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Westerwelle: Abrüstung ist so bedeutsam wie der Klimaschutz

Mi, 24.11.2010
In Afghanistan rückt der Abzug der Soldaten näher. Was passiert, wenn der afghanische Präsident Karsai Deutschland bittet, länger zu bleiben?
 
Westerwelle: Das Ziel der vollständigen Übernahme der Sicherheitsverantwortung bis 2014 hat sich die afghanische Regierung selbst gesetzt. Wir unterstützen sie darin, denn so entsteht die Abzugsperspektive für unsere Soldatinnen und Soldaten. Der Einsatz in Afghanistan kann kein Einsatz bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag sein. Wenn die Übergabe gelingt, sollen die letzten Kampftruppen 2014 das Land verlassen. Das heißt aber nicht, dass wir danach keine Verantwortung mehr für Afghanistan übernehmen, etwa beim zivilen Aufbau oder dem Training für Sicherheitskräfte.
 
Rheinische Post: Die Wahl Deutschlands in den UNSicherheitsrat und jetzt der Erfolg beim Nato-Gipfel - sind Sie im Amt angekommen?
 
Westerwelle: Ich denke schon. Die ersten Monate waren zugegebenerweise für mich eine besondere Herausforderung, aber wir haben im letzten Jahr in der Innen- und Außenpolitik einiges bewegt.
 
Rheinische Post: