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Bundesregierung aktuell
Newsletter 8. April 2022
 
Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Gräueltaten der russischen Armee im Kiewer Vorort Butscha erschüttern die Welt. Mit unglaublicher Brutalität sind russische Soldaten gegen die ukrainische Zivilbevölkerung vorgegangen, haben gemordet, geplündert und ganze Straßenzüge zerstört. Bundeskanzler Olaf Scholz sprach im Bundestag von einem Massaker. „Die Ermordung von Zivilisten ist ein Kriegsverbrechen“, betonte er. Die Täter müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Die militärische Unterstützung und humanitäre Hilfe wird verstärkt, die Sanktionsschraube weiter angezogen, so wollen es auch die G7-Staaten.

Mit mehr Wind- und Solarkraft schneller zur Energiewende – auch um unabhängiger von russischem Gas und Öl zu werden. Dabei soll das sogenannte Osterpaket von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck helfen. Der Inhalt: mehrere Gesetze, die Erneuerbare Energien fördern und den Ausbau von Stromnetzen beschleunigen.

Mit der Änderung des BAföG setzt die Bundesregierung einen Teil des Koalitionsvertrages um und sorgt für mehr Chancengerechtigkeit in der Bildung.

 
 
Themen der Woche
 
 
Bundeskanzler Scholz spricht von seinem Platz aus zum Bundestag.
 
Kanzler Scholz im Bundestag
 
„Der russische Präsident hat sich mehrfach verrechnet“

Deutschland setze weiter alles daran, die Ukraine bestmöglich zu unterstützen – immer abgestimmt mit seinen Verbündeten, sagte Bundeskanzler Scholz. Putin habe sich mehrfach verrechnet – in Hinblick auf den Widerstand der Ukrainerinnen und Ukrainer, aber auch in Hinblick auf die Einigkeit in der Europäischen Union. Diese Einigkeit müsse jetzt genutzt werden, so Scholz. Die EU werde den Druck auf Russland konsequent erhöhen.

 
 
Nach den Gräueltaten in Butscha
 
Scholz: Die Ermordung von Zivilisten ist ein Kriegsverbrechen

Bundeskanzler Scholz hat die Gräueltaten russischer Streitkräfte in der Ukraine als Kriegsverbrechen verurteilt und eine schonungslose Aufklärung verlangt. „Es ist ein furchtbarer, ein sinnloser, ein durch nichts zu rechtfertigender Krieg, der unendlich viel Leid erzeugt und niemandem nutzt. Er muss aufhören“, forderte er. Außerdem kündigte Scholz neue Sanktionen gegen Russland an.

 
 
Gemeinsame Erklärung
 
G7 fordern: Russische Gräueltaten aufklären und bestrafen

Die G7-Staats- und Regierungschefs haben die entsetzlichen Gräueltaten, die die russischen Streitkräfte in Butscha und anderen ukrainischen Städten begangen haben, auf das Schärfste verurteilt. Diejenigen, die für Kriegsverbrechen und Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht und für die Angriffe auf Zivilpersonen verantwortlich sind, müssten zur Rechenschaft gezogen und bestraft werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

 
 
Blick in den Sitzungssaal im Kanzleramt, unter anderem mit Bundeskanzler Scholz.
 
Bund-Länder-Verständigung zur Aufnahme ukrainischer Geflüchteter
 
„Präzise, weitreichende und tragfähige Lösungen gefunden“

Bund und Länder haben beschlossen, dass ukrainische Geflüchtete ab dem 1. Juni diesen Jahres Grundsicherungsleistungen erhalten. Zudem wird der Bund sich maßgeblich an den Kosten der Unterbringung beteiligen. Die Einigung sei eine „gute Grundlage, damit unser Land langfristig zusammenstehen kann“, betonte Kanzler Scholz nach den Beratungen.

 
 
Aufnahme von Geflüchteten
 
Bundesregierung unterstützt Republik Moldau

Kein Land hat im Verhältnis zur Einwohnerzahl bislang mehr Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen als die Republik Moldau. Deshalb wird die Bundesregierung das Land mit einem sogenannten Ungebundenen Finanzkredit in Höhe von 50 Millionen Euro unterstützen.

 
 
Bundeskanzler Olaf Scholz testet im Ankunftszentrum in Berlin-Tegel die Registrierung mit Fingerabdruck.
 
