Henry Kissinger für eine Welt ohne Atomwaffen
Der frühere
US-Außenminister Henry Kissinger sieht die Notwendigkeit einer
neuen und wieder engeren Kooperation in den transatlantischen
Beziehungen. Dies sei unerlässlich, um eine Weiterverbreitung von
Nuklearwaffen zu verhindern. Denn durch eine zunehmende Verbreitung
taktischer und strategischer Atomwaffen werde eine Abschreckung wie
im kalten Krieg reine Makulatur.
Die Bemühungen für
eine nuklearfreie Welt müssten wieder auf die Tagesordnung der
Sicherheitspolitik. "Da die Großmächte des kalten Krieges, die USA
und das heutige Russland als Nachfolger der Sowjetunion, über rund
90 Prozent der weltweiten Atomwaffenbestände verfügen, haben sie
auch eine besondere Verantwortung zu tragen", sagte
Kissinger.
Morgen wird die
Konferenz mit Reden von Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem
französischen Staatspräsidenten Nicholas Sarkozy und des
US-Vizepräsidenten Joe Biden fortgesetzt.