WEBVTT

00:00:06.614 --> 00:00:13.664
Unter2Grad - der Klimapodcast der Bundesregierung
moderiert von Ulrike Demmer

00:00:18.164 --> 00:00:20.984
Ulrike Demmer: Herzlich willkommen zum
Klimapodcast der Bundesregierung.

00:00:20.984 --> 00:00:22.394
Mein Name ist Ulrike Demmer.

00:00:22.394 --> 00:00:27.254
Ich bin die stellvertretende Sprecherin der Bundesregierung
und freue mich sehr auf unseren heutigen Gast.

00:00:27.515 --> 00:00:31.225
Sie ist Rheinländerin, geboren in
Düsseldorf, zur Schule gegangen in Neuss.

00:00:31.225 --> 00:00:35.508
Sie ernährt sich vegetarisch und sie
trägt gerne farbenfrohe Schuhe.

00:00:35.769 --> 00:00:41.462
Heute sind es übrigens rote Turnschuhe und sie ist der
perfekte Gast, um das Thema „Klimaschutz“ zu besprechen.

00:00:41.723 --> 00:00:44.283
Herzlich willkommen
Bundesumweltministerin Svenja Schulze.

00:00:44.597 --> 00:00:45.746
Svenja Schulze: Ganz herzlichen Dank.

00:00:46.006 --> 00:00:47.991
Ulrike Demmer: Montagmorgen 10:00 Uhr in Deutschland.

00:00:47.991 --> 00:00:52.274
Frau Ministerin, was haben Sie denn heute schon
ganz persönlich getan, um das Klima zu schützen?

00:00:52.274 --> 00:00:54.572
Svenja Schulze: Ich fahre normalerweise
total gerne mit dem Fahrrad.

00:00:54.834 --> 00:00:57.655
Nur heute war es nicht ganz so
einfach, weil es hier so geregnet hat.

00:00:57.655 --> 00:01:05.910
Ich achte beim Frühstück darauf, dass ich zum Beispiel
regionales Obst esse, was nicht so lange Anfahrtswege hat.

00:01:05.910 --> 00:01:09.620
Aber ich esse auch den einen oder anderen Tag
mal eine Banane, weil das ist einfach lecker.

00:01:09.620 --> 00:01:11.344
Ulrike Demmer: Die Banane ist
ja dann weit geflogen.

00:01:11.604 --> 00:01:16.043
Schaffen Sie es wirklich auf Wochenendtrips,
so nach Mallorca oder so, zu verzichten?

00:01:16.357 --> 00:01:17.975
Fliegen Sie gar nicht mehr?

00:01:17.975 --> 00:01:19.387
Svenja Schulze: Doch ich fliege schon.

00:01:19.387 --> 00:01:25.080
Ich fliege als Bundesumweltministerin doch zu
internationalen Konferenzen und ich fliege auch mal privat.

00:01:25.080 --> 00:01:26.805
Aber ich achte stärker darauf.

00:01:26.805 --> 00:01:29.365
Einfach mal so zwei Tage irgendwo
hinfliegen, das mache ich nicht mehr.

00:01:29.365 --> 00:01:32.500
Ulrike Demmer: Wie sind Sie denn zur
Umwelt- und Klimaschützerin geworden?

00:01:32.500 --> 00:01:34.172
Svenja Schulze: Das fing
bei mir als Kind an.

00:01:34.172 --> 00:01:38.716
Ich war einfach total gerne in der
Natur, habe viel auch draußen gemacht.

00:01:38.716 --> 00:01:44.879
Ich habe als kleines Kind Feuersalamander
aufgepäppelt, weil ich das immer so gemein fand,

00:01:44.879 --> 00:01:47.753
weil sie so klein waren,
dass die aufgefressen wurden.

00:01:47.753 --> 00:01:52.298
Habe sie dann mit Regenwürmern gefüttert, und
wenn sie groß waren dann wieder ausgesetzt.

00:01:52.298 --> 00:01:53.709
Also es fing schon als Kind an.

00:01:53.709 --> 00:01:57.627
Ulrike Demmer: Sie haben in den vergangenen Wochen und
Monaten ja nicht nur persönlich das Klima geschützt.

00:01:57.627 --> 00:02:03.583
Als Ministerin im Klimakabinett haben Sie Regeln
ausgearbeitet, die uns alle zu Klimaschützern machen sollen.

