern 2, 3, 4 und 5 bei. Sie zahlt auf folgende Nachhaltigkeitsziele ein: SDG 1 (Armut in jeder Form und überall beenden), SDG 3 (Gesundheit und Wohlergehen) SDG 5 (Gleichstellung von Frauen und Männern), SDG 8 (Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum), SDG 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur), SDG 12 (Nachhaltig produzieren und konsumieren), SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) und SDG 16 (Starke und transparente Institutionen fördern).
Unternehmen sollen bei der Umsetzung von Menschenrechts- und Umweltstandards besser unterstützt werden. Dafür sollen praktische Informationen, Beratung und weitere Hilfsangebote ausgebaut und besser aufeinander abgestimmt werden. So sollen Unternehmen einfacher wissen, was von ihnen erwartet wird und wie sie die Anforderungen umsetzen können.
Gemeinsame Umsetzung
Die Mission wird federführend durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales umgesetzt. Sie trägt zu den Handlungsfeldern 2, 4 und 5 bei und zahlt vor allem auf folgende Nachhaltigkeitsziele ein: SDG 8 (Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum) und SDG 12 (Nachhaltig produzieren und konsumieren).