WEBVTT

00:00:00.001 --> 00:00:03.593
BK’IN DR. MERKEL: Guten Tag oder
guten Abend, meine Damen und Herren!

00:00:03.594 --> 00:00:08.210
Bis eben hat der
Global Health Summit,

00:00:08.211 --> 00:00:11.858
also der globale
Gesundheitsgipfel, in Rom gedauert.

00:00:11.859 --> 00:00:19.709
Er wurde von Mario Draghi - die Italiener
haben ja die Präsidentschaft der G20 inne -

00:00:19.710 --> 00:00:25.161
gemeinsam mit der Präsidentin der Europäischen
Kommission, Ursula von der Leyen, veranstaltet.

00:00:25.162 --> 00:00:31.584
Ich denke, dass dieser Gipfel zur
richtigen Zeit stattfand und die Aktivitäten,

00:00:31.585 --> 00:00:35.390
die ja schon unter saudi-arabischer
Präsidentschaft mit der Gründung

00:00:35.391 --> 00:00:41.757
von ACT-A und der COVAX-Fazilität
begonnen hatten, aufgenommen hat.

00:00:41.758 --> 00:00:44.960
Wir hatten von deutscher
Seite aus bereits 2017

00:00:44.961 --> 00:00:47.570
das Thema der globalen Gesundheit
auf die Tagesordnung gesetzt.

00:00:47.571 --> 00:00:52.554
Aber es hat sich jetzt
natürlich trotzdem gezeigt,

00:00:52.555 --> 00:00:58.142
dass trotz mancher Vorbereitungen die
Weltgesundheitsorganisation und die Welt insgesamt

00:00:58.143 --> 00:01:02.410
noch nicht ausreichend vorbereitet
waren, um auf eine Pandemie zu reagieren.

00:01:02.411 --> 00:01:08.496
Deshalb ist es gut gewesen, dass sich die
Staats- und Regierungschefs der G20-Länder,

00:01:08.497 --> 00:01:14.333
aber auch einige Partner wie zum Beispiel Norwegen
und die Schweiz und die entsprechenden Institutionen

00:01:14.334 --> 00:01:23.247
- dazu gehören die großen multilateralen Institutionen, aber
auch die Impfinitiative GAVI, CEPI und die Gates-Stiftung -

00:01:23.248 --> 00:01:29.764
heute zusammengetan und in einem sehr
konstruktiven und auch ergebnisorientierten Austausch

00:01:32.045 --> 00:01:40.013
Erklärungen abgegeben haben, die uns weiterbringen,
insbesondere bei der Versorgung der Welt mit Impfstoff.

00:01:40.014 --> 00:01:47.331
Ich begrüße sehr, dass die Ergebnisse in
einer Erklärung von Rom zusammengefasst sind,

00:01:47.332 --> 00:01:54.536
die sich klar zur multilateralen
Zusammenarbeit bekennt und die davon ausgeht,

00:01:54.537 --> 00:02:00.023
dass jetzt insbesondere die Entwicklungsländer
zu unterstützen sind, und zwar in allen Bereichen,

00:02:00.024 --> 00:02:04.055
sowohl bei der Versorgung
mit Impfstoffen und Diagnostika

00:02:04.056 --> 00:02:08.220
als auch bei der Verbesserung
der jeweiligen Gesundheitssysteme.

00:02:08.221 --> 00:02:17.370
Die Säule für die Impfstoffe bei ACT-A, bei dem
Zugang zu den verschiedenen Dingen wie Diagnostika,

00:02:17.371 --> 00:02:21.528
Gesundheitssystemen
und Impfstoffen, ist COVAX.

00:02:21.529 --> 00:02:27.871
Wir haben von deutscher Seite aus heute noch
einmal 100 Millionen Euro aus dem Haushalt zugesagt,

00:02:27.872 --> 00:02:33.560
sodass unsere Beiträge zu diesem
Impfbereich jetzt über eine Milliarde Euro betragen.

00:02:33.561 --> 00:02:39.917
Bisher konnten 125 Länder mit 70
Millionen Dosen versorgt werden.

00:02:39.918 --> 00:02:44.436
Aber wir wissen: Geld ist nicht alles, sondern
der Impfstoff muss auch zur Verfügung stehen.