Fotoreihe
 
Bundeskanzler besucht Ankunftszentrum für Kriegsflüchtlinge

Der ehemalige Flughafen Berlin-Tegel dient gegenwärtig als zentrale Ankunfts- und Registrierstelle für Menschen, die aus der Ukraine geflohen sind. Mit Berlins Regierender Bürgermeisterin Franziska Giffey informiert sich Bundeskanzler Olaf Scholz vor Ort. Der Kanzler war beeindruckt von der Arbeit der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sowie der Beschäftigten von Bund und Ländern. Innerhalb kurzer Zeit haben sie viel geleistet, um die Ankommenden gut zu versorgen.

 
 
Gelbes Rapsfeld. Raps, Rapsfeld, Feld, gelb, blau, Ukraine, blauer Himmel
 
Bundeslandwirtschaftsministerium
 
Hilfen für die Bevölkerung und Landwirtschaft

Der Ukraine-Krieg wirkt sich auch deutlich auf die Bereiche Ernährung und Landwirtschaft aus – in der Ukraine, weltweit und in Deutschland. Das Bundeslandwirtschaftsministerium beobachtet die Entwicklungen und unterstützt mit zielgerichteten und pragmatischen Maßnahmen. So hat es unter anderem eine Koordinierungsstelle eingerichtet, um Lebensmittelgroßspenden aus Handel und Ernährungswirtschaft in die Ukraine zu bringen.

 
 

+++ Bundesregierung verurteilt Terroranschlag in Israel +++

Erneut hat ein feiger und abscheulicher Terroranschlag Israel erschüttert, der vierte innerhalb weniger Wochen. Diese Gewalt muss sofort ein Ende haben. Der mutmaßliche Täter hat auf Zivilisten geschossen, zwei Menschen getötet und viele verletzt, mehrere schweben in Lebensgefahr. Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen der Toten und bei den Verletzten – ihnen gilt unser tiefes Mitgefühl. Den Verwundeten wünschen wir rasche und vollständige Genesung. Wir stehen fest an der Seite Israels. Wir sagen es deutlich: Wir verurteilen diese sinnlose Gewalt auf das Schärfste. Sie macht uns fassungslos.

Christiane Hoffmann, Stellvertretende Regierungssprecherin

 
 
Corona-Lage
 
Kein Spielraum für Lockerungen 

Die Ablehnung einer allgemeinen Impfpflicht im Deutschen Bundestag sei eine „bittere Niederlage“, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach in einer Pressekonferenz. Damit sei der Spielraum für Lockerungen komplett aufgebraucht. Es brauche eine kreative Impfkampagne, um die weiterhin große Impflücke, insbesondere bei den über 60-Jährigen, zu schließen. „Wir müssen die Zeit nutzen, um über die nächsten Monate kontinuierlich für die Impfung zu werben, so der Minister.

 
 
Energieumbau
 
Windräder schneller bauen, Vögel schützen

Bundeseinheitliche Standards sollen die Genehmigungen für den Bau neuer Windräder vereinfachen und einen hohen Artenschutz gewährleisten. Dafür haben Bundeswirtschaftsminister Habeck und Bundesumweltministerin Lemke Eckpunkte vorgelegt. Der Ausbau der Windkraft sei gerade heute so wichtig, „wo wir uns zügiger denn je aus der Klammer von Öl- und Gas-Importen befreien müssen“, sagte Habeck.

 
 
Polizeiliche Kriminalstatistik 2021
 
Weniger Straftaten, mehr Aufklärung

Die Zahl der Straftaten ist erneut rückläufig. Im vergangenen Jahr wurden 4,9 Prozent weniger Straftaten festgestellt als 2020. Über die Hälfte aller Straftaten wurden aufgeklärt – das ist ein neuer Höchststand. Die erneut gestiegene Aufklärungsquote zeige, dass sich die Stärkung der Polizei auszahle, so Bundesinnenministerin Faeser. „Wir sind ein sehr sicheres Land und ein starker Rechtsstaat.“

 
 
Alternativtext
 
Video Im Porträt
 
Marco Buschmann

"Die Grundrechte – das sind keine Privilegien, das ist auch keine Belohnung. Die haben wir alle Kraft unseres Menschseins und unseres Bürgerseins. Eine laute und kräftige Stimme für die Grundrechte zu sein, das ist die Aufgabe eines Bundesjustizministers", erklärt Bundesjustizminister Buschmann in unserer Porträtreihe zum Bundeskabinett.

