Jede und jeder kann stillende Mütter stärken

Weltstillwoche Jede und jeder kann stillende Mütter stärken

Unter dem Motto „Stillen. Unser gemeinsamer Weg.“ will die Weltstillwoche darauf aufmerksam machen, dass stillende Mütter von vielen unterstützt werden können. Neben der fachlichen Begleitung ist die Hilfe im sozialen Umfeld wichtig - von Familie, Freunden und Menschen, die den Müttern im Alltag begegnen. Hier einige Fakten zum Stillen und den Aktionen der Stillwoche.

Eine Mutter stillt ihr Baby, daneben sitzen ein Mann und ein junges Mädchen.

Die Weltstillwoche soll dafür sensibilisieren, dass stillende Mütter während der Stillzeit von ihrem Umfeld umfangreich unterstützt werden sollten.

Foto: BLE, Foto: DEEPOL by plainpicture

„Stillen. Unser gemeinsamer Weg.“ lautet das Motto der diesjährigen Weltstillwoche, die bis zum 10. Oktober stattfindet und zum Ziel hat, das soziale Umfeld einer stillenden Mutter zu sensibilisieren: Unterstützung während der Stillzeit ist wichtig. 

Stillen hat viele Vorteile: Muttermilch stärkt die Abwehrkräfte. Gestillte Kinder haben eine geringere Wahrscheinlichkeit für Übergewicht oder den plötzlichen Kindstod und erkranken seltener an Mittelohrentzündungen oder Magen-Darm- und Atemwegsinfekten. Frauen, die gestillt haben, haben ein geringeres Risiko für Brustkrebs, Eierstockkrebs, Diabetes Typ 2 sowie Herz-Kreislauf-Krankheiten. Auch die emotionale Bindung von Mutter und Kind wird gestärkt.

So kann das Umfeld Stillende unterstützen

Es gibt viele Menschen, die Mutter und Kind in der Stillzeit begleiten können. Fachpersonal wie Hebammen, Pflegekräfte, Stillberaterinnen – aber auch Ärztinnen und Ärzte. Darüber hinaus ist ein stillfreundliches Lebens- und Arbeitsumfeld wichtig, um Müttern das Stillen zu erleichtern. Kommunen können Stillberatungsangebote bekannter machen. Arbeitgeber und Kindertagesstätten können Bedingungen schaffen, die das Stillen, Abpumpen und die Gabe von Muttermilch ermöglichen, und damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern.

Aktivitäten während der Stillwoche

Unter dem Hashtag #StillenUnserGemeinsamerWeg berichten auf Instagram Mütter über ihre Stillerfahrung. So wird sichtbar, wie vielfältig die Wege sind, um Stillende im Alltag zu stärken.

Am Donnerstag, den 7. Oktober, beantworten Expertinnen und Experten in einer Telefonaktion von 17:00 bis 19:00 Uhr unter der kostenfreien Servicenummer 0800-0 60 40 00 alle Fragen rund um das Thema Stillen.

Mit einem Poster kann auf die Weltstillwoche aufmerksam gemacht werden, etwa in Newslettern, auf Internetseiten und in den Sozialen Medien. Das gedruckte Poster kann in den Formaten A2 und A3 bestellt oder als Download-Datei genutzt werden.

300 000 Gratispostkarten mit Hinweis auf die Weltstillwoche und die Aktion #StillenUnserGemeinsamerWeg liegen in Cafés und Kneipen in Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln und München aus.

Weiterhin gibt es Social Media-Aktionen zur Weltstillwoche, wie etwa ein Gewinnspiel bei Facebook und Instagram durch die WHO/UNICEF-Initiative „Babyfreundlich“.

Auch lokal finden Veranstaltungen statt, zum Beispiel in babyfreundlichen Krankenhäusern und stillfreundlichen Landkreisen.

Eine Übersicht zu allen Akteurinnen und Akteuren sowie Institutionen, die sich während der Weltstillwoche 2021 engagieren liefert das Netzwerk „ Gesund ins Leben“.

So unterstützt die Bundesregierung Stillende

Am 7. Juli 2021 hat die Bundesregierung eine Nationale Strategie zur Stillförderung verabschiedet. Ziel ist es, Stillende in Deutschland zu stärken durch eine nachhaltige Verbesserung der Rahmenbedingungen. Die strukturelle und fachliche Unterstützung soll ausgebaut, Angebote zur Stillförderung sollen verzahnt und Mütter individueller betreut werden. Das soll die Stillmotivation gerade auch bei jenen Frauen erhöhen, die bislang seltener oder kürzer stillen.

Die Weltstillwoche ist eine von der „World Alliance for Breastfeeding Action“ (WABA) organisierte Aktionswoche. Sie wird jährlich in 120 Ländern abgehalten. In Deutschland findet sie immer in der 40. Kalenderwoche eines Jahres statt. Unter Beteiligung von WHO und UNICEF ist sie die größte gemeinsame Kampagne aller stillfördernden Organisationen.

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