Nato-EU-Zusammenarbeit: Zu unserem Bedauern ist die
"strategische Partnerschaft" zwischen Nato und EU aufgrund
fortbestehender Meinungsverschiedenheiten zwischen einzelnen
Mitgliedstaaten hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben. Dies
darf nicht so bleiben. Wir müssen auf der Basis notwendiger
Komplementarität zu einer echten Zusammenarbeit finden.
Die Operationen der Allianz: Heute ist die Nato in mehreren
Operationen außerhalb ihres Bündnisgebietes für unsere gemeinsame
Sicherheit engagiert, insbesondere auf dem Balkan und in
Afghanistan. Auch 60 Jahre nach der Gründung der Nato ist die
Beistandsverpflichtung aus Artikel 5 des Washingtoner Vertrages der
Wesenskern des Bündnisses. In der Folge der Terrorangriffe des 11.
September hat dieser eine zusätzliche Bedeutung erhalten. Der Kampf
gegen den Terrorismus hat den Nato-Einsatz in Afghanistan notwendig
gemacht. Dies zeigt eine der neuen Formen der Bedrohung im 21.
Jahrhundert auf.
Unsere Soldaten sind heute in Einsätzen wie insbesondere in
Afghanistan größten Gefahren ausgesetzt. Auch die Frauen und
Männer, die sich auf andere Weise dem Wiederaufbau dort
verpflichten, sind bereits Opfer eines menschenverachtenden
Terrorismus geworden. Gleichwohl: Von Straßburg und Kehl sollte das
Signal ausgehen, dass die Allianz nicht zögert, wenn es gilt,
Verantwortung für unsere Sicherheit zu übernehmen und für unsere
Werte einzustehen. Unser Ziel bleibt: selbsttragende Sicherheit und
Wiederaufbau des Landes mit afghanischem Gesicht, damit der
transnationale Terrorismus dort keine Basis mehr findet. Wir
wissen, dass die Stärkung demokratischer Strukturen unser
militärisches Engagement begleiten muss. Dabei müssen wir mit
unseren Partnern in der Nato auch über erweiterte politische
Ansätze sprechen.