 
 
Diese Woche im Bundeskabinett
 
 
Novelle EEG
 
Neues Erneuerbare-Energien-Gesetz
 
Bund beschleunigt Ausbau erneuerbarer Energien

Bis 2035 soll der Strom in Deutschland fast vollständig aus erneuerbaren Energien kommen. Das sieht das neue Erneuerbare-Energien-Gesetz vor. Außerdem entlastet es Haushalte und Unternehmen von den gestiegenen Energiekosten und verringert die Abhängigkeit Deutschlands von der Einfuhr fossiler Energieträger.

 
 
Windenergie-auf-See-Gesetz
 
Für mehr Energie aus Wind

Bis 2030 sollen Offshore-Windenergie-Anlagen mindestens 30 Gigawatt ins Stromnetz einspeisen, fünf Jahre später mindestes 40 Gigawatt. Im Jahr 2045 sollen dann mindestens 70 Gigawatt erzeugt werden. Dazu werden Ausschreibungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt.

 
 
Netzausbau
 
Das Stromnetz zielgerichtet ausbauen

Der beschleunigte Ausbau erneuerbarer Energien erfordert auch einen entsprechenden Ausbau der Stromnetze. Das Energiewirtschaftsrecht wird dazu angepasst, um ein ganzheitliches Vorgehen im Netzausbau zu erreichen. So wird der Bundesbedarfsplan für den Ausbau der Übertragungsnetze aktualisiert. Außerdem werden neue Projekte aufgenommen, damit die Netze mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien Schritt halten können.

 
 
Foto zeigt eine Studentin
 
BAföG-Reform
 
Für mehr Chancengerechtigkeit in der Bildung

„Mit dem BAföG wollen wir wieder mehr Bildungsgerechtigkeit schaffen und noch mehr jungen Menschen Chancen eröffnen“, sagte Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger. Unter anderem werden die Bedarfssätze, der Kinderbetreuungszuschlag und vor allem der Wohnzuschlag angehoben, sodass der Förderungshöchstbetrag von heute 861 Euro auf 931 Euro ansteigt. Außerdem erhöhen sich Elternfreibeträge und die Altersgrenze für die Ausbildungshilfe.

 
 
Vom Bundesrat verabschiedet:
 
Energie
 
Höherer Heizkostenzuschuss kommt
 
 
 
Termine:
 
 
Bundeskanzler Scholz nimmt an der Ordensverleihung des Bundespräsidenten an Volker Kauder im Schloss Bellevue teil.
 
 
 
Bundeskanzler Scholz empfängt den albanischen Ministerpräsidenten Edi Rama. Gesprächsthemen: der Ukraine-Krieg, der EU-Beitrittsprozess Albaniens sowie bilaterale, wirtschaftliche und außenpolitische Fragen.
 
 
 
Im Kanzleramt spricht der Bundeskanzler mit den CEOs deutscher DAX-Unternehmen. Inhalt des Gesprächs sind die wirtschaftlichen Folgen des Krieges in der Ukraine.
 
 
 
Gut zu wissen:
 
 
Das Hilfsportal „Germany4Ukraine“ jetzt auch als App
 
 
 
Deutsche Bahn: Jobprogramm für ukrainische Geflüchtete
 
 
 
Berufsqualifikationen von Menschen aus Ukraine schneller anerkennen
 
 
 
Ukraine: EU stellt 17 Milliarden Euro für die Unterstützung von Flüchtlingen bereit
 
 
 
EU-Rat billigt Verlängerung von Mobilfunk-Roaming ohne zusätzliche Kosten
 
 
 
Neubauförderung für energieeffiziente Gebäude startet wieder
 
 
 
Reallabor der Energiewende: Rhein liefert Energie über neue Großwärmepumpe
 
 
 
Studie zeigt bedenkliches Ausmaß von Plastikmüll im Arktischen Ozean
 
 
 
GermanDream #ImpfenHilft-Tour macht Station in Köln
 
 
 
Verfolgen Sie die Plenarversammlung der Konferenz zur Zukunft Europas
 
 
 
Der nächste Newsletter erscheint am 22. April. Die Redaktion wünscht allen Leserinnen und Lesern schöne Ostertage.
 
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Ministerporträt (Presse- und Informationsamt der Bundesregierung)
Erneuerbare Energien Gesetz (Bundesregierung)
Ziel der Reform ist es, mehr jungen Menschen und Erwachsenen unabhängig von ihrer Herkunft oder der finanziellen Situation ihrer Familie beste Bildungschancen zu bieten. (imago images/Ralph Lueger)
 
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