00:02:44.437 --> 00:02:52.162
Das deutsche Engagement in diesem ACT-A beläuft sich
insgesamt auf über zwei Milliarden, auf 2,2 Milliarden Euro.

00:02:52.163 --> 00:02:59.011
Weil die Impfstoffdosen bei COVAX in diesem Jahr
noch nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen,

00:02:59.012 --> 00:03:04.091
haben wir gesagt, dass wir von deutscher Seite aus
bereit sind, bis zum Jahresende, vorausgesetzt natürlich,

00:03:04.092 --> 00:03:07.403
dass unsere bestellten Impfstoffe auch wirklich ankommen,

00:03:07.404 --> 00:03:14.953
30 Millionen Dosen an ärmere Länder,
vorzugsweise Entwicklungsländer, zu geben.

00:03:14.954 --> 00:03:18.509
Dies werden auch andere
europäische Mitgliedsstaaten tun,

00:03:18.510 --> 00:03:25.117
sodass die Europäische Union bis zum Jahresende
100 Millionen solcher Dosen zur Verfügung stellen wird.

00:03:25.118 --> 00:03:28.767
Erfreulich ist, dass heute auch
die Industrie deutlich gemacht hat,

00:03:28.768 --> 00:03:37.111
dass sie in diesem Jahr noch 1,3 Milliarden Dosen
für ärmste Länder und Länder mit mittlerem Einkommen

00:03:37.112 --> 00:03:41.291
zur Verfügung stellen wird,  für die
Ärmsten auch zum Selbstkostenpreis.

00:03:41.292 --> 00:03:48.257
Das heißt, dass COVAX diese
Impfstoffe sehr billig weitergeben kann.

00:03:48.258 --> 00:03:54.248
Es reicht nicht aus, dass wir einfach nur eine
solche Säule für die Impfstoffproduktion haben,

00:03:54.249 --> 00:03:57.788
sondern wir müssen diese Produktion
auch besser koordinieren und stärken.

00:03:57.789 --> 00:04:03.677
Dazu ist jetzt in der
Impffazilität, also bei COVAX,

00:04:03.678 --> 00:04:06.821
eine Arbeitsgruppe zur Koordinierung
der Produktion gegründet worden.

00:04:06.822 --> 00:04:13.987
Es ist für uns als Deutsche sehr erfreulich, dass
wir einen Co-Vorsitzen in dieser Gruppe haben.

00:04:13.988 --> 00:04:21.989
Das ist Herr Röller, der Sherpa, der zusammen mit seinem
südafrikanischen Kollegen diese Arbeitsgruppe führen wird.

00:04:21.990 --> 00:04:29.139
Die wird dann dem G20-Gipfel in
Rom am 30. und 31. Oktober berichten.

00:04:29.140 --> 00:04:34.220
Die Europäische Union hat unter dem
Kennwort „Team Europe“ bekannt gegeben,

00:04:34.221 --> 00:04:36.844
und dafür stehen auch 1
Milliarde Euro zur Verfügung,

00:04:36.845 --> 00:04:43.180
dass wir insbesondere die Impfstoffproduktion in
Afrika voranbringen wollen, und zwar mit dem Ziel,

00:04:43.181 --> 00:04:49.774
dass Afrika bis 2040  60 Prozent der dort insgesamt
gebrauchten Impfstoffe selbst herstellen kann.

00:04:49.775 --> 00:04:51.775
Heute beträgt dieser Anteil
gerade einmal einen Prozent.

00:04:51.776 --> 00:04:57.383
Dieser Kontinent muss also in die Lage versetzt
werden, hier auch wirklich voranzukommen.

00:04:57.384 --> 00:05:02.213
Was die Patente und Lizenzen
anbelangt, so wird in der Erklärung von Rom

00:05:02.214 --> 00:05:11.675
auf die freiwillige Zurverfügungstellung von
Lizenzen und geistigem Eigentum rekurriert,

00:05:11.676 --> 00:05:15.502
Wir wollen insgesamt natürlich
die Rolle der WHO stärken.

00:05:15.503 --> 00:05:20.890
Dazu wird es in wenigen Tagen eine
Weltgesundheitsversammlung geben,

00:05:20.891 --> 00:05:26.493
die einen Bericht darüber auswerten wird,
welche Schwachstellen die Dinge hatten.