00:02:03.895 --> 00:02:05.567
Warum war das so ein Kraftakt?

00:02:05.567 --> 00:02:11.263
Svenja Schulze: Das ist ein Programm, was in ganz ganz viele
Lebensbereiche hinein geht und wir mussten uns einen Mix überlegen.

00:02:11.263 --> 00:02:12.673
Wir haben also Förderprogramme.

00:02:12.673 --> 00:02:18.837
Wir fördern zum Beispiel den Austausch von alten
Ölheizungen, damit einfach weniger CO2 produziert wird.

00:02:18.837 --> 00:02:21.396
Wir werden klareres Recht sehen.

00:02:21.396 --> 00:02:23.956
Also neue Ölheizungen
werden verboten.

00:02:24.271 --> 00:02:29.652
Und es gibt auch ganz klare Anreize und Förderprogramme,
zum Beispiel die Kfz-Steuer wird so verändert,

00:02:29.964 --> 00:02:33.492
dass es sich endlich lohnt ein
spritsparendes Auto zu fahren.

00:02:33.492 --> 00:02:37.200
Und wer einen Spritfresser fährt, der
muss dann einfach dafür auch mehr zahlen.

00:02:37.200 --> 00:02:40.336
Diese Kombination hinzubekommen
und so hinzubekommen,

00:02:40.336 --> 00:02:43.157
dass es auch sozial fair ist,
das war gar nicht so einfach.

00:02:43.157 --> 00:02:46.130
Ulrike Demmer: Wir sollen jetzt
alle weniger CO2 produzieren.

00:02:46.130 --> 00:02:48.590
Ganz blöd gefragt, müssen wir
jetzt alle die Luft anhalten?

00:02:48.590 --> 00:02:50.784
Svenja Schulze: Nein, das ist hier nicht der Fall.

00:02:50.784 --> 00:02:57.496
Sondern CO2 entsteht, wenn man Dinge verbrennt,
also beim Heizen, im Auto der Sprit.

00:02:57.758 --> 00:03:04.027
Das sind Treibhausgase, die da entstehen und diese
Treibhausgase führen eben dazu, dass sich die Erde erwärmt.

00:03:04.288 --> 00:03:05.958
Und das ist es, was wir vermeiden wollen.

00:03:06.220 --> 00:03:09.929
Wir wollen möglichst nur 1,5 Grad
Erderwärmung noch erreichen.

00:03:10.190 --> 00:03:13.325
Das führt schon zu
massiven Veränderungen.

00:03:13.325 --> 00:03:17.295
Alles darüber bedeutet aber
noch massivere Veränderungen,

00:03:17.295 --> 00:03:20.431
noch mehr Stürme, noch mehr
Inseln, die unbewohnbar werden,

00:03:20.431 --> 00:03:23.774
noch mehr Trockenheit, 
noch mehr Starkregenereignisse.

00:03:24.087 --> 00:03:26.333
Das alles müssen wir vermeiden.

00:03:26.333 --> 00:03:28.893
Und da kann jeder einen Beitrag
leisten und Deutschland eben auch.

00:03:29.206 --> 00:03:31.453
Ulrike Demmer: Ist Klimaschutz da nicht
eigentlich der völlig falsche Begriff?

00:03:31.453 --> 00:03:33.698
Also müsste es nicht einfach
Menschenschutz heißen?

00:03:33.698 --> 00:03:38.190
Denn wir schützen ja gar nicht das Klima vor den Menschen, 
sondern den Menschen vor dem Klima.

00:03:38.190 --> 00:03:39.861
Svenja Schulze: Eigentlich schützen wir uns alle.

00:03:40.122 --> 00:03:44.145
Also die Menschen, die Natur, die
ganze Pflanzen- und Tierwelt.

00:03:44.145 --> 00:03:46.705
Wir müssen für alle den
Schutz organisieren.

00:03:46.966 --> 00:03:49.264
Wenn wir einfach so weiter machen
würden, wie wir das bisher tun,

00:03:49.526 --> 00:03:52.660
dann würde das unglaubliche
Veränderungen bedeuten.

00:03:52.660 --> 00:03:56.057
Die Küstenstädte wie Hamburg wären
einfach nicht mehr zu halten.

