Gesundheit

Endlich rauchfrei werden!

Rauchen ist nicht nur für Raucher schädlich. Auch Menschen in ihrer Umgebung - vor allem Kinder - werden durch Passivrauchen gesundheitlich erheblich beeinträchtigt. Dieses Ergebnis bestätigen alle einschlägigen Studien.

Allein in Deutschland sterben jährlich zwischen 110.000 und 140.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Das sind 300 bis 400 Menschen täglich. Die volkswirtschaftlichen

und medizinischen Kosten des Rauchens für die Gesellschaft sind immens.

Es gibt also viele gute Gründe, mit dem Rauchen aufzuhören: Alle gewinnen an Gesundheit und Lebensqualität - innerhalb kurzer Zeit. Und auch der Geldbeutel wird weniger strapaziert. Wer mit dem Rauchen aufhören will, kann vielfältige Hilfen und Beratungsangebote in Anspruch nehmen.

Rauchstopp für die ganze Familie: Rauchfrei 2008

Die Rauchverbote in öffentlichen Einrichtungen und der Gastronomie sind für viele ein wichtiger Anreiz, mit dem Rauchen aufzuhören. Der Umfrage einer großen Krankenkasse zufolge denkt jeder siebte Raucher wegen der Nichtraucherschutzgesetze über den Ausstieg nach. 72 Prozent aller Rauchenden würden gern mit dem Rauchen aufhören. Daher sind Angebote zum Rauchausstieg ein wichtiger Baustein in der Tabakprävention.

Zum fünften Mal rufen das Deutsche Krebsforschungszentrum und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation zur größten deutschen Rauchstopp-Kampagne auf. Ziel ist es, möglichst viele Raucher zu motivieren, mindestens vier Wochen lang, vom 1. bis 29. Mai 2008, nicht zu rauchen. So soll ihnen der Schritt zur langfristigen Aufgabe des Rauchens erleichtert werden. Viele haben bereits mehrfach versucht, mit dem Rauchen aufzuhören, oft ohne dauerhaften Erfolg."Rauchfrei 2008" bietet eine neue Chance. Durch ein Helfersystem werden die Raucher nicht allein gelassen, sondern aktiv motiviert und von einer Vertrauensperson unterstützt.

Seit 2000 haben mehr als 250.000 Menschen an den bisherigen vier "Rauchfrei"- Kampagnen teilgenommen. Zwölf Monate später waren 30 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch rauchfrei.

Jetzt anmelden!

Vor allem im Familienverbund macht es Spaß, gemeinsam in ein rauchfreies Leben zu starten. Die gewonnene Energie kann für Radfahren, Schwimmen oder Laufen genutzt werden. Nutzen Sie dieses Angebot und machen Sie mit!

Anmeldungen zu "Rauchfrei 2008" sind durch Rücksendung von Teilnahmekarten bis spätestens zum 1. Mai 2008 möglich. Sie liegen bundesweit in Apotheken, Arzt- und Zahnarztpraxen, Schulen, bei Krankenkassen und Verbänden aus. Ebenso ist die Anmeldung über das Internet möglich.

>> weitere Informationen zur Anmeldung

Insgesamt werden Preise von 10.000 Euro verlost. Auch Helferinnen und Helfer haben die Gewinnchance, wenn sie jemanden während des Rauchstopps begleiten.

Schon Kinder wissen: Rauchen ist uncool

Uncool, tödlich, Rauchen macht krank: 6- bis 8-Jährigen fällt zum Thema Rauchen eine Menge ein, wenn sie gefragt werden. Greifen Grundschüler zu Stift und Pinsel, zeichnen sie gemeinsame Beschäftigungen mit Freunden, Eltern und Großeltern, wie Zirkusbesuche, Sport und Spiel. Die gesundheitlichen Gefahren des Rauchens scheinen ihnen mehr als bewusst zu sein. Dunkle Wolken zeigen sie ebenso, wie Krankenhäuser, verqualmte Autos und Familien, die durch Rauchschwaden im Alltag getrennt sind.

Tabakrauch ist giftig!

Tabakrauch ist ein komplexes Giftgemisch aus über 4800 Substanzen, die beim Verbrennen des Tabaks entstehen. Mindestens 250 dieser Substanzen sind giftig oder krebserzeugend. Belastungen durch Tabakrauch können auch zur Veränderung des Erbguts führen. Tabakrauch ist damit mit Abstand der bedeutendste und gefährlichste vermeidbare Innenraumschadstoff. Er ist die führende Ursache von Luftverschmutzung in Innenräumen, in denen geraucht wird.

Gesundheitsgefährdung durch Rauchen im Auto

Ganz besonders hoch ist die Schadstoffbelastung, wenn in kleinen Räumen geraucht wird. In einem Experiment wurden in einem Auto eine Zigarette bei eingeschalteter Lüftung und eine weitere Zigarette bei geöffnetem Fenster geraucht. Die Schadstoffmessung erfolgte nach international anerkannten Messstandards. Das Ergebnis ist erschreckend: Trotz Lüftung stieg die Schadstoffbelastung kurzfristig auf Werte, wie sie aus hoch belasteten Bars und Diskotheken bekannt sind. Bei geöffnetem Fenster stieg die Belastung auf Werte, wie sie in Restaurants mit Raucherlaubnis gemessen wurden.

Passivrauchen macht vor allem Kinder krank

Passivrauchen ist gesundheitsgefährdend für alle Menschen. Ganz besonders aber für Kinder, weil diese viel häufiger atmen als Erwachsene und dadurch vermehrt Schadstoffe aufnehmen.

Kinder rauchender Eltern leiden häufiger unter akuten und chronischen Atemwegserkrankungen wie Husten, Auswurf, pfeifenden Atemgeräusche und Atemnot. Sie haben auch häufiger Mittelohrentzündungen als Kinder nicht rauchender Eltern. Bei Kindern, die bereits unter Asthma leiden, führt Passivrauchen zu einer Verschlechterung der Krankheitssymptome.

Breiter gesellschaftlicher Konsens beim Schutz vor Passivrauchen

Es besteht breiter gesellschaftlicher Konsens, dass Nichtrauchende, insbesondere Kinder, geschützt werden müssen. Mit den Nichtraucherschutzgesetzen, die seit 2007 in Bund und Ländern in Kraft getreten sind, hat der Gesetzgeber gehandelt. Sie regeln unter anderem auch den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Passivrauchen in öffentlichen Einrichtungen und Räumlichkeiten. Diesen Maßnahmen sollte eine Informationskampagne folgen, die rauchenden Eltern ihre Verantwortung für rauchfreie Wohnräume zum Schutz der Gesundheit ihrer Kinder deutlich macht. Denn: Rauchen in Anwesenheit von Kindern kommt einer Körperverletzung gleich.

Außer der Aktion "Rauchfrei 2008" gibt es eine Vielzahl von Angeboten zur Raucherentwöhnung, einschließlich individueller Beratung. Informationsangebote gibt es sowohl bei staatlichen Stellen wie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) als auch bei vielen Krankenkassen.