00:05:26.494 --> 00:05:31.291
Wir treten für einen Vorschlag ein, den der Präsident
des Europäischen Rats, Charles Michel, gemacht hat,

00:05:31.292 --> 00:05:37.598
nämlich einen Pandemievertrag zu entwickeln, um
auf zukünftige Pandemien besser vorbereitet zu sein,

00:05:37.599 --> 00:05:39.488
als es im Augenblick
der Fall ist.

00:05:39.489 --> 00:05:42.367
Herzlichen Dank für
Ihre Aufmerksamkeit.

00:05:46.852 --> 00:05:52.128
FRAGE BLANK: Frau Bundeskanzlerin, ich möchte kurz auf die
Situation in Deutschland vor Pfingsten zu sprechen kommen,

00:05:52.129 --> 00:05:54.596
nachdem die Cafés heute
schon wieder voll sind.

00:05:54.597 --> 00:05:59.524
Fürchten Sie, dass bei diesen ganzen
Lockerungen, die es nun in den Ländern gibt,

00:05:59.525 --> 00:06:02.893
die Inzidenz nach Pfingsten möglicherweise
schnell wieder auf 100 steigen wird?

00:06:02.894 --> 00:06:08.752
Haben Sie in diesem Zusammenhang jetzt ein bisschen
weiter gedacht und vielleicht auch heute darüber gesprochen,

00:06:08.753 --> 00:06:14.597
wie Deutschland, Europa und die Welt darauf vorbereitet
sind, wenn im Herbst eine Nachimpfung nötig sein wird?

00:06:14.598 --> 00:06:16.598
Kann man das jetzt schon planen?

00:06:18.130 --> 00:06:27.319
BK'IN DR. MERKEL: Zuerst einmal können wir uns
sehr freuen, dass die Inzidenzen in den letzten Tagen und

00:06:27.320 --> 00:06:33.000
auch in den letzten zwei Wochen so gesunken sind, dass wir
überhaupt wieder über Öffnungsschritte nachdenken können.

00:06:33.001 --> 00:06:36.157
Ich glaube, das ist
eine gute Nachricht.

00:06:36.158 --> 00:06:43.347
Ich hoffe nach der langen Zeit des Schließens
und der nicht gegebenen Möglichkeiten,

00:06:43.348 --> 00:06:47.507
dass die Menschen mit diesen Möglichkeiten
auch sehr verantwortungsvoll umgehen.

00:06:47.508 --> 00:06:49.413
Das Virus ist nicht
verschwunden.

00:06:49.414 --> 00:06:53.781
Deshalb sind die sogenannten AHA-Regeln
nach wie vor unbedingt einzuhalten.

00:06:53.782 --> 00:07:00.253
Das heißt, Maskentragen und
Abstandhalten sind von allergrößter Bedeutung.

00:07:00.254 --> 00:07:06.680
Wir haben ja im Gegenteil die Sorge, dass die
indische Variante inzwischen auch bei uns vorkommt.

00:07:06.681 --> 00:07:11.270
Sie scheint noch etwas aggressiver
als die britische Mutation zu sein.

00:07:11.271 --> 00:07:15.979
Das heißt also: Wir müssen aufpassen,
aber wir können uns angesichts der Entwicklung

00:07:15.980 --> 00:07:18.565
eben auch
Öffnungsschritte erlauben.

00:07:18.566 --> 00:07:25.230
Deshalb gehe ich davon aus, dass wir bei
der gebotenen Aufmerksamkeit und Sorgfalt,

00:07:25.231 --> 00:07:29.661
die hoffentlich viele und die allermeisten
anwenden werden, dann nicht darüber reden müssen,

00:07:29.662 --> 00:07:31.662
dass wir wieder
schließen müssen.

00:07:31.663 --> 00:07:38.047
Das Wetter ist eine Hilfestellung, aber
das Wetter erlaubt nicht, zu vergessen,

00:07:38.048 --> 00:07:42.343
dass wir nach wie vor
in der Pandemie leben.

00:07:42.344 --> 00:07:45.601
Wie immer gab es nicht
nur eine Frage, sondern zwei.

00:07:45.602 --> 00:07:46.968
ZURUF BLANK: Nachimpfungen!