00:03:56.057 --> 00:03:59.504
Wir könnten die Deiche gar nicht so hoch
bauen, wie der Meeresspiegel dann steigt

00:03:59.766 --> 00:04:03.161
und wir müssten uns in einer Art und
Weise auf Veränderungen einstellen,

00:04:03.161 --> 00:04:06.610
das kann niemand wollen, es würde
wahnsinnige Kosten verursachen.

00:04:06.872 --> 00:04:08.857
Und deswegen: Wir können noch etwas verändern.

00:04:09.171 --> 00:04:10.580
Das sagen uns alle Wissenschaftler.

00:04:10.580 --> 00:04:12.826
Also wir müssen nicht den
Kopf in den Sand stecken.

00:04:12.826 --> 00:04:18.521
Es ist möglich was zu verändern, in dem wir eben
aufhören Treibhausgase in die Luft zu pusten,

00:04:18.521 --> 00:04:21.081
in dem wir anders heizen,
uns anders bewegen.

00:04:21.081 --> 00:04:24.478
Wir können weiterhin mobil bleiben, die
Wohnungen werden weiterhin warm sein,

00:04:24.792 --> 00:04:28.187
aber eben mit anderen Heizsystemen,
mit anderem Antrieb.

00:04:28.187 --> 00:04:31.060
Das ist alles schon entwickelt,
wir müssen es nur benutzen.

00:04:31.060 --> 00:04:33.881
Ulrike Demmer: Wenn ich mein Leben jetzt
aber partout nicht verändern will.

00:04:33.881 --> 00:04:36.465
Mit welchen Kosten muss ich dann rechnen?

00:04:36.465 --> 00:04:41.846
Svenja Schulze: Wir setzen auf die Vielen, die etwas
verändern wollen und denen es nicht vollkommen egal ist,

00:04:42.158 --> 00:04:45.294
wie es ihren Kindern, wie es ihren
Enkeln hier auf dieser Welt dann geht.

00:04:45.294 --> 00:04:50.099
Und deswegen: Es ist möglich was zu verändern,
es ist gar nicht so ein großer Aufwand.

00:04:50.413 --> 00:04:56.056
Und das müssen auch alle tun, die ein Interesse daran haben,
dass ihre Kinder und Enkel hier auch noch leben können.

00:04:56.056 --> 00:04:59.503
Ulrike Demmer: Also wer viel CO2
verbraucht, muss mehr bezahlen.

00:04:59.503 --> 00:05:03.472
Das ist aber für manche möglicherweise viel
Geld, für andere aber ist es ein Klacks.

00:05:03.786 --> 00:05:08.331
Heißt das nicht am Ende, dass wohlhabende Menschen
weiter auf Kosten des Klimas leben können?

00:05:08.331 --> 00:05:11.464
Und wer wenig Geld hat, ist sozusagen
zum Klimaschutz gezwungen?

00:05:11.464 --> 00:05:13.188
Svenja Schulze: Nein, das
ist überhaupt nicht so.

00:05:13.188 --> 00:05:14.861
Und deswegen haben wir uns auch
sehr viele Gedanken gemacht,

00:05:15.174 --> 00:05:16.584
wie wir das genauso hinkriegen,

00:05:16.584 --> 00:05:19.720
dass Menschen mit einem normalen Einkommen
sich das auch noch leisten können.

00:05:19.980 --> 00:05:23.116
Wenn wir das so gemacht hätten, wie mancher
Ökonom an seinem Schreibtisch denkt:

00:05:23.116 --> 00:05:25.415
einfach mal den
CO2-Preis teurer machen

00:05:25.415 --> 00:05:28.548
und dann werden sich die Leute schon
anpassen, dann wäre das genauso gekommen.

00:05:28.548 --> 00:05:33.356
Die mit wenig Geld hätten es sich nicht leisten können
und die mit viel Geld machen weiter wie bisher.

00:05:33.356 --> 00:05:35.078
Genau das machen wir aber nicht.

00:05:35.341 --> 00:05:39.050
Wir machen Förderprogramme,
wir machen den Strompreis billiger.

00:05:39.050 --> 00:05:45.318
Wir sorgen dafür, dass auch normale Menschen mit einem
normalen Einkommen sich Klimaschutz leisten können.

00:05:45.318 --> 00:05:53.468
Es sind die, die dicke Autos fahren, die viel durch die Gegend
fliegen, die müssen wir dazu bekommen ihr Verhalten zu ändern.

00:05:53.468 --> 00:05:57.438
Wer sowieso schon in einer kleinen Wohnung
wohnt, wer ein günstiges Auto fährt,

00:05:57.438 --> 00:06:01.982
was wenig Sprit verbraucht, der wird die
Veränderungen gar nicht so stark merken.

00:06:02.296 --> 00:06:04.282
Es wird teurer, aber es
gibt eben auch Entlastung.

00:06:04.543 --> 00:06:11.125
Ulrike Demmer: Auch die Ministerinnen und Minister haben Hausaufgaben
bekommen und müssen dafür sorgen, dass CO2 eingespart wird.

00:06:11.125 --> 00:06:13.112
Aber wer kontrolliert am
Ende diese Hausaufgaben?

00:06:13.372 --> 00:06:14.676
Svenja Schulze: Na ja es gibt
jetzt was vollkommen Neues:

00:06:14.990 --> 00:06:17.184
Klimaschutz wird gesetzliche Pflicht werden.

00:06:17.184 --> 00:06:22.511
Das Klimakabinett tagt weiter und wird ganz regelmäßig
kontrollieren, ob das auch wirklich eingehalten wird.

00:06:22.773 --> 00:06:24.184
Und das ist wirklich wichtig.

00:06:24.184 --> 00:06:31.028
Ulrike Demmer: Einer der größten Kritikpunkte ist ja, dass dieser
Einstiegspreis für die CO2 Zertifikate – 10 Euro –, dass das zu wenig ist.

00:06:31.028 --> 00:06:34.423
Die Fridays for Future
Bewegung fordert 180 Euro.

00:06:34.737 --> 00:06:35.887
Wie sehen Sie das?

00:06:35.887 --> 00:06:39.544
Svenja Schulze: Na ja, ich hätte mir auch einen
etwas höheren Einstiegspreis vorstellen können,

00:06:39.544 --> 00:06:42.418
wenn man auf der anderen Seite dann den
Leuten auch wieder Entlastung gibt –

00:06:42.418 --> 00:06:46.963
also zum Beispiel den Strompreis stärker auch
noch mal senkt oder eine Klimaprämie zahlt.

00:06:46.963 --> 00:06:48.947
Wir haben es jetzt aber
anders entschieden.

00:06:49.261 --> 00:06:53.806
Wir steigen sanfter ein, aber es ist
vollkommen klar, es wird immer teurer.

00:06:53.806 --> 00:06:55.478
Und das ist für mich das
ganz Entscheidende:

00:06:55.478 --> 00:06:57.777
Jeder und jede
kann jetzt planen.

00:06:58.039 --> 00:07:02.583
Jeder, der überlegt, ach in zwei, drei Jahren wird
es vielleicht doch noch mal ein anderes Auto geben,

00:07:02.583 --> 00:07:05.613
das jetzige tut es nicht
mehr, der weiß ganz genau:

00:07:05.925 --> 00:07:09.061
Wer schon wieder einen Spritfresser
kauft, muss deutlich mehr zahlen.

00:07:09.061 --> 00:07:11.621
Kleinere Autos lohnen
sich das erste Mal.

00:07:11.621 --> 00:07:16.166
Klimafreundliches Verhalten wird jetzt das erste
Mal wirklich belohnt und nicht mehr bestraft.

00:07:16.166 --> 00:07:18.725
Wer die Bahn nutzt, der
wird weniger zahlen,

00:07:18.725 --> 00:07:20.136
weil wir die Mehrwertsteuer senken.

00:07:20.136 --> 00:07:24.107
Wer immer noch meint, auch innerhalb von
Deutschland fliegen zu müssen, für kurze Strecken,

00:07:24.107 --> 00:07:26.980
der wird einfach mehr zahlen müssen.

00:07:26.980 --> 00:07:30.376
Und damit wollen wir einen Anreiz
geben, stärker die Bahn zu nutzen.

00:07:30.376 --> 00:07:34.867
Ulrike Demmer: Für viele klingt das so,
als müssten nur die Bürgerinnen und Bürger für den Klimaschutz zahlen.

00:07:34.867 --> 00:07:38.263
Wo und wie ist denn in Ihrem
Klimapaket die Industrie gefordert?

00:07:38.577 --> 00:07:40.562
Svenja Schulze: Die Industrie ist sehr stark gefordert.

00:07:40.562 --> 00:07:45.369
Die sind in einem eigenen Regelungssystem, müssen
schon lange Verschmutzungszertifikate auch kaufen.

00:07:45.369 --> 00:07:47.929
Und dadurch hat sich
da enorm viel bewegt.

00:07:47.929 --> 00:07:52.474
Da ist schon eine Menge passiert,
damit eben Energie eingespart wird,

00:07:52.474 --> 00:08:00.154
weil es einfach einen Preis hat und dadurch die Industrie
auch einen Anreiz hat, europaweit hier CO2 zu sparen.

00:08:00.154 --> 00:08:04.645
Und wir werden ja auch die Art und Weise,
wie wir Energie gewinnen, umstellen.

00:08:04.645 --> 00:08:10.341
Wir steigen aus der Kohle aus, wir steigen aus Atomstrom
aus und es wird auf regenerative Energien jetzt gesetzt.

00:08:10.341 --> 00:08:16.297
Das führt auch zu Veränderungen, weil es sich einfach
lohnt, mit in regenative Energien zu investieren,

00:08:16.610 --> 00:08:19.778
dieses Umsteuern jetzt eben
gemeinsam auch hinzukriegen.

00:08:19.778 --> 00:08:22.944
Ulrike Demmer: Aber was nützt es überhaupt,
wenn das kleine Deutschland das Klima schützt

00:08:23.258 --> 00:08:27.802
während andere große Industriestaaten
weiter ihre Kohlekraftwerke betreiben

00:08:27.802 --> 00:08:32.348
und sogar noch mehr ans Netz bringen und
sich wenig für Klimaschutz interessieren.

00:08:32.662 --> 00:08:33.798
Können wir da überhaupt etwas ausrichten?

00:08:33.798 --> 00:08:36.933
Svenja Schulze: Ja! Also es ist ganz
wichtig, was Deutschland tut,

00:08:36.933 --> 00:08:40.641
weil jede Tonne CO2, die wir
einsparen, die zählt am Ende.

00:08:40.902 --> 00:08:45.119
Und so wie wir in Deutschland leben, 
sind wir Beispiel für ganz, ganz viele in der Welt.

00:08:45.119 --> 00:08:51.949
Die gucken, was sind die Konsummuster, wie leben wir hier, 
wie essen wir, wie trinken wir, wie bewegen wir uns.

00:08:51.949 --> 00:08:53.607
Und das wird von ganz vielen kopiert.

00:08:53.607 --> 00:08:55.330
Und deswegen ist es
so enorm wichtig.

00:08:55.330 --> 00:08:59.615
Ulrike Demmer: Können Sie unseren Hörern
sagen, was die drei wichtigsten Dinge sind,

00:08:59.876 --> 00:09:04.161
an die sich jeder jeden Tag halten sollte,
wenn er effektiv das Klima schützen will?

00:09:04.161 --> 00:09:06.915
Svenja Schulze: Ich glaube, das Wichtigste ist genauer hinzugucken.

00:09:06.915 --> 00:09:12.035
Mal zu überlegen: Muss ich jetzt wirklich mit dem
Auto fahren, kann ich nicht auch das Fahrrad nehmen?

00:09:12.350 --> 00:09:15.731
Muss ich bei längeren Strecken wirklich
fliegen, kann ich nicht die Bahn nehmen?

00:09:15.731 --> 00:09:19.442
Und auch beim Einkaufen
einfach hinzugucken:

00:09:19.703 --> 00:09:21.426
Können es nicht mal regionale Sachen sein?

00:09:21.426 --> 00:09:24.301
Also Schritt für Schritt
das Verhalten verändern.

00:09:24.301 --> 00:09:28.884
Und wenn es darum geht, ein Auto zu kaufen, 
bitte das spritsparende nehmen.

00:09:28.884 --> 00:09:34.005
Wenn es darum geht, die Heizung auszutauschen,
die nehmen, die möglichst kein CO2 mehr produziert.

00:09:34.265 --> 00:09:39.699
Also Schritt für Schritt immer bei den nächsten Entscheidungen
den Klimaschutz mit im Kopf zu haben, das hilft.

00:09:39.699 --> 00:09:41.946
Ulrike Demmer: Frau Ministerin,
vielen Dank für das Gespräch.

00:09:42.259 --> 00:09:43.180
Svenja Schulze: Ich danke auch.

