- Pressemitteilung BKM - 36
- Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)
Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer setzt in diesem Jahr einen besonderen Schwerpunkt auf Jugendprojekte zur kulturellen Teilhabe in Stadt und Land. Der Bund stellt dafür zusätzlich eine Million Euro zur Verfügung. Unter dem Motto „JUGEND.macht.KULTUR 2026“ erweitern ausgewählte bundesgeförderte Kultureinrichtungen die Möglichkeiten für die kreative Beteiligung junger Menschen. Sie sollen damit stärker als bisher einbezogen und aktiviert werden. So fördert Kultur demokratische Kompetenzen, Verantwortungsbewusstsein und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Staatsminister Weimer: „Die kulturelle Teilhabe junger Menschen ist ein Zukunftselixier der Demokratie. Gerade Jugendliche und junge Erwachsene entfalten eine große schöpferische Kraft, wenn wir ihnen Raum zur kreativen Entfaltung geben. Dafür setzt der Bund ein klares Signal: Wir ermöglichen jungen Menschen unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem sozialen Hintergrund aktiven Zugang zu Kunst und Kultur.“
Mit der Initiative „JUGEND.macht.KULTUR 2026“ sollen vor allem Programme unterstützt werden, die jungen Menschen Wege zu Kunst, Kultur und kreativen Ausdrucksmöglichkeiten eröffnen. Dazu gehört das Projekt „KUNSTWELTEN“ der Akademie der Künste, das eine Aufstockung um bis zu 300.000 Euro erfährt. Hier begegnen Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren renommierten Künstlerinnen und Künstlern und werden eingeladen, selbst künstlerisch aktiv zu werden.
Auch das bundesweite Förderprogramm „U25 - Richtung: Junge Kulturinitiativen“ des Fonds Soziokultur erhält bis zu 300.000 Euro zusätzlich. Das Programm fördert Projekte junger Erwachsener zwischen 18 und 25 Jahren, die gesellschaftliche Themen künstlerisch aufgreifen und lokale Gemeinschaften aktiv einbinden.
Weitere 300.000 Euro kommen darüber hinaus der Vision Kino gGmbH zugute, die damit Zusatzangebote des bundesweiten Programms „SchulKinoWochen“ ermöglichen kann. Vision Kino organisiert in Kooperation mit den Projektbüros in den Bundesländern die SchulKinoWochen, die Schulklassen den Kinobesuch als Teil des Unterrichts anbieten. Das Programm ist eines der bundesweit größten kulturellen Bildungsprojekte mit über 800 teilnehmenden Kinos und etwa einer Million Teilnehmenden pro Jahr.
Ab Sommer unterstützt der Bund darüber hinaus ein Projekt des Deutschen Museumsbunds für jugendgerechte Angebote in Museen mit bis zu 75.000 Euro.
Als ergänzende Maßnahme im Rahmen der Initiative werden sich unter dem Dach der Stiftung Genshagen bundesgeförderte Einrichtungen über ihre Erfahrungen zum Thema kulturelle Teilhabe austauschen und stärker voneinander lernen. Daraus sollen neue unter anderem auch Gemeinschaftsprojekte für mehr Partizipation entstehen. Der Bund stellt der Stiftung Genshagen dazu bis zu 25.000 Euro zur Verfügung.
Mit seiner Initiative „JUGEND.macht.KULTUR 2026“ setzt Staatsminister Weimer einen deutlichen Akzent auf innovative kulturelle Angebote für Jugendliche, die sie auch aktivieren sollen, selbst kreativ zu werden. Das breite Angebot kultureller Bildung und Teilhabe wird mit der neuen Offensive des BKM massiv gestärkt.
Schon bislang fördert der Bund mit Programmen wie „Aller.Land“ in ländlichen Räumen die aktive kulturelle Teilhabe von Bürgerinnen und Bürgern vor Ort. Mit „JUGEND.macht.KULTUR 2026“ rücken junge Menschen ins Zentrum. „Diese Jugendinitiative ist eine Zukunftsoffensive für unsere Kulturnation Deutschland, denn das Publikum von morgen und den künftigen künstlerischen Nachwuchs müssen wir heute fördern“, so Staatsminister Weimer, „und Kultur entfaltet eine große Kraft, wenn junge Menschen selbst kreative Ideen entwickeln und ihr Lebensumfeld in Gemeinschaft mit anderen mitgestalten.“