Wir müssen für die Erarbeitung dieses strategischen
Konzeptes eine Arbeitsstruktur finden, wie wir äußere Ratschläge
und innere Diskussionsprozesse so zusammenfügen, dass wir auch
schnell zu Ergebnissen kommen können. Ich möchte hier deutlich
machen, was ich glaube, was dieses neue strategische Konzept
leisten muss.
Erstens – das ist meine und die Erwartung vieler
Europäer an die Vereinigten Staaten von Amerika: Uns sollte meiner
Meinung nach einen, dass die internationalen Konflikte heute von
keinem Land mehr allein gelöst werden können, sondern dass wir
einander brauchen. Wir müssen dies gemeinsam tun. Egal, wie groß
ein Land ist, keiner kann dies allein tun. Das heißt, der
kooperative Ansatz muss die Grundlage unseres Handelns
sein.
Zweitens. Wir haben in den letzten Jahren sehr viel an der
Frage gearbeitet: Welches Konzept der Sicherheit haben wir
eigentlich? Wir sind zu der Überzeugung gelangt, dass das Konzept
der Vernetzten Sicherheit die richtige Antwort auf die
Herausforderungen des 21. Jahrhunderts ist. Das heißt,
Krisenbewältigung und Krisenprävention müssen durch ein Miteinander
von politischen, entwicklungspolitischen, polizeilichen, zum Teil
kulturpolitischen und, wo nötig, natürlich auch militärischen
Maßnahmen erfolgen. Die NATO ist ein militärisches Bündnis. Das
heißt, wir müssen Wege finden – das muss Teil dieses neuen
strategischen Konzeptes sein –, wie wir die militärischen
Fähigkeiten der NATO mit dem Konzept der Vernetzten Sicherheit
verbinden und daraus die notwendigen Kooperationen erwachsen
lassen.