00:07:46.969 --> 00:07:52.781
BK'IN DR. MERKEL: Ja, nach den Nachimpfungen. –
Wir beobachten ja im Augenblick noch die Studien dazu,

00:07:52.782 --> 00:07:58.937
wann solche Nachimpfungen notwendig sind und ob das bereits
im Herbst oder vielleicht etwas später stattfinden wird.

00:07:58.938 --> 00:08:00.938
Diese Studien
werden wir auswerten.

00:08:00.939 --> 00:08:04.100
Wir werden schauen, dass wir bis
zum Impfgipfel in der nächsten Woche

00:08:04.101 --> 00:08:06.101
schon einmal die besten
Ergebnisse erhalten werden.

00:08:06.102 --> 00:08:12.353
Wenn mit Nachimpfungen begonnen werden muss,
dann mit Sicherheit wieder bei der älteren Bevölkerung.

00:08:12.354 --> 00:08:16.277
Aber ich sehe diese Aufgabe jetzt, vor
dem Herbst, nicht auf uns zukommen.

00:08:16.278 --> 00:08:22.311
Das heißt, jetzt konzentrieren wir uns erst einmal
darauf, möglichst viele in der Bevölkerung zu impfen,

00:08:22.312 --> 00:08:27.496
die noch nicht geimpft wurden. Das
wird die Aufgabe des Sommers sein.

00:08:29.097 --> 00:08:31.418
FRAGE DR. RINKE: Frau
Bundeskanzlerin, ich würde gerne noch

00:08:31.419 --> 00:08:34.582
zu der weltweiten Versorgung
mit Impfstoffen nachfragen.

00:08:34.583 --> 00:08:38.192
Jetzt ist ja eigentlich genau das
eingetreten, was man verhindern wollte:

00:08:38.193 --> 00:08:43.763
Die reichen Staaten, die Industriestaaten, haben
trotz aller angekündigten Hilfe doch erst einmal

00:08:43.764 --> 00:08:49.568
sich selbst versorgt - die Amerikaner vielleicht
noch ein bisschen konsequenter, sage ich einmal,

00:08:49.569 --> 00:08:55.141
als die Europäer, aber wir eben auch. Kommt
dieser Schritt jetzt nicht eigentlich zu spät?

00:08:55.142 --> 00:08:59.786
Wie wollen Sie eigentlich in Afrika auf
diesen Wert von 60 Prozent kommen?

00:08:59.787 --> 00:09:05.770
Sind das dann Fertigungsstätten von BioNTech und
anderen europäischen oder amerikanischen Firmen,

00:09:05.771 --> 00:09:09.914
oder soll der Transfer doch
an afrikanische Firmen gehen?

00:09:12.008 --> 00:09:17.172
BK'IN DR. MERKEL: Erst einmal ist Europa
ja in einer vergleichsweise guten Position:

00:09:17.173 --> 00:09:23.603
Wir haben 40 Prozent all dessen, was in der
Europäischen Union produziert wurde, exportiert,

00:09:23.604 --> 00:09:26.808
und zwar nicht nur an reiche
Länder, sondern auch an Länder,

00:09:26.809 --> 00:09:31.050
die man vielleicht als Länder mit
mittlerem Einkommen bezeichnet.

00:09:31.051 --> 00:09:37.357
Das heißt, hier ist sehr viel passiert. Die ersten Dosen
- ich habe es ja gesagt: 70 Millionen Impfstoffdosen -

00:09:37.358 --> 00:09:42.609
sind auch an 125 Länder gegangen, bei
denen auch sehr arme Länder dabei sind.

00:09:42.610 --> 00:09:47.296
Es ist dort also langsamer begonnen
worden, aber es ist auch begonnen worden.

00:09:47.297 --> 00:09:51.903
Man darf auch nicht vergessen, dass zum
Beispiel durch die Produktion in China und

00:09:51.904 --> 00:09:58.997
auch durch die Produktionsstätten in Indien auch
Länder mit mittlerem Einkommen sich bereits versorgen.

00:09:58.998 --> 00:10:02.560
Das heißt also, es sind
nicht nur die reichen Länder.

00:10:02.561 --> 00:10:08.644
Aber natürlich ist es richtig, dass die Zeit jetzt
drängt und dass zum Beispiel auch Entwicklungsländer

00:10:08.645 --> 00:10:10.645
mehr Zugang zu Impfstoffen
bekommen müssen.

00:10:10.646 --> 00:10:15.781
Deshalb ist ja auch die Mitteilung, 1,3
Milliarden Dosen vom heutigen Tag an

00:10:15.782 --> 00:10:19.648
noch in diesem Jahr zur Verfügung
zu stellen, eine gute Mitteilung;

00:10:19.649 --> 00:10:23.267
denn das sind ja doch
substanzielle Beträge.

00:10:23.276 --> 00:10:31.750
Zweitens. Das, was ich mit den 60 Prozent als Ziel
genannt habe, ist eine Zielsetzung für das Jahr 2040,

00:10:31.751 --> 00:10:35.489
das heißt also, für
heute in knapp 20 Jahren.

00:10:35.490 --> 00:10:40.595
Hier gibt es ja Anknüpfungspunkte,
zum Beispiel in Südafrika die Firma Biovac,

00:10:40.596 --> 00:10:43.415
die bereits heute
Impfstoffe herstellt.

00:10:43.416 --> 00:10:46.462
Von Johnson & Johnson wird
bereits in Südafrika hergestellt.

00:10:46.463 --> 00:10:51.992
Das heißt, das werden zu großen Teilen auch
Kooperationen mit südafrikanischen Firmen sein,

00:10:51.993 --> 00:11:02.414
oder aber eben auch Ausgründungen aus den
schon jetzt auf der Welt produzierenden Firmen.

00:11:02.415 --> 00:11:07.350
Schritt für Schritt wird Afrika und werden die
afrikanischen Länder aber eben auch die Kapazität und

00:11:07.351 --> 00:11:10.381
die Fähigkeit entwickeln,
solche Impfstoffe herzustellen.

00:11:10.382 --> 00:11:15.999
Aber das geht ja weit über Corona hinaus;
es geht dann ja auch um die vielen Impfstoffe,

00:11:16.000 --> 00:11:19.625
die gegen andere Krankheiten gebraucht
werden - Malaria, Ebola und vieles andere mehr.

00:11:19.626 --> 00:11:25.072
Da finde ich den Anspruch des afrikanischen
Kontinents oder der Afrikanischen Union schon sehr richtig.

00:11:32.328 --> 00:11:36.270
FRAGE: Frau Bundeskanzlerin,
können Sie sich vorstellen,

00:11:36.271 --> 00:11:42.362
noch als Bundeskanzlerin mit US-Präsident
Biden eine größere Friedensinitiative

00:11:42.363 --> 00:11:45.496
für den Nahen Osten zu starten oder anzustoßen?

00:11:45.497 --> 00:11:51.294
Sie haben in diesem Zusammenhang auch von
der Unverzichtbarkeit der indirekten Gespräche

00:11:51.295 --> 00:11:53.724
mit Hamas gesprochen.
Was heißt das konkret?

00:11:53.725 --> 00:12:01.416
BK'IN DR. MERKEL: Premierminister Netanjahu hat
heute zum Beispiel dem ägyptischen Präsidenten gedankt,

00:12:01.417 --> 00:12:06.152
der eben gerade auch im Hinblick
auf den Gazastreifen sehr initiativ war,

00:12:06.153 --> 00:12:11.995
um den Waffenstillstand mit zu befördern.
Das war mit meinen Worten gemeint.

00:12:11.996 --> 00:12:19.925
Wenn es Initiativen gibt, dann müssten die natürlich zum
Beispiel von den Vereinigten Staaten von Amerika ausgehen.

00:12:19.926 --> 00:12:24.283
Die Vereinigten Staaten von Amerika haben
hier ja schon eine sehr wichtige Rolle gespielt.

00:12:24.284 --> 00:12:27.928
Frankreich und auch Großbritannien
werden bei so etwas eine wichtige Rolle spielen,

00:12:27.929 --> 00:12:30.748
und auch Deutschland
ist dazu natürlich bereit.

00:12:30.749 --> 00:12:37.660
Eine konkrete, über den jetzigen Waffenstillstand
hinausgehende Initiative gibt es aber noch nicht.

00:12:37.661 --> 00:12:41.318
Ich bedanke mich und wünsche
Ihnen ein frohes Pfingstfest!

