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Bundesregierung aktuell
Newsletter 19. Juni 2026
 
Porträt StS Kornelius
 
 
 
 
Liebe Leserin, lieber Leser,
 

wenn Sie am Wochenende in Berlin sind – oder einen guten Anlass suchen, in die Hauptstadt zu kommen – dann lade ich Sie herzlich ein: Die Bundesregierung öffnet ihre Türen. Am Samstag und Sonntag bieten das Bundeskanzleramt, die Ministerien und auch das Bundespresseamt Einblicke in ihre Arbeit. Wenn Sie also schon immer mal hinter die Kulissen des politischen Betriebs schauen wollten, dann kommen Sie vorbei. Der Bundeskanzler sowie Ministerinnen und Minister werden vor Ort sein und freuen sich darauf, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.

Ein persönliches Highlight ist für mich die Pressekonferenz mit Kindern und Jugendlichen am Samstag. Schon im vergangenen Jahr haben mich die Fragen der Nachwuchsreporterinnen und -reporter beeindruckt. Warum: Die Kinder haben einen unverstellten Blick und sind von ehrlicher Neugier getrieben. 
Manchmal wünschte ich, Sie könnten häufiger im Maschinenraum dabei sein. Die vergangene Woche hätte sich jedenfalls gelohnt. Die kleine Europatour des Bundeskanzlers ging vom französischen Évian nach Brüssel – von Format zu Format, wie es in der Kulissen-Sprache so schön heißt. Format eins bildete die Gruppe der Sieben, G7 genannt – ein diesmal besonders erfreuliches Treffen. In den großen Themen der Zeit – Frieden und Sicherheit, wirtschaftliche Stärke und fairer Handel – gab es ermutigende Signale.

In Évian-les-Bains am Genfer Sees haben die Franzosen eine Bilderbuchkulisse für ihr Treffen der Staatenlenker gefunden. Aber ehrlich gesagt: Bis auf das erste Abendessen in einem Holzpavillon auf der Wiese hoch über dem blaugrünen Wasser haben die Präsidenten und Regierungschefs wenig Zeit für Beschaulichkeiten. Der streng durchgetaktete Zeitplan treibt sie von den Verhandlungssälen in die kleinen, für bilaterale Gespräche hergerichteten Kammern und von dort in die Delegationsbüros mit ihren Besprechungsecken, ehe es wieder zurück in den Saal geht. Die Badehose braucht da niemand auszupacken.

Der genius loci schien dennoch Harmonie zu garantieren. Erstmals seit dem Amtsantritt von Präsident Trump gelang eine gemeinsame Gipfelerklärung zu außen- und sicherheitspolitischen Fragen. Neue Sanktionen gegen den russischen Energiesektor sollen den Druck auf Moskau erhöhen. Der Bundeskanzler sprach von einem „Tag der Hoffnung“. Diese Hoffnung wurde genährt von der amerikanischen und der iranischen Erklärung zur Beendigung der Kämpfe. Sollte die Straße von Hormus geöffnet, das Atomprogramm eingestellt und die Angriffe der iranischen Proxis in der Region beendet werden, dann wäre das ein bedeutender Moment für die Region. Für uns Deutsche verbindet sich mit diesem Abkommen vor allem die Hoffnung auf ökonomische Stabilität und niedrigere Energiepreise.

Zurück zu den Gipfeln der Woche. Format zwei ist denkbar groß: die Versammlung der Präsidenten und Regierungschefs der Europäischen Union. Auch das Ratstreffen bietet die Chance zu wichtigen Klärungsprozessen wie etwa zum Haushalt der Union. Aus deutscher Perspektive sind die Vorstellungen mancher europäischer Partner überzogen. Bis zu den finalen Verhandlungen – hoffentlich Ende des Jahres – wird sich noch viel bewegen müssen. Aber eigentlich ist es immer ein kleines Wunder, wie sich 27 selbstbewusste Staaten am Ende zum Wohl der großen gemeinsamen Idee zusammenraufen.

Bei all diesen großen weltbewegenden Themen bleibt eines entscheidend: das Gespräch. Wer zuhört, versteht besser, und wer Fragen stellt, zwingt zu gedanklicher Klarheit und zu Antworten. Genau dafür öffnen wir als Bundesregierung an diesem Wochenende unsere Türen. Ich freue mich auf den Austausch – und auf Ihren Besuch.

Ihr

 
Unterschrift Stefan Kornelius
Stefan Kornelius
Sprecher der Bundesregierung
 
 
Tag der offenen Tür
 
 
Dekorative Grafik
 
Berlin
 
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Bildnachweise:
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