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jeder dritte Chip, der in Europa gefertigt wird, stammt aus Sachsen. Das ist kein Zufall, sondern Ergebnis gezielter Investitionen in Forschung und Industrie. Ostdeutschland ist Innovationsland: Hier gehören Hochschulen und Forschungsinstitute zu den leistungsfähigsten in ganz Deutschland. Innovationen entstehen dabei nicht nur im Labor, sondern weil Wissenschaft, Start-ups und Industrie eng zusammenarbeiten. Bei der Wasserstoffwirtschaft und der Chip-Industrie zählt die Region zu den Vorreitern in Europa. Wer über das nächste Wirtschaftswunder spricht, kommt an Ostdeutschland nicht vorbei. In dieser Woche war der Bundeskanzler beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum in Bad Saarow – einem wunderschönen Flecken in Brandenburg. Das Treffen der ostdeutschen Wirtschaftsszene mit der regionalen politischen Führung und auch der Bundespolitik ist längst kein Geheimtipp mehr, sondern ein Pflichttreff für alle, die den Osten verstehen und studieren – und dort investieren wollen. Neben den vielen ostdeutschen Erfolgsgeschichten gibt es aber auch hier die to-do-Liste für Bundes- und Landesregierungen, für die Sozialpartner und für alle An- und Zupacker beim Umbau der Republik. Die Chancen kommen nicht zufällig vorbeigeschwommen am Scharmützelsee in Bad Saarow. Die Unternehmer haben ihren Mut mitgebracht – und sie wollen von der Bundesregierung Gewissheit: über Kosten, Risiken, Energieversorgung, Bürokratie. Die Bundesregierung hat schon einiges auf den Weg gebracht, etwa durch die schrittweise Absenkung der Körperschaftssteuer oder Abschreibungsmöglichkeiten für Investitionen. Bürokratie wird zurückgefahren, Berichtspflichten gekappt. In der kommenden Woche werden sich die Koalitionsspitzen mit den Gewerkschaften und der Wirtschaft zu den großen Reformprogrammen austauschen, weil am Ende alle einen Beitrag leisten müssen. Wichtig dabei ist, dass die Belastungen fair verteilt werden, um - wie der Kanzler in Bad Saarow sagte – den nächsten Generationen einen guten Start zu ermöglichen. Diese nächste Generation war ebenfalls in dieser Woche im Kanzleramt zu Gast. Der Bundesjugendring, ein Zusammenschluss von 29 Jugendverbänden und den Landesjugendringen, war mit rund 40 Vertreterinnen und Vertretern und einer langen Liste von Gesprächsthemen gekommen: Umwelt, die digitale Welt und die eigene Gesundheit – der Kanzler wurde nicht geschont und verließ die Gruppe in der Gewissheit, dass hier eine politisch selbstbewusste Generation nachkommt. In den kommenden Wochen stehen viele Jugendliche vor dem Schulabschluss und damit vor der Frage: Was nun? Möglichkeiten gibt es viele – freiwilliger Wehrdienst, soziales Engagement oder ins Studium. Friedrich Merz wirbt in einer Videobotschaft für einen Weg, der oft unterschätzt wird: die Ausbildung. In Deutschland gibt es mehr als 300 anerkannte Ausbildungsberufe, Fachkräfte werden überall gesucht. Meisterqualifikation, Selbständigkeit oder Studium können danach kommen. Ob in Ost- oder in Westdeutschland: Nach einer Erfolgsgeschichte klingt das hier wie dort. Ihr |