In
Afghanistan rückt der Abzug der Soldaten näher. Was passiert, wenn
der afghanische Präsident Karsai Deutschland bittet, länger zu
bleiben?
Westerwelle: Das Ziel der vollständigen Übernahme der
Sicherheitsverantwortung bis 2014 hat sich die afghanische
Regierung selbst gesetzt. Wir unterstützen sie darin, denn so
entsteht die Abzugsperspektive für unsere Soldatinnen und Soldaten.
Der Einsatz in Afghanistan kann kein Einsatz bis zum
Sankt-Nimmerleins-Tag sein. Wenn die Übergabe gelingt, sollen die
letzten Kampftruppen 2014 das Land verlassen. Das heißt aber nicht,
dass wir danach keine Verantwortung mehr für Afghanistan
übernehmen, etwa beim zivilen Aufbau oder dem Training für
Sicherheitskräfte.
Rheinische
Post: Die Wahl
Deutschlands in den UNSicherheitsrat und jetzt der Erfolg beim
Nato-Gipfel - sind Sie im Amt angekommen?
Westerwelle: Ich denke schon. Die ersten Monate waren
zugegebenerweise für mich eine besondere Herausforderung, aber wir
haben im letzten Jahr in der Innen- und Außenpolitik einiges
bewegt.
Rheinische